Fünf Medaillen und ein Vereinsrekord bei Landesmannschaftsmeisterschaft

Mit fünf Medaillen hatten unsere Sportler bei der Team-Landesmeisterschaft in Eilenburg am Ende die beste Bilanz aller Teilnehmer aufzuweisen. Dabei war der LV 90 oft als Startgemeinschaft angetreten, bei den U-14-Mädels waren jedoch ausschließlich Athletinnen aus den eigenen Reihen aus dem Start. Und das war auch gut so, denn so konnte mit 6869 Punkten ein neuer Vereinsrekord aufgestellt werden.

U 14 weiblich: „Nur“ Silber trotz Rekord

Erfolgreichste Teilnehmerin war Sarah-Michelle Leichsenring, die über 60 Meter Hürden gewann und auch in der Weitsprunggrube den besten Wert vorzuweisen hatte. Dazu kam noch Silber im 75-Meter-Sprint. Einen Spitzenwert erreichte zudem Svenja Hübner, die es im Ballwurf auf mehr als 53 Meter brachte. Im Hochsprung stand für sie Platz 2 zu Buche – ebenso wie für Maike Schettler im 800-Meter-Lauf. Ebenso konnten Vanessa Simm, Rosalie Weber, Lara Böhm, Lisa Bergelt und Lina Tippmann mit guten Leistungen überzeugen. Damit konnte man am Ende stolz sein auf den Vereinsrekord, auch wenn es nicht ganz zum Titel reichte. Am Ende fehlten ganze 61 Pünktchen zum siegreichen Dresdner SC. Dafür konnte man in einem großen Feld starke Konkurrenz wie Leipzig oder Chemnitz hinter sich lassen. Mit 5834 Punkten belegte die zweite Mannschaft Platz 8. Dazu gehörten Lucie Möckel, Nele Melzer, Klara Langer, Nora Richter, Tizia Schreiter und Emely Radtke.

U 14 männlich: Ersatzgeschwächt auf Platz 5

Alexander Schneider, Richard Müller, Leonard Stein, Sandro-Patrice Mittag, Jerome Düringer und Curt Aurich – sie alle gaben ihr Bestes und brachten es am Ende auf ordentliche 5911 Punkte. Viel mehr war nicht möglich, da Leistungsträger wie Christopher Arnold, Charly Georgi oder Malte Kramer fehlten. In ihrer Abwesenheit traten diesmal andere in den Vordergrund. So wie Leonard Stein, der im 100-Meter-Sprint die meisten Punkte sammelte. Am Ende sprang Rang 5 für unsere Jungs heraus.

U 16 weiblich: Mit Hilfe aus Adelsberg zum Titel

In dieser Altersklasse bildete unsere Startgemeinschaft mit der SG Adelsberg. So gehörte zum Beispiel auch Helena Börner zum Aufgebot, die deutsche Meisterin im Hochsprung. Mit 1,70 Meter stellte sie auch in Eilenburg ihre Klasse unter Beweis. Dass es am Ende zu 9539 Punkten und damit zum Sieg reichte, lag aber auch an vielen anderen. Zum Beispiel an Larissa Stieler, die sowohl mit der Kugel als auch mit dem Diskus die beste Weite erreichte und zudem noch Dritte im Speerwerfen wurde. Ebenso leisteten Helena Zietzsch, Liv Zoe Strohbach, Amira Never, Nela Herzog, Claudia Lein, Lena Listner, Paula Mannsfeld sowie Elise Mann ihren Beitrag zum Erfolg. Ein dickes Achtungszeichen setzten die Mädels dabei in der Staffel. Erstmals seit 20 Jahren blieb das Quartett über viermal 100 Meter unter 50 Sekunden. Nicht ganz so schnell war die zweite Mannschaft, die mit 7853 Punkten auf Rang 10 landete. Erkämpft wurden die Punkte von Sarah Reinhold, Aylin Pfefferkorn, Laura Stemmler, Luise Ebersbach, Julia Sieber, Hannah Lang, Trixi Weiß, Vivienne Albrecht und Laura Uhlmann.

U 16 männlich: Bronze als Belohnung

Noch mehr Punkte als die U-16-Mädchen hatten unsere Jungs in dieser Altersklasse vorzuweisen (9936). Obwohl sie an der 10.000er-Marke ratzten, wurde es am Ende hinter Chemnitz und Dresden der dritte Platz. Erfolgreichster Punktesammler war Steven Richter mit seinen Siegen im Kugelstoßen und im Diskuswerfen. Sehr gute Leistungen boten zudem Axel-Sven Gerlach als Zweiter im Weitsprung und Dritter über 100 Meter sowie Tilman Reichel, der im 800-Meter-Lauf als Zweiter die Ziellinie überquerte. Fleißig Punkte sammelten außerdem Jeremy Neubert, Max Meyer, Max Geißler, Paul Heymann, Bruno Heinzel und Chris Heyber.

U 20 weiblich: Wenige Gegner – viele Punkte

Waren die Medaillen in den unteren Altersklassen hart umkämpft, weil bis zu zehn Mannschaften im Start waren, so war die U-20-Konkurrenz nur noch dünn besetzt. Hier bildete unser Verein eine Startgemeinschaft mit Chemnitz. Dabei bekamen es die jungen Damen lediglich mit Gegnerinnen aus Leipzig und Zwickau zu tun, was dem Ehrgeiz keinen Abbruch tat. Mit 4432 Punkten sicherten sie sich den ersten Platz. Die meisten Punkte sammelte dabei Nadja Köhler im Weit- und Hochsprung. Zum Team gehörten weiterhin Antonia Melzer, Laura Steinbach, Vivien Morgenstern, Larissa Hübner, Yasmin Scheithauer, Beverly Krumpfer und Anika Brückner.

U 20 männlich: Ohne Konkurrenz

Ganz ohne Konkurrenz blieben die jungen Männer, doch auch sie holten in der letzten Meisterschaft der Freiluftsaison noch einmal alles aus sich heraus. Dies bescherte ihnen 5530 Punkte, Platz 1 war ihnen ja von vornherein sicher. Herausragend waren dabei die Leistungen von Korbinian Haessler mit der Kugel (15,79m) und dem Diskus (53,74m). Im Hochsprung standen für Florian Schmidt 1,79 Meter zu Buche. Weiteren Anteil am Erfolg hatten Marc-Aurel Loibl, Tim Hatzel, Paul Zeise, Aaron Blei und Samuel Uhlig.

 

 

LV-90-Starter tragen zum Sieg im U-14-Ländervergleich bei

Schon der Medaillengewinn bei der U-14- Landesmeisterschaft war für sechs junge Leichtathleten aus dem mittleren Erzgebirge ein großer Erfolg. Aber jetzt strahlten sie noch etwas mehr, durften sie doch die sächsischen Farben beim Mitteldeutschen U-14-Ländervergleich in Sömmerda vertreten. Nicht nur die Nominierung, die an den Podestplatz auf Landesebene gekoppelt war, sondern auch das Ergebnis sorgte für Stolz. Schließlich setzte sich die Sachsen-Auswahl mit 148 Punkten vor den Teams aus Thüringen (146) und Sachsen-Anhalt (146) durch.

„Alle trugen einheitliche Kleidung, die T-Shirts durften sie hinterher sogar behalten. Das war schon ein tolles Gefühl – genau wie die feierlichen Siegerehrungen mit Sportlern aus drei Bundesländern“, berichtet Trainerin Nadine Beck vom SV 1870 Großolbersdorf. Diesen „Hauch von Nationalmannschaft“ nahm auch ihre Tochter Patricia Beck wahr, die zwei Silbermedaillen zum sächsischen Erfolg beisteuerte. 9,79 Meter mit der Kugel bedeuteten für sie eine persönliche Bestleitung, dazu kamen 1,55 Meter im Hochsprung. Auch Vereinskollegin Zilly-Charleen Rubach als Dritte im Kugelstoßen (9,59 m) und Vierte mit dem Diskus (26,26 m) holte Punkte.

Aus den Reihen des LV 90 Erzgebirge feierte Svenja Hübner mit ihrem Sieg im Speerwerfen den größten Erfolg. Nie zuvor hatte sie so weit geworfen (36,96 m), was ihr eine Ehrenauszeichnung einbrachte. Eine persönliche Bestmarke, die zugleich einen Kreisrekord darstellte, erreichte auch Christopher Arnold. Über 800 Meter verbesserte er in 2:17,58 Minuten die sieben Jahre alte erzgebirgische Bestmarke um wenige Zehntelsekunden. Trotzdem reichte dies nur zu Platz 2. Zweite wurde ebenso Sarah-Michelle Leichsenring über 75 Meter (10,07 s), die zudem für die Staffel antrat. Pech hatte dagegen Malte Kramer, der im Speerwerfen aufgrund einer Schulterverletzung aufgeben musste.

Gleichzeitig durfte der LV 90 an anderer Stelle jubeln. So gewannen die U-12- und U-14-Jungen in Treuen die Regionalmeistertitel über dreimal 800 Meter. Dabei war in der U 14 eine Startgemeinschaft mit Adelsberg bestehend aus Richard Müller, Lasse Platzer und Sandro-Patrice Mittag am Start, die 8:14,04 Minuten benötigte. Gold in der U 12 gewann das LV-90-Trio Cedric Schmidt, Arno Börner und Richard Krauß (8:20,06 min). Die Mädels wurden jeweils Zweite. In der  U 14 bestand die Startgemeinschaft Erzgebirge/Adelsberg aus Lisa Bergelt, Anne Weißbach und Lina Tippmann. Mit Marie Bannier, Lina Abigail Strohbach und Almut Reichel trat in der U 12 ein reines LV-90-Team an.

Und auch aus Taucha gibt es positive News zu vermelden. Beim dortigen Mehrkampf-Meeting sicherten sich Matthäus Hengst (M 10) und Enzo Kieß (M 11) Siege in ihren Altersklassen. Für Alexander Schneider (M 12) und Anina Löser (W 13) reichte es in der Summe aller Disziplinen zu Bronze. Insgesamt waren zwölf Vertreter unseres Vereins am Start, von denen einige neue persönliche Bestleistungen aufstellen konnten.

Und hier noch ein paar Eindrücke vom U-14-Ländervergleich in Sömmerda…

 

 

Elf Medaillen bei U-14-Landesmeisterschaft erkämpft

Das Wetter war etwas kühl, doch im kleinen und schicken Stangendorfer Stadion wurde es richtig heiß. Schließlich kämpften zahlreiche sächsische U-14-Leichtathleten um die Medaillen der Landesmeisterschaften und schenkten sich dabei keinen Zentimeter. Knappe Entscheidungen in vielen Disziplinen waren die Folge, wobei sich aus Vereinssicht Glück und Pech die Waage hielten. Am Ende konnte sich eine Bilanz von elf Medaillen aber durchaus sehen lassen.

Mit dreimal Edelmetall, darunter zweimal Gold, ragte Sarah-Michelle Leichsenring heraus. Und schon an ihrem Wettkampf war zu erkennen, wie dramatisch es mitunter zuging. So schnappte sich Sarah über 75 Meter in 10,19 Sekunden den Titel – zwei Hundertstelsekunden vor einer Konkurrentin aus Oederan. Diese drehte über 60 Meter Hürden den Spieß um. Hier musste sich unsere Sportlerin eine Hundertstel hinter der Siegerin mit Silber begnügen. Dafür durfte Sarah in einem anderen mega-spannenden Wettbewerb noch einmal Platz 1 bejubeln. Im letzten Versuch landete sie in der Weitsprunggrube bei 4,84 Meter. Damit sprang sie einen Zentimeter weiter als die bis dahin Führende. Das Pokerspiel, den ersten Versuch zugunsten des Hürden-Finales auszulassen, war also aufgegangen.

Wie eng es im U-14-Feld zuging, zeigte sich auch im Ballwerfen der W 12. Hinter der Siegerin hatten hier gleich drei Werferin eine Weite von 45 Metern. Der zweitbeste Versuch musste also bei der Medaillenvergabe entscheiden, wobei Lara Böhm Pech hatte. Für sie wurde es Platz 4. Trösten konnte sie sich mit Bronze im Kugelstoßen. Strahlen konnte nach einem engen Wettkampf auch Richard Müller. Er wurde im Weitsprung der M 12 Vizemeister. Mit 4,53 Metern hatte er einen Zentimeter Vorsprung auf Platz 3. Weitere dritte Plätze belegten Vanessa Simm (Hochsprung/1,38 m), Maike Schettler (800 m) und Curt Aurich (75 m). Letzterer übrigens zeitgleich mit einem weiteren Sportler. Womöglich hätte es auch für die Jungen-Staffel zu Platz 3 gereicht, doch ein Wechsel wurde verpatzt.

Natürlich gab es aber auch klare Entscheidungen – so wie den Sieg von Svenja Hübner im Speerwerfen. Mit 33,96 Metern – einer neuen persönlichen Bestweite – lag sie klar vor der Konkurrenz. Auch Ausdauer-Spezialist Christopher Arnold übertraf über 800 Meter seinen alten Bestwert und sicherte sich in 2:17,97 Minuten souverän Gold. Einen weiteren persönlichen Bestwert lieferte zudem Malte Kramer im Speerwerfen der M 13 ab. Lohn für seine 35,79 Meter war die Silbermedaille. Damit sicherte auch er sich eine Nominierung für den Ländervergleich am kommenden Wochenende. Voraussetzung dafür war ein Podestplatz bei der Landesmeisterschaft. Ob aber auch alle Medaillengewinner tatsächlich in Sömmerda gegen die Auswahlen Thüringens und Sachsen-Anhalts antreten, bleibt abzuwarten. Schließlich stehen zeitgleich noch ein Mehrkampf in Taucha und die Staffel-Regionalmeisterschaften der U 14 auf dem Programm.

Ergebnisse

W 12, 800 m: 3. Maike Schettler, 4. Lina Tippmann, 9. Vanessa Simm; Hochsprung: 3. Vanessa Simm; Kugelstoß: 3. Lara Böhm, 6. Nora Richter, 13. Klara Langer; Ballwurf: 4. Lara Böhm, 13. Klara Langer

M 12, 75 m: 3. Curt Aurich; 800 m: 14. Richard Müller; Weitsprung: 2. Richard Müller, 10. Charly Georgi

W 13, 75 m: 1. Sarah-Michelle Leichsenring; 800 m: 5. Tizia Schreiter; 60 m Hürden: 2. Sarah-Michelle Leichsenring; Hochsprung: 5. Sarah-Michelle Leichsenring,
6. Svenja Hübner; Weitsprung: 1. Sarah-Michelle Leichsenring; Speerwurf: 1. Svenja Hübner, 9. Rosalie Weber

M 13, 800 m: 1. Christopher Arnold; Speerwurf: 2. Malte Kramer