Hallen-Landesmeisterschaft bringt 10 Titel und elf weitere Medaillen

„Mit dieser Medaillenausbeute sind wir sehr zufrieden, zumal ja noch Athletinnen wie Sarah Schmidt und Annika Gärtz fehlten“, lautet die Bilanz von Trainer Sven Lang nach der Hallen-Landesmeisterschaft in Chemnitz. Nachdem in den Wochen zuvor stets die jüngeren Sportler gefordert waren, griffen nun auch die Frauen und Männer ins Geschehen ein. Und das aus LV-90-Sicht äußerst erfolgreich: „Wir waren besser als im vergangenen Jahr.“

Inklusive der auch diesmal aktiven Nachwuchssportler, die unter anderem in den Staffelläufen antraten, standen am Ende 21 Medaillen für unseren Verein zu Buche, darunter zehn Titel. Neben dem Edelmetall sorgten auch die gezeigten Leistungen für Zufriedenheit. „Acht Normen für die Deutschen Hallen-Meisterschaften wurden bislang erfüllt. Und die U-20-Titelkämpfe in den einzelnen Disziplinen stehen ja erst am Samstag an“, sagt Sven Lang, der dem nationalen Saisonhöhepunkt optimistisch entgegen blickt.

Tolle Zeiten auf der Tartanbahn

Für den Höhepunkt des Wettkampf-Wochenendes sorgte Christina Schwanitz, indem sie das Kugelstoßen der Frauen mit einer Jahresweltbestleistung von 19,07 Metern gewann. Doch auch nebenan auf der Tartanbahn wurde gejubelt. Vor allem Viktoria Dönicke riss die Hände hoch, als sie in 7,36 Sekunden den 60-Meter-Sprint der Damen gewann. Sie lief ebenso persönliche Bestzeit wie Lisa Grünert (7,56 s), die als Zweite den Doppelsieg perfekt machte. Auch bei den Männern lief es dank Lukas Hain super. Neben Bronze über 60 Meter (6,91 s) gewann und er über 200 Meter in 21,82 Sekunden sogar den Titel.

Fehlen durften in der Erfolgsliste natürlich auch die Werfer nicht. Allen voran Korbinian Haessler, der im U-20-Diskuswerfen mit einer Siegerweite von 57,29 Metern glänzte und damit einen tollen Einstand im roten LV-90-Trikot hinlegte. Auf der Winterwurfanlage des Chemnitzer Sportforums durften sich auch die Hammerwerfer Franz Lorenz (U 20/60,18 m) und Jeremy Neubert (U 16/37,30 m) über Gold freuen. Dazu kamen noch die Siege von Larissa Stiehler (U 18), die weder mit der Kugel (13,17 m) noch mit dem Diskus (38,51 m) zu schlagen war. In der gleichen Altersklasse legte Nela Herzog noch einen ersten Platz im Dreisprung (11,73 m) nach – sowie Bronze im Weitsprung.

Staffeln mit Tempo und Ausdauer

„Ganz stark war auch das gute Abschneiden der U-14-Staffeln“, lobt Sven Lang den Nachwuchs. Auf der Tartanbahn sicherten sich die Lauf-Teams einen kompletten Medaillensatz. Den Sieg stellten dabei Florentine Fenzl, Lina Tippmann und Maike Schettler über dreimal 800 Meter sicher. 7:54,91 Minuten betrug ihre Siegerzeit. Silber sicherten sich die U-14-Jungs in der Sprint-Staffel. Mit einer Zeit von 55,59 Sekunden mussten Enzo Kieß, Curt Aurich, Felix Voigt und Jerome Düringer nur dem Dresdner SC den Vortritt lassen. Und auch über Ausdauer verfügt unsere männliche U 14, wie der dritte Platz von Richard Müller, Curt Aurich und Arno Börner über dreimal 800 Meter beweist.

Noch weiter musste Anna-Chiara Nitschke für ihren dritten Platz laufen. Die U-18-Starterin gehörte über 1500 Meter zur Spitzengruppe. Komplettiert wurde die Medaillensammlung durch Rick Schlömilch (U 20), der Silber mit Diskus und Hammer gewann, Florian Schmidt (2./Diskus) und Lissy Rodehacke (2./Weitsprung). Doch schon am Wochenende könnten weitere Podestplätze hinzu kommen, denn dann stehen noch die Titelkämpfe der U 16 und U 20 auf dem Programm.

 

 

Frauen, 60 m: 1. Viktoria Dönicke, 2. Lisa Grünert; 1500 m: 4. Emilia Sippel; Weitsprung: 2. Lissy Rodehacke; Kugel: 1. Christina Schwanitz, 5. Julia Weisenberg

Männer, 60 m: 3. Lukas Hein; 200 m: 1. Lukas Hein; Kugel: 4. Dominik Lewin

U 20 (m), Diskus: 1. Korbinian Häßler, 2. Rick Schlömilch; Hammer: 1. Franz Lorenz, 2. Rick Schlömilch

U 18 (w), 60 m: 4. Nela Herzog; 200 m: 18. Lena Bräuer; 400 m: 4. Elise Mann; 1500 m: 3. Anna-Chiara Nitschke; 60 m Hürden: 4. Luise Ebersbach; Weitsprung: 3. Nela Herzog, 6. Antonia Melzer, 8. Laura Steinbach; Dreisprung: 1. Nela Herzog; Kugel: 1. Larissa Stiehler; Diskus: 1. Larissa Stiehler; 4-mal 200 m: 2. SG Erzgebirge, 5. SG Erzgebirge II

U 18 (m), 200 m: 11. Lukas Wolfram, 12. Axel Sven Gerlach; 400 m: 8. Axel Sven Gerlach, 12. Max Meyer; 1500 m: 10. Tilman Reichel; Weitsprung: 7. Axel Sven Gerlach; Kugel: 4. Florian Schmidt; Diskus: 2. Florian Schmidt; 4-mal 200 m: 4. SG Erzgebirge

U 16 (m), Hammer: 1. Jeremy Neubert

U 16 (w), Diskus: 6. Claudia Lein; Speer: 9. Svenja Hübner

U 14 (m), 4-mal 100 m: 2. SG Erzgebirge, 5. SG Erzgebirge II; 3-mal 800 m: 3. SG Erzgebirge, 7. SG Erzgebirge II

U 14 (w), 4-mal 100 m: 7. SG Erzgebirge; 3-mal 800 m: 1. SG Erzgebirge, 10. SG Erzgebirge II

Auf sächsischer und mitteldeutscher Ebene sechs Medaillen erkämpft

Gleich drei Wettkämpfe auf einmal? Das geht nun wirklich nicht. Doch: im Chemnitzer Sportforum. Dort wurden am vergangenen Wochenende die sächsischen Meister über 3000 Meter ermittelt. Parallel dazu standen noch zwei Mehrkampf-Wettbewerbe auf dem Programm. Dabei handelte es sich einerseits um die Landesmeisterschaft der Altersbereiche U 14 und U 16. Außerdem wurden ab der U 18 aufwärts die Medaillen der Mitteldeutschen Meisterschaft im Mehrkampf vergeben. Das Positive gleich zu Beginn: Bei allen drei Wettkämpfen war unser Verein auf dem Treppchen vertreten.

Als Meisterin zurück zu den Wurzeln

Für den Höhepunkt sorgte dabei Annika Gärtz. Ganz im Stile von Hürdensprinterin Cindy Roleder, die sich seit 2013 durch den Mehrkampf neue Impulse verschaffte und seither international über die Hürden für Furore sorgt, wollte sich auch unsere Weitsprung-Expertin in verschiedenen Disziplinen beweisen. Für sie stellte dies eine Art Rückkehr zu den Wurzeln dar, da sie schon früher im Mehrkampf recht erfolgreich war. Bis zur U-18-Weltmeisterschaft führte ihr Weg. 2011 belegte sie dabei im französischen Lille Platz 7. Zum großen Durchbruch fehlte ihr aber das Können im Speerwerfen, daher galt die volle Konzentration später dem Weitsprung.

Um ein neuen Reiz zu setzen, ging es nun zurück zum Weitsprung. Und dabei stellte Annika eine tolle Form unter Beweis. Zwar war ihr der mitteldeutsche Titel von vornherein sicher, weil sie die einzige Frau im Feld war. Auf Motivation und Konzentration in den fünf Disziplinen hatte dies jedoch keinen negativen Einfluss. Gute Leistungen über 60 Meter Hürden (9,13 s), im Weitsprung (6,21 m), Kugelstoßen (12,39 m), Hochsprung (1,56 m) sowie im abschließenden 800-Meter-Lauf (2:29,50 min) brachten unserer Sportlerin 3873 Punkte ein. Damit konnte sie sich für die Deutsche Hallen-Meisterschaft am 26. Januar empfehlen. Ebenfalls gute Ergebnisse lieferten unsere beiden U-18-Starterinnen Nela Herzog und Antonia Melzer ab, die quasi aus der Kalten den Sprung in die Top Ten schafften.

Wechsel an die Sportschule trägt Früchte

Für unsere jüngeren Mehrkämpfer lief es in Chemnitz nicht ganz so optimal, was auch an der hochkarätigen Konkurrenz lag. „Dresden und Leipzig waren diesmal ganz stark vertreten. Dadurch hatten die Landesmeisterschaften ein höheres Niveau als in den vergangenen Jahren“, bilanziert Trainer Rolf Kohlmann. Zum LV-90-Abschneiden in der U 14 und U 16 lässt sich sagen, dass der Verein in der Breite gut aufgestellt ist. Es fehlten jedoch die Ausreißer nach oben. Mit Rosalie Weber, die Bronze in der W 14 gewann, schaffte es nur eine Starterin aufs Podest. Sie stellte mit dieser Medaille unter Beweis, dass sich der im September vollzogene Wechsel an die Chemnitzer Sportschule für sie belohnt hat.

Mit Neuzugang Lennya Fuhrmann (4.) schnupperte in der gleichen Altersklasse noch eine weitere Vereinsvertreterin am Podest. Auch andere überzeugten die Trainer, indem sie mitunter in den einzelnen Disziplinen sogar neue persönliche Bestleistungen aufstellten. Zu weiterem Edelmetall reichte es allerdings nicht mehr, auch wenn Felix Voigt (4./M 12) nah dran war. Womöglich hätte Sarah-Michelle Leichsenring noch in den Medaillenkampf eingreifen können, doch sie musste verletzungsbedingt noch pausieren. Viele Trainingskollegen schafften es immerhin ins vordere Mittelfeld.

Im Schlussspurt zum Titel

Beeindruckend fällt die Bilanz unserer Ausdauer-Spezialisten aus. Von acht Teilnehmern erklomm die Hälfte das Podest – und dank Christopher Arnold gab es einen weiteren Titelgewinn zu bejubeln. Allerdings musste er diesmal noch härter kämpfen als sonst. „Zum ersten Mal hat Christopher sein Rennen nicht komplett dominiert“, berichtet Rolf Kohlmann. Grund dafür war sicherlich die Tatsache, dass es die M-14-Starter diesmal auch mit den Vertretern des höheren Jahrgangs (M 15) zu tun bekamen. Zwischenzeitlich betrug der Rückstand zur Spitze fast 40 Meter. „Aber er hat sich die Kräfte gut eingeteilt“, lobt der Trainer. So hatte Christopher im Ziel dann doch über drei Sekunden Vorsprung.

Für drei weitere Medaillen sorgten unsere Mädels. In der  U 16 wurde Anne Weißbach mittelsächsische Vizemeisterin. Hinter ihr sicherte sich zudem Paula Mannsfeld einen Platz auf dem Treppchen. Einen weiteren dritten Platz gab es in der U 18 zu vermelden, wo Anna-Chiara Nitschke ein starkes Trio anführte.

 

 

Mitteldeutsche Mehrkampf-Meisterschaft

U 18 (w): 7. Nela Herzog (2855), 10. Antonia Melzer (2553)

Frauen: 1. Annika Gärtz (3873)

 

Landeshallenmeisterschaft Mehrkampf

W 12: 8. Emilia Aurich (2195), 14. Lotta Beer (2095), 21. Felicitas Jähn (2029), 28. Theresa Kramer (1910)

M 12: 4. Felix Voigt (2022), 7. Enzo Kieß (1959), 9. Richard Krauß (1935), 10. Jerome Düringer (1911), 13. Cedric Schmidt (1863)

W 13: 11. Maike Schettler (2127), 23. Lina Tippmann (2036), 32. Lara Böhm (1945)

M 13: 11. Richard Müller (2017), 17. Curt Aurich (1920), Charly Georgi (1819), 27. Alexander Schneider (1277)

W 14: 3. Rosalie Weber (2423), 4. Lennya Fuhrmann (2422), 11. Svenja Hübner (2332), 14. Lucie Möckel (2273), 28. Tizia Schreiter (2022)

M 14: 18. Malte Kramer (1978)

W 15: 10. Julia Sieber (2414), 12. Liv Zoe Strohbach (2373), 22. Claudia Lein (2108)

M 15: 5. Jeremy Neubert (2692), 6. Max Geißler (2599), 7. Paul Heymann (2546)

 

Landesmeisterschaft (3000 m)

U 16 (w): 2. Anne Weißbach, 3. Paula Mannsfeld

U 16 (m): 1. Christopher Arnold, 5. Hendrik Neubert, 12. Sandro-Patrice Mittag

U 18 (w): 3. Anna-Chiara Nitschke, 5. Helene Müller, 6. Trixi Weiß

Regionalmeisterschaft bietet mehrere Erfolgsgeschichten

Nachdem im Dezember der Mehrkampf absolviert worden war, ging es bei den Regionalmeisterschaften der Altersbereiche U 12 und U 14 diesmal um die Medaillen in den einzelnen Disziplinen. Dabei konnte sich die Bilanz des LV 90 mit 28 Medaillen, darunter fünf goldene, durchaus sehen lassen. Dennoch schlug Trainer Rolf Kohlmann hinterher trotz einigen Lobs auch kritische Töne an: „Schön war, dass wir in allen Altersklassen auf dem Podest vertreten waren. Allerdings haben wir vor allem in der AK 10/11 großen Nachholbedarf.“

Hervorzuheben war auf jeden Fall das Abschneiden der Jungen in der Altersklasse 12. Dank Enzo Kieß und Felix Voigt gab es über 60 Meter einen Doppelerfolg zu bejubeln. Mit Silber gab sich Felix Voigt aber noch längst nicht zufrieden: Als auf der Tartanbahn die Hürden aufgestellt waren, legte er noch einen Titel für unseren Verein nach. Und das, obwohl er vor einem Jahr bei weitem noch nicht in der jetzigen Form war. Weil Lasse Platzer als Zweiter die Ziellinie überquerte, gab es auch in dieser Disziplin einen Doppelsieg.

Zudem überzeugten die beiden männlichen U-14-Staffeln über viermal 50 Meter. Hinter dem LAC Chemnitz liefen Enzo Kieß, Charly Georgi, Curt Aurich und Jerome Düringer zu Silber. Für Arno Börner, Richard Müller, Lasse Platzer und Richard Krauß sprang die Bronzemedaille heraus. Generell konnten sich die Auftritte unserer Staffeln sehen lassen. So wurde auch die männliche U-12-Vertretung in der Besetzung Tim Sternitzky, Max-Luis Lindner, Moritz Pilz und Max Schönfelder Vizemeister. Auf Platz 3 landeten in dieser Altersklasse die Mädels: Alana Mehlhorn, Almut Reichel, Seraphine Landmann und Lina Abigail Strohbach.

Auch als Einzelstarter schrieb so mancher seine eigene Erfolgsgeschichte. So wie Max-Luis Lindner, der erst seit wenigen Monaten bei unserem Verein trainiert. Dies hielt den M-11-Starter nicht davon ab, mit einem neuen Vereinsrekord (2:37,04 min) Vizemeister über 800 Meter zu werden. Auch Lotta Beer, sonst bekannt als Turnerin des TV Grünhainichen, glänzte bei einem ihrer ersten großen Wettkämpfe. Im Hochsprung sicherte sich die W-12-Sportlerin Gold – genau wie Maike Schettler (800 m) und Lara Böhm (Kugel) in der W 13.

W 10, 50 m: 2. Seraphine Landmann; 800 m: 6. Hannah Maneck, 7. Hanna Schiwek; Weitsprung: 3. Seraphine Landmann, 14. Hannah Maneck

M 10, 50 m: 3. Tim Sternitzky, 6. Max Schönfelder; 800 m: 4. Julian Riedel; 60 m Hürden: 3. Tim Sternitzky, 4. Max Schönfelder; Weitsprung: 6. Max Schönfelder, 8. Tim Sternitzky

W 11, 800 m: 6. Almut Reichel, 12. Lina Abigall Strohbach, 13. Angelina Fischer, 14. Alana Mehlhorn; Weitsprung: 7. Almut Reichel, 14. Angelina Fischer, 16. Alana Mehlhorn, 22. Lina Abigall Strobach

M 11, 800 m: 2. Max-Luis Lindner; Weitsprung: 19. Moritz Pilz

W 12, 60 m: 4. Emilia Aurich; 800 m: 9. Felicitas Jähn, 12. Lilly Jo Engelhardt, 14. Barbora Nejedla; Hochsprung: 1. Lotta Beer, 2. Emilia Aurich; Weitsprung: 2. Lotta Beer, 8. Marie Bannier, 12. Theresa Kramer; Kugelstoßen: 4. Lotta Beer, 5. Felicitas Jähn

M 12, 60 m: 1. Enzo Kieß, 2. Felix Voigt, 4. Jerome Düringer, 5. Arno Börner; 800 m: 6. Arno Börner, 7. Richard Krauß, 8. Cedric Schmidt, 9. Nick Leichsenring; 60 m Hürden: 1. Felix Voigt, 2. Lasse Platzer, 5. Cedric Schmidt; Weitsprung: 2. Lasse Platzer, 3. Richard Krauß, 4. Enzo Kieß, 5. Jerome Düringer; Kugelstoßen: 2. Richard Krauß, 5. Felix Voigt, 7. Nick Leichsenring

W 13, 800 m: 1. Maike Schettler, 2. Lina Tippmann; Hochsprung: 2. Vanessa Simm, 3. Maike Schettler; Weitsprung: 6. Maike Schettler, 13. Lina Tippmann; Kugelstoßen: 1. Lara Böhm, 2. Nora Richter, 7. Klara Langer

M 13, 60 m: 2. Curt Aurich, 6. Charly Georgi; 800 m: 3. Richard Müller, 4. Alexander Schneider, 5. Curt Aurich; 60 m Hürden: 4. Richard Müller, 5. Charly Georgi; Weitsprung: 3. Richard Müller, 4. Charly Georgi