Staffel glänzt zum Abschluss über viermal 100-Meter

Wer bereits die Silbermedaille der deutschen Frauen über viermal 200 Meter als Höhepunkt eingeschätzt hatte, der wurde bei der inoffiziellen Staffel-WM auf den Bahamas auf der kurzen Strecke eines Besseren belehrt. Über viermal 100 Meter setzten Rebekka Haase und ihre drei Teamkolleginnen bei den World Relays in Nassau noch einen drauf und sicherten sich den Sieg. Noch vor Jamaika kamen sie als Erste ins Ziel, wobei das Quartett zugegebenermaßen auch vom Ausfall der US-Staffel profitierte. Dennoch konnte sich die Zeit von 42,74 Sekunden definitiv sehen lassen. Schneller waren deutsche Frauen zuvor nur sehr selten gerannt. Gemeinsam mit Lisa Mayer, Alexandra Burghardt und Tatjana Pinto löste Rebekka somit als Staffel das WM-Ticket. Und auch in persönlicher Hinsicht hatte unsere LV-90-Sprinterin allen Grund, zufrieden zu sein, verteidigte sie doch auf der Zielgeraden als Schlussläuferin den Vorsprung. Erarbeitet hat sich die Herolderin ihre gute Form in den vergangenen Wochen beim Trainingslager in Florida, wo bis Anfang Mai noch einmal viele kräftezehrende Übungseinheiten auf dem Programm stehen werden.

Deutsche Staffel sprintet mit Rebekka Haase zu Silber

Während sich hier im Erzgebirge der Winter noch einmal kurzzeitig zurückmeldet, befindet sich Rebekka Haase in einem karibischen Inselstaat. Die Sprinterin aus Herold ist aber nicht dorthin gereist, um Urlaub zu machen. Stattdessen ist sie in Nassau, der Hauptstadt der Bahamas, bei der inoffiziellen Staffel-Weltmeisterschaft für Deutschland im Einsatz. Und das mit beachtlichem Erfolg! Schließlich mussten sich die deutschen Damen bei den sogenannten IAAF World Relays über viermal 200 Meter nur dem Team aus Jamaika geschlagen geben. Nach Startläuferin Lara Matheis und Tatjana Pinto war Rebekka als Dritte an der Reihe. Sie übergab den Staffelstab letztlich an Gina Lückenkemper, die nach tollen 1:30,68 Minuten die Ziellinie überquerte. Damit verbesserte sich das deutsche Quartett gegenüber der Silbermedaille vor zwei Jahren um fast drei Sekunden und konnte sogar die Sprinterinnen aus den USA hinter sich lassen. Über viermal 100 Meter bietet sich nun noch einmal die Chance, das Podest zu erklimmen.

Aufgrund der aktuellen und der in den kommenden Tagen zu erwartenden Witterung ist der für kommenden Samstag (22. April) geplante Wettkampf des LV 90 Erzgebirge leider abgesagt worden. Eigentlich sollten beim Schüler-Sportfest in Stollberg die Medaillen der Erzgebirgsmeisterschaft im Mehrkampf vergeben werden. „Aufgrund der niedrigen Temperaturen und des Niederschlags wäre das Risiko für die Sportler aber zu hoch. Vor allem in Hürdenlauf hätte es wirklich gefährlich werden können“, begründete Regionaltrainer Maik Werner die Entscheidung. Zuletzt hatte der Wintereinbruch das Erzgebirge teilweise wieder in Schnee gehüllt. Wir drücken die Daumen, dass das Wetter bald wieder mitspielt!

Vereinsvertreter überzeugen bei Landesmeisterschaft im Straßenlauf

Erfreuliches gibt es diesmal aus dem Vogtland zu berichten, wo im Rahmen des 48. Göltzschtal-Marathons die diesjährigen Landesmeisterschaften im Straßenlauf ausgetragen wurden. Auch elf Vertreter vom LV 90 wollten es in Lengenfeld wissen und kehrten mit beachtenswerten fünf Titeln heim. Hinzu kamen auch noch zwei Bronzemedaillen. Herausragend waren bei dem generell gelungenen Vereinsauftritt die beiden Erfolge in der Altersklasse 12. Während bei den Mädchen Anne Weißbach 21:06 Minuten für die fünf Kilometer benötigte und damit als Erste ins Ziel kam, war bei den Jungen Christopher Arnold (19:40 min) nicht zu schlagen. Strahlen durften sie aber nicht nur wegen ihrer Goldmedaillen in der Einzelwertung – es gab auch noch zwei weitere Gründe.

Einerseits stellten unsere beiden Sieger mit ihren tollen Zeiten Vereinsrekorde auf. Anderseits konnten sie sich noch über die Titel in der U-14-Teamwertung freuen, in die jeweils die besten drei Vereinsvertreter eingingen. In der weiblichen Konkurrenz waren das neben Anne Weißbach noch Paula Mannsfeld (6./W 13) und Jasmin Schwind (7./W 13). Gemeinsam brachte es das Trio auf eine Zeit von 62:20 Minuten. Bei den Jungen machten Malte Kramer (7./M 12) und Sandro-Patrice Mittag (8./M 12) den Mannschaftserfolg perfekt. Mit insgesamt 57:04 Minuten hatten sie knapp 50 Sekunden Vorsprung auf ihre ärgsten Verfolger. Auch in der weiblichen U-16-Wertung ging der Sieg dank Lisa Weißbach (3./W 15), Anna-Chiara Nitzschke (3./W 14)und Lena Listner (5./W 14) in 1:04:12 h an den LV 90. Komplettiert wurde unser Aufgebot im Vogtland durch Trixi Weiß (9./W 14) und Max Meyer (10./M 14).

 

12. Großolbersdorfer Werferpokal erweist sich als toller Saisonauftakt

Kein Aprilscherz: Am 1. April lief man in Großolbersdorf Gefahr, sich einen Sonnenbrand zu holen. Der blaue Himmel und Temperaturen von mehr als 20 Grad verleiteten dazu, den Körper der Sonne Preis zu geben. Allerdings galt das eher für die Zuschauer und so manchen Kampfrichter. Der Fokus der Sportler war dagegen voll auf den 12. Werferpokal des SV 1870 Großolbersdorf gerichtet, der sich angesichts der optimalen Bedingungen für viele als perfekter Saisoneinstand erwies. 41 Vereine Sachsens, Thüringens, Bayerns und Tschechiens hatten 140 Teilnehmer entsandt, die von der AK 12 bis hinauf zur AK 85 um die Urkunden kämpften. Noch begehrter waren freilich die Werferpokale, die in jeder Disziplin für die beste Leistung im männlichen und weiblichen Bereich vergeben wurden.

Bei den Männern landeten zwei der Trophäen in den Reihen des LV 90, was einerseits an Maximilian Klaus lag. Der Diskus-Spezialist nutzte den Wettkampf als erste Standortbestimmung und legte mit 55,20 Metern einen starken Einstand hin. Andererseits zeigte sich auch Dominik Lewin in guter Form. Der M-35-Starter, der neben seiner Trainer-Tätigkeit beim LV 90 auch immer noch selbst aktiv ist, überzeugte in mehreren Disziplinen. Herausragend waren dabei seine 14,34 Meter im Kugelstoßring, sodass er wie Max mit einem der Werferpokale ausgezeichnet wurde. Im Hammerwerfen wäre wohl auch Pascal Thalhäuser ein Kandidat dafür gewesen, doch die Großolbersdorfer Ausweichanlage auf dem nahe gelegenen Feld ist für seine Weiten nicht ausgelegt. Spontan wich der U-18-Athlet daher auf den sogenannten Kurzhammer aus, der eigentlich beim Gewichtswurf im Seniorenbereich zur Anwendung kommt. Dass er das ungewohnte und 15,88 Kilogramm schwere Gerät über 13 Meter weit werfen würde, war ein schöner Lohn für diese Trainingsergänzung.

Im Feld der Damen blieben drei der Trophäen bei den Gastgebern. Geehrt wurden vom SV 1870 Lisa Richter (Kugel/11,48 m), Manja Groß (Hammer/43,26 m) und Nadine Beck (Diskus/33,03 m). Mit Nele Ganßmüller erhielt im Speerwerfen eine W-13-Starterin von der LG Vogtland den Zuschlag. Schließlich waren ihre 35,06 Meter beachtlich, wenn man bedenkt, dass sie noch nicht lange in dieser Disziplin aktiv ist. Für die W 12 stellte der Werferpokal sogar die Wettkampf-Premiere mit dem Speer dar. Umso bemerkenswerter war der packende Zweikampf um den Sieg, den sich Svenja Hübner aus unseren Reihen und die Großolbersdorferin Patricia Beck lieferten. Mit starken 22,67 Metern hatte Svenja letztlich um vier Zentimeter die Nase vorn und erkämpfte somit einen von vielen LV-90-Erfolgen an diesem Tag. Auch die anderen Vereinsvertreter(innen) präsentierten sich zu diesem frühen Zeitpunk schon in starker Verfassung. Es fühlte sich ja auch fast so an, als wäre schon Sommer!