Sponsor eins stellt dem LV 90 einen neuen Kleinbus zur Verfügung

Reisen zu Wettkämpfen oder in Trainingslager werden unseren Sportlern in Zukunft wohl noch mehr Freude bereiten. Grund dafür ist ein neues Gefährt, das unserem Verein vom Sponsor eins (Energie in Sachsen) für die nächsten drei Jahre zur Verfügung gestellt wird. Vom Unternehmen soll damit die Vereinsarbeit im Kinder- und Jugendbereich unterstützt werden. Der Transporter bietet bis zu neun Personen Platz und wird bundesweit für Fahrten zu Trainings- und Wettkampfstätten eingesetzt. In Empfang genommen wurde das Gefährt nicht nur vom LV-90-Präsidenten Knut Schreiter, der sich herzlich für die große Unterstützung gedankte, sondern auch von der frisch gebackenen WM-Bronze-Gewinnerin Christina Schwanitz.

Bereits seit 2015 unterstützt eins den LV 90 als Sponsor. Neben dem Spitzensport betrifft dies auch die Förderung des Breitensports. Soziale Projekte, kulturelle Einrichtungen und Veranstaltungen sollen ebenso von dem Engagement profitieren. „Im Breiten- und Nachwuchssport fehlen oft die finanziellen Mittel. Hier sehen wir uns in der Verantwortung. Deshalb unterstützen wir den LV 90 Erzgebirge mit einem Vereinsbus, um die Kinder sicher zur Trainingsstätte bringen zu können und anschließend wieder nach Hause. Wir freuen uns, dass wir mit der Übergabe des Busses einen kleinen Beitrag dazu leisten können, dass die Nachwuchssportler von heute, vielleicht bald die Spitzensportler von morgen sein werden“, erläutert Astrid Eberius, Leiterin der Unternehmenskommunikation und Pressesprecherin, die Beweggründe für das Sponsoring von eins.

Eins ist der führende kommunale Energiedienstleister in Chemnitz und der Region Südsachsen. Das Unternehmen mit Sitz in Chemnitz versorgt rund 400.000 Haushalts- und Gewerbekunden mit Erdgas, Strom, Internet, Wärme und Kälte sowie Wasser und energienahen Dienstleistungen. Eins liegt mehrheitlich in kommunaler Hand. Mit insgesamt 51 Prozent sind zu zwei gleichen Anteilen die Stadt Chemnitz und der Zweckverband „Gasversorgung in Südsachsen“, ein Zusammenschluss von 117 Städten und Gemeinden, beteiligt. Weitere Gesellschafter sind die Thüga AG und die enviaM AG. Mit einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro (Geschäftsjahr 2018) gehört eins zu den größten Unternehmen der Region.

Rund 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in der eins-Gruppe. Rund 80 Prozent der Wertschöpfung fließen in die von eins versorgten Kommunen zurück. Das Unternehmen hat seit dem Jahr 1990 in Südsachsen mehr als 2,7 Milliarden Euro in die Infrastruktur und die Versorgungssicherheit investiert und sichert diese jährlich mit etwa 70 bis 90 Millionen Euro. Der Energiedienstleister engagiert sich für Jugend, Sport, Kultur und soziale Projekte im angestammten Versorgungsgebiet.

Weitere Informationen unter www.eins.de

 

Nachwuchs übertrifft die Erwartungen

Mit einem starken Auftritt beim landesoffenen Mehrkampf von MoGoNo Leipzig haben unsere Nachwuchssportler eine tolle Freiluftsaison abgerundet. Trotz Regen und Kälte erkämpften unsere 20 Vereinsvertreter mehrere Podestplätze. Besonders groß war die Freude bei zwei Mädchen, die noch die E-Kader-Norm knacken konnten. Dabei handelt es sich einerseits um Leni Stückroth, die vor allem in den Disziplinen Ballwurf und Hürdensprint glänzen konnte. Zum anderen erreichte Lina Abigail Strohbach, diesmal besonders stark im Sprint, die nötige Punktzahl.

Damit haben aktuell 24 Sportler die E-Kader-Norm vorzuweisen. Doch ohne den bestandenen Test in Chemnitz ist diese nicht ganz so viel wert. Deswegen freuten sich unsere Trainer auch über die guten Leistungen beim Kadertest in Chemnitz. 18 Athleten unseres Vereins konnten sich dort den Kader-Status sichern. Das sind deutlich mehr als vor der Saison erwartet. Und noch ist das Ende der Fahnenstange nicht erreicht, denn am 8. November wird es einen weiteren Termin für diese Herausforderung geben. Heiß darauf sind unter anderem vier LV-90-Talente, die den Test in Chemnitz verletzungsbedingt verpassten.

18 Talente meistern Kader-Test

Aktuell können wir folgenden Sportlern gratulieren – W 10: Seraphine Landmann, Leni Stückroth; W 11: Almut Reichel, Angelina Fischer, Lina Abigail Strohbach; W 12: Felicitas Jähn, Marie Bannier, Emilia Aurich, Lotta Beer; M 10: Marc Buschmann, Maxim Gassmann; M 11: Max Luis Lindner; M 12: Arno Börner, Cedric Schmidt, Enzo Kieß, Jerome Düringer; M 13: Richard Müller und Curt Aurich. Für Felix Voigt, Lasse Platzer, Leonie Schürer, Lina Tippmann, Maike Schettler und Pia Wetzel geht es noch darum, den Test zu bestehen.

Seraphine Landmann hatte kurz zuvor auch beim Sprint-Cup mit Bronze in der W 10 geglänzt. Es war eine von fünf Medaillen des LV 90 bei diesem Finale in Chemnitz. Ebenfalls Platz 3 belegte dabei Ernst Sieber in der M 9. Für Leni Schiefer (W 9), Anny Buschbeck (W 8) und Tim Sternitzky (M 10) reichte es in ihren Altersklassen sogar zu Silber.

Viele Leistungen vereinsintern geehrt

Eine Siegerehrung der etwas anderen Art gab es dann noch daheim in Gelenau, denn dort wurden auf vereinsinterner Ebene Sportler für ihre Erfolge in diesem Jahr ausgezeichnet. Unter anderem wurden dabei diejenigen nach vorn gebeten, die bei den Landesjugendspielen in Dresden den Sprung aufs Podest geschafft hatten. So wie Maike Schettler, die über 800 Meter Gold gewonnen hatte. Als Zweite hatten auch Enzo Kieß (75 m) und Lara Böhm (Kugel/Diskus) sehr gut abgeschnitten. Mit Bronze waren Arno Börner (Weitsprung) und Leonie Schürer (75 m) heimgekehrt.

In Gelenau wurden auch tolle Leistungen bei Regionalmeisterschaften wie die fünf Medaillen von Seraphine Landmann oder der tolle Sprint von Jerome Düringer bedacht. Beide wurden ebenso an die Sportschule delegiert wie Lara Böhm. Zur vereinsinternen Ehrung am 15.11.2019 gehören auch die Auszeichnung der D-1-Kader Liv-Zoe Strohbach, Paula Mannsfeld, Lennya Fuhrmann, Helena Zietzsch, Svenja Hübner, Jeremy Neubert und Christopher Arnold. D-2-Kader sind Marc Aurel Loibl, Rick Schlömilch, Nela Herzog und Larissa Stiehler.

 

WM-Bronze fühlt sich für Christina Schwanitz an wie ein Sieg

Nach heißen Tagen im heißen Doha ist Christina Schwanitz in Deutschland eher herbstlich empfangen worden. Die Sonne strahlte zwar nicht, dafür aber Knut Schreiter. Der Präsident des LV 90 Erzgebirge war zusammen mit der Frau von Sven Lang nach Berlin gefahren, um das WM-Duo am Flughafen Tegel in Empfang zu nehmen. Mit dabei hatte unser Klubchef übrigens auch eine Flasche Bier, denn das Thema hatte via TV weltweit fürGesprächsstoff gesorgt. Weil das Bier in Doha 15 Euro kostete, hatte Christina Schwanitz auf diese traditionelle Stärkung am Abend vor ihrem Wettkampf verzichtet. Dennoch gelang der 33-Jährigen am Persischen Golf mit Platz 3 ein Erfolg, der sie selbst vor der TV-Kamera zu Tränen rührte.

„Wahnsinn, wie sie das alles hinbekommt“, zollte Sven Lang seinem Schützling Respekt – in Anspielung auf Training, Wettkämpfe, Studium und nicht zuletzt die Rolle als Mutter von Zwillingen. Und auch Knut Schreiter fand nur lobende Worte für die frisch gebackene WM-Dritte: „Es ist eine riesige Leistung, über solch einen langen Zeitraum hinweg zur Weltspitze zu gehören.“ Gemeint sind die Jahre von 2013 bis 2019, in der Christina dreimal WM-Edelmetall gewinnen konnte. Nach Gold und Silber komplettierte sie nun mit Bronze ihren Medaillensatz.

Die Emotionen, der Druck und der Stress der vergangenen Tage waren der LV-90-Kugelstoßerin bei ihrer Rückkehr aus Doha deutlich anzumerken. „Der Zeitunterschied, das Klima und die Reise selbst haben ihr ganz schön zu schaffen gemacht. Sie war erschöpft, aber glücklich“, berichtet der LV-90-Präsident, der wie fast alle anderen Vereinsmitglieder zu später Stunde am Fernseher mitgefiebert hatte. Mit 19,17 Metern hatte sich Christina in einem dramatischen Wettkampf stark zurückgemeldet und musste somit nur der Titelverteidigerin Gong Lijiao aus China und der Jamaikanerin Danniel Thomas-Dodd den Vortritt lassen. „Gefühlt war es für sie Gold“, so die einhellige Meinung aller Beteiligten.

Beeindruckende Bilanz bei Landesmannschaftsmeisterschaften erreicht

Bei den Team-Landesmeisterschften in Eilenburg avancierte der LV 90 Erzgebirge zum erfolgreichstenVerein Sachsens. Denn niemand sonst brachte das Kunststück fertig, alle Mannschaften aufs Podest zu bekommen. In den fünf Wettbewerben sprangen zwei Titel, zwei Silber- und eine Bronzemedaille für unseren Verein heraus.

Jeweils überragende Siege erkämpften das Mix-Team der U 20 in der Besetzung Marc-Aurel Loibl, Elias Lämmel, Axel Sven Gerlach, Larissa Stiehler, Nela Herzog und Elise Mann. Wie bei den anderen Teams war auch hier die mannschaftliche Geschlossenheit ausschlaggebend. Lobend erwähnt sei dennoch Axel Sven Gerlach, der sich gesundheitlich leicht angeschlagen in den Dienst der Mannschaft stellte. Außerdem glänzten Marc Aurel (50,86 m) und Larissa (30,44 m) mit dem Speer, den sie sonst kaum in die Hand nehmen.

Auch die U-16-Mädchen Liv Zoe Strohbach, Lenney Fuhrmann, Paula Mannsfeld und Rosalie Weber waren nicht zu schlagen. In den fünf Disziplinen stand viermal Rang eins und einmal Platz zwei für den LV 90 zu Buche, was für die Überlegenheit unserer Mädels spricht. Eine von vielen herausragenden Leistungen waren die 13,16 Sekunden, die Liv Zoe über 100 Meter benötigte.

Tolle zweite Plätze errangen die Jungen des LV 90 in der U 16 und U 14. Dabei mussten die älteren – in der Besetzung Paul Heymann, Jeremy Neubert, Sandro Patrice Mittag und Christopher Arnold – nur der Stadtauswahl Dresden den Vortritt lassen. „Alle waren durch die Bank weg solide“, lautet die Einschätzung von Trainer Maik Werner.

In der U 14 landeten Curt Aurich, Enzo Kieß, Richard Müller und Charly Georgi hinter dem LAC Erdgas Chemnitz und vor dem SC DHfK Leipzig auf dem Silberrang. Dabei beeindruckte vor allem Curt im Sprint, als die Uhr bei 10,06 Sekunden stehen blieb.

Bronze gab es für unsere weibliche U-14-Vertretung, die sich mit Felicitas Jähn, Emilia Aurich, Leonie Schuerer und Pia Wetzel einen harten Kampf mit dem SC DHfK Leipzig und dem Dresdner SC lieferte. Beispielhaft für die tollen Ergebnisse waren die 51,50 Meter von Pia im Ballwerfen. Auch unsere jüngsten Mädels trugen zur tollen Bilanz bei,  denn damit war der LV 90 Erzgebirge der einzige Verein Sachsens, der mit seinen Athleten in allen Entscheidungen auf dem Podium stand. Danke an alle Betreuer und Helfer wie zum Beispiel Gunter Hüttner, der einen Kleinbus für die Anreise zur Verfügung stellte!

Ergebnisse:
U14 (m): 1. LAC Erdgas Chemnitz, 2. LV 90 Erzgebirge, 3. SC DHfK Leipzig
U14 (w): 1. SC DHfK Leipzig, 2. Dresdner SC, 3. LV 90 Erzgebirge
U16 (w): 1. Stadtauswahl Dresden, 2. LV 90 Erzgebirge, 3. LAC Erdgas Chemnitz
U16 (w): 1. LV 90 Erzgebirge, 2. Stadtauswahl Leipzig, 3. SC DHfK Leipzig
U20 (mix): 1. LV 90 Erzgebirge, 2. StG. Torgau-Eilenburg, 3. SF Neukieritzsch

 

 

Erzgebirgsauswahl erlebt unvergesslichen Wettkampf in Tschechien

Diesen Ausflug werden alle Beteiligten wohl nie vergessen. „Es waren mehr als 1000 Teilnehmer aus 18 Ländern am Start, darunter die Sportschul-Nationalmannschaften aus Russland, Malta, Bulgarien und der Slowakei“, sagt Trainer Maik Werner über die European Kids Athletic Games im tschechischen Brno. Am Start war dort eine Auswahl, die neben zehn LV-90-Athleten auch Vertreter der Vereine aus Großolbersdorf, Ehrenfriedersdorf, Gornsdorf und Schwarzenberg umfasste. Zusammen bildeten die 17 Sportler das Team Erzgebirge, das beim Einmarsch unter deutscher Flagge ins Stadion kam. „Schon allein diese Zeremonie war ein unvergessliches Erlebnis, zumal sie als Livestream im Internet lief“, so der Trainer.

Wie die Eröffnung bot auch das Stadion selbst ein Flair, das an große internationale Wettkämpfe erinnerte. Allerdings waren die Starter auf der blauen Tartanbahn auf sich allein gestellt, denn es handelte sich nicht um einen Team-Wettkampf. „Jeder hat drei oder vier Disziplinen absolviert. Dazu kam dann noch die Staffel“, berichtet Maik Werner. Angesichts der großen und zudem noch starken Konkurrenz zogen sich die Wettbewerbe hin, doch das störte diesmal niemanden. Allein im 300-Meter-Lauf der U-16-Mädchen waren mehr als 30 Läufe nötig, um die Zeiten der fast 200 Teilnehmerinnen zu ermitteln. Für LV-90-Läuferin Liv Zoe Strohbach stand letztlich der fünftbeste Wert zu Buche. Ein tolles Ergebnis. „Jede Final-Teilnahme oder Top-Ten-Platzierung war dort ein riesiger Erfolg“, betont der Trainer.

Aus Vereinssicht waren die Höhepunkte in den Kugelstoß-Wettbewerben der AK 15 zu erleben. Sowohl Claudia Lein (10,64 m) als auch Jeremy Neubert (15,69 m) ließen dort die Konkurrenz hinter sich. Christopher Arnold schrammte als Vierter über 1500 Meter nur knapp am Podest vorbei. Ähnlich erging es auch Zilly-Charleen Rubach vom SV 1870 Großolbersdorf im Kugelstoßen der W 14. Für Svenja Hübner vom LV 90 sprang immerhin Platz 6 mit dem Speer heraus. Und auch die Viermal-60-Meter-Staffeln durften sich über die Ränge 5 (Jungen) und 6 (Mädchen) freuen. Zu den beiden Goldmedaillen kam somit kein weiteres Edelmetall hinzu. Doch auch so war es ein toller Wettkampf mit tollen Ergebnissen, über das sich alle Mitglieder der Auswahl freuten. Dazu gehörten vom LV 90 noch Rosalie Weber, Paula Mannsfeld, Julia Sieber, Paul Heymann und Sandro-Patrice Mittag. Aus Großolbersdorf waren neben Zilly-Charleen Patricia Beck und Vanessa Löffler dabei. Dazu kamen noch Fanny Heinz und Marie Stopp vom TTL Ehrenfriedersdorf, Lucy Queck vom TSV Elektronik Gornsdorf sowie Leonard Stein von der WSG Schwarzenberg-Wildenau.

So schön der viertägige Ausflug nach Brno auch war: Der Anlass war eigentlich ein trauriger, denn der Wettkampf ist als Ersatz für einen langjährigen Schüler-Ländervergleich in den Terminkalender gerutscht. „Leider ist dieser jetzt zum zweiten Mal ausgefallen“, erklärt Maik Werner, der mit einer Erz-Auswahl sonst jeden Sommer gegen Teams aus Louny (Tschechien), Lucenec (Slowakei) und Salgotarjan (Ungarn) angetreten war. Nachdem dieser Wettkampf vor drei Jahren zum 32. Mal ausgetragen worden war, gebe es nun wegen finanzieller Engpässe kaum noch Hoffnung auf eine Fortsetzung. Der Kreisfachverband hat sich laut Maik Werner aber darauf verständigt, dass künftig eine 40-köpfige Auswahl aus dem Erzgebirge regelmäßig zu den Kids Games nach Brno fahren soll. Die zweite September-Woche 2020 ist also schon mal fest vorgemerkt.

Möglich wurde die erste Reise dorthin durch die Hilfe von Unterstützern und Sponsoren. So wurden die Busse für die Fahrt nach Tschechien von Matthias Feist (Autoteile und Service Ehrenfriedersdorf), die Präzisionstechnik Köhler GbR aus Ehrenfriedersdorf, Marc Kischkewitz (Intensiv Leben Gmbh) sowie der Gemeinde Gelenau zur Verfügung gestellt.

Gute Ergebnisse bei Schüler-Ländervergleichen

Wie es sich für das Internet gehört, hier gleich mal die aktuellsten Infos vornweg: Bei den Landesmannschaftsmeisterschaften hat es der LV 90 als einziger Verein geschafft, alle Teams aufs Podest zu bringen. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt in Kürze. Aber wir wollen auch noch aufzeigen, dass diese Ergebnisse nicht von ungefähr kommen. Denn schon in den Vorwoche haben sich viele Athleten in starker Form präsentiert. Auch dabei war neben Leistung übrigens Teamgeist gefragt, denn es ging um den Sieg bei Schüler-Ländervergleichen. In Zittau, wo die U 16 gefordert war, konnte Jeremy Neubert einen Sieg im Hammerwerfen (48,29 m) sowie Silber mit der Kugel erkämpfen. 16,53 Meter stellten dabei eine persönliche Bestleistung dar.

Mit Platz 5 sammelte auch Paul Heymann im Hochsprung (1,65 m) Punkte für Sachsen. Bei den Mädchen belegten Liv Zoe Strohbach (300 m/43,73 s) und Tizia Schreiter (2000 m/7:16,07 min) vierte Plätze. Dazu kam noch Rang 7 von Paula Mannsfeld, die die 800 Meter in 2:31,15 Minuten bewältigte. Damit trugen sie alle zum Sieg der sächsischen Auswahl gegen die internationale Konkurrenz aus Tschechien und Polen bei. Für die U-14-Auswahl des Freistaats reichte es dagegen beim Mitteldeutschen Ländervergleich in Leuna nicht ganz zum Sieg. Dass hinter Sachsen-Anhalt und vor Thüringen aber immerhin Platz 2 heraussprang, war auch ein Verdienst von Lara Böhm. Die Gelenauerin gewann das Kugelstoßen mit 11,52 Metern und wurde mit dem Diskus (24,17 m) Fünfte.

Übrigens: Auch zum tollen Wettkampf der Erz-Auswahl im tschechischen Brünn gibt’s bald News… Einfach unvergesslich für alle Beteiligten!

Christina Schwanitz und Tom Walsh glänzen bei 16. Werfertag in Thum

Zunächst einmal gingen alle Blicke nicht ins Stadion gen Weitenmarkierung, sondern nach oben gen Himmel. Rund zwei Stunden hatte es am zeitigen Nachmittag geregnet und weitere dunkle Wolken zogen auf. Doch dann schloss Petrus pünktlich zu Wettkampfbeginn seine Schleusen und gewehrte sogar der Sonne ein wenig Platz. Offenbar wollte auch er einige Blicke erhaschen vom 16. Internationalen Thumer Werfertag, der es in sich haben sollte. Hohes Niveau bot beispielsweise das Diskuswerfen der Männer – gleich sieben der neun Teilnehmer übertrafen 62 Meter. Als abschließende Höhepunkte erwiesen sich die Kugelstoßwettbewerbe, in denen die knapp 2000 Zuschauer einen Krimi und einen Meeting-Rekord erlebten. Doch der Reihe nach…

Der Auftakt war wieder einmal den Jugend-Vertretern vorbehalten – und schon deren Wettbewerbe waren international besetzt. Beachtliche Weiten standen daher auf den Anzeigetafel – so wie die 59,13 Meter des Tschechen Jakub Forejt, der sich damit den Diskus-Sieg in der U 20 sicherte. Da hatte auch Lokalmatador Korbinian Häßler (57,54 m) als Zweiter das Nachsehen. Auch im Kugelstoßen dieser Altersklasse gingen der Sieg nach Tschechien – in Person von David Tupy (18,14 m) – sowie Platz 2 an den gastgebenden LV 90 Erzgebirge, vertreten durch Marc-Aurel Loibl (17,10 m). In der U 18 sicherte sich Matteo Maulana mit 57,42 Metern den Sieg im Diskuswerfen, gefolgt von Florian Schmidt (LV 90/54,06 m). Steven Richter, der in sechs Versuchen ohne gültigen Wert blieb, betrieb im Kugelstoßring Wiedergutmachung. Hinter Sieger Kevin Reim (18,82 m) von der WSG Schwarzenberg-Wildenau belegte der Gelenauer mit starken 18,54 Metern den zweiten Platz.

Für die Männer stand als erstes das Speerwerfen auf dem Programm. Obwohl die ganz Großen wegen der Diamond League passen mussten, hatte sich ein gut besetztes Feld aus vier Ländern zusammengefunden. Der Sieg ging dabei letztlich in die Ukraine. Und zwar weil Oleksandr Nychyporchuk mit 81,77 Metern die beste Weite des Tages erreichte. Als einziger konnte er die 80er-Marke knacken. Für den Zweitplatzierten Petr Frydrych aus Tschechien standen 78,96 Meter zu Buche. Wie der Pole Hubert Chmielak (78,62 m) Bronze holte, war das Podest aus internationaler Sicht bunt besetzt. Bester Deutscher war Jonas Bonewit, der auf Platz 5 landete (70,28 m).

Und weiter ging’s hinüber in den Diskusring, wo es selten so eng zuging wie diesmal. Gleich sieben Athleten übertrafen die 62-Meter-Marke deutlich. In diesem Wettbewerb war auch Skandinavien vertreten – und der Norweger Ola Stunes Isene mischte gleich ganz vorn mit. Seine 64,99 Meter reichten zwar, um den ebenfalls gut aufgelegten Martin Wierig (64,91 m) mit hauchdünnem Vorsprung auf Platz 3 zu verweisen. Den Sieg musste der Norweger allerdings einem Starter aus Rumänien überlassen. Gemeint ist Alin Firfirika, der mit seinen 65,50 Metern an diesem Tag nicht zu schlagen war.

Auch im Kugelstoßen der Damen schien der Siegerpokal diesmal ins Ausland zu gehen. Dabei hatte sich Christina Schwanitz so viel für ihr Heimspiel vorgenommen – nach ihrem starken Auftritt in Zürich womöglich etwas zu viel. „Ich war übermotiviert“, gestand die LV-90-Starterin hinterher – und nannte damit einen Grund, warum beinahe der Balken am Kugelstoßring dran glauben musste. So heftig hatte die WM-Starterin dagegen getreten, weil es zunächst nicht so lief wie geplant. Stattdessen bescherte die unbekümmerte Art von Jessica Ramsey der US-Amerikanerin gleich im ersten Stoß die Führung. Ihre Bestmarke von 18,98 Metern hielt bis zum letzten Durchgang. Dann schlug doch noch die große Stunde von Christina Schwanitz. Angefeuert von den Zuschauern packte sie zum Abschluss 18,99 Meter aus – und dankte anschließend den Fans: „Ihr seid ein tolles Publikum!“ Ein Zentimeter Vorsprung reichte zum Sieg. Der Abstand zu Sara Gambetta (3./18,16 m) vom SV Halle war schon etwas größer.

Der Höhepunkt des Abends sollte aber erst noch folgen. Verantwortlich dafür war der Neuseeländer Tom Walsh, der gleich mit seinem ersten Stoß (22,15 m) einen neuen Meeting-Rekord aufstellte. Da konnten sich die anderen noch so strecken. Gleich sechs Starter übertrafen die 20-Meter-Markierung. Einer davon war der frisch gebackene Deutsche Meister Simon Bayer, der mit 20,12 Metern aber nur Sechster wurde. Er musste zwei US-Amerikanern sowie Mesud Pezer (3./20,90 m) aus Bosnien-Herzegowina den Vortritt lassen. Für einen neuseeländischen Doppelerfolg sorgte Jacko Gill (21,21 m), doch an Walsh kam auch er nicht heran. Der alte und neue Sieger lobte hinterher das Thumer Meeting für seine familiäre Atmosphäre: „Die Ränge sind hier so nah, das bringt Energie.“ Auch der Kontakt zu den Zuschauer ist für den WM-Titelaspiranten ungemein wichtig. Die vielen Autogramm- und Foto-Wünsche empfand er neben dem Siegerpokal als weitere Belohnung für seine Leistung.

Von den jungen Zuschauern, die am Ende Christina Schwanitz, Tom Walsh und Co. um Autogramme baten, waren einige kurz zuvor noch im Einsatz gewesen. Und zwar beim Schlagball-Cup der Grundschulen, bei dem sich diesmal die Grundschule Burkhardtsdorf mit 289,50 Metern die Siegtrophäe sicherte. Auch das war eine knappe Angelegenheit, denn die Gelenauer lagen nur einen Meter zurück. Auch die Teams aus Neuwürschnitz (3./285,50 m) und Dorfchemnitz (4./285,00) machten es spannend und befanden sich in Reichweite. Die jungen Lokalmatadoren aus Thum (277,50 m) mussten sich diesmal mit Rang 5 begnügen, gefolgt von Elterlein (234,50 m). Bei den Jungen erreichten mit Jannik Debray (38,50 m) und Silas Landmann (38,00 m) zwei Gelenauer die besten Einzelwerte, knapp dahinter folgte Erwin Lerchenberger (37,50 m) von der Grundschule Thum. Bei den Mädchen erreichten Nala Kirschkewitz (32,00 m) aus Burkhardtsdorf, Lilly Mauer (27,00 m) aus Elterlein sowie Pauline Schubert (26,50 m) aus Thum die besten Weiten. Erfolgreichste Teilnehmer des Zuschauerwettbewerbs im Steinstoßen waren Lara Böhm und Jeremy Neubert.

Nur noch wenige Stunden, dann ist es soweit. Hier noch ein kurzer Überblick darüber, wer beim 16. Thumer Werfertag alles sein Können zeigen wird:

Diskuswerfen Männer: Martin Wierig (SC Magdeburg), Martin Kupper (Estland), Alin Firfirika (Rumänien), Kristjan Ceh (Slowenien), David Wrobel (SC Magdeburg), Ola Stunes Isene (Norwegen), Daniel Jasinski (TV Wattenscheid 01), Tomas Vonavka (Tschechien),, Maximilian Klaus (LAC Erdgas Chemnitz)

Speerwerfen Männer: Petr Frydrych (Tschechien), Hubert Chmielak (Polen), Jaroslav Jilek (Tschechien), Viteszlav Vesely (Tschechien), Bernhard Seifert (SC Potsdam), Jonas Bonewit (LG Stadtwerke München)

Kugelstoßen Frauen: Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge), Jessica Ramsey (USA), Dimitriana Surdu (Moldawien), Sara Gambetta (SV Halle), Sarah Mitton (Kanada), Katharina Maisch (TuS Metzingen), Sarah Schmidt (LV 90 Erzgebirge), Potorios Warren (Trinidad Tobago), Marketa Cervinkova (Tschechien)

Kugelstoßen Männer: Tom Walsh (Neuseeland), Orazio Cremona (Südafrika), Payton Otterdahl (USA), Simon Bayer (VfL Sindelfingen), Jan Josef Jeuschede (TSV Bayer Leverkusen), Christian Zimmermann (Kirchhaimer SC), Nick Ponzio (USA), Tobias Dahm (VfL Sindelfingen), Dennis Lewke (SC DHfK Leipzig)

Diskuswerfen U 20 (m): Korbinian Häßler (LV 90 Erzgebirge), Jakub Forejt (Tschechien), Michal Forejt (Tschechien), Rick Schlömilch (LV 90 Erzgebirge)

Diskuswerfen U 18 (m): Matteo Maulana (LAC Erdgas Chemnitz), Steven Richter (LV 90 Erzgebirge), Kevin Reim (WSG Schwarzenberg), Sascha Schmidt (LAC Erdgas Chemnitz), Florian Schmidt (LV 90 Erzgebirge)

Kugelstoßen U 20 (m): Marc-Aurel Loibl (LV 90 Erzgebirge), David Tuby (Tschechien), Jakub Heza (Tschechien)

Kugelstoßen U 18 (m): Steven Richter (LV 90 Erzgebirge), Kevin Reim (WSG Schwarzenberg), Sascha Schmidt (LAC Erdgas Chemnitz), Matteo Maulana (LAC Erdgas Chemnitz), Florian Schmidt (LV 90 Erzgebirge)

Und nicht vergessen: Jeder kann sich auch selbst beim Zuschauerwettbewerb im Steinstoßen versuchen!

Nur noch wenige Tage bis zur 16. Auflage in Thum

Weltklasse im Erzgebirge ist am kommenden Freitag, den 30. August wieder im Thumer Stadion an der Wiesenstraße zu erwarten. In den Disziplinen Kugelstoßen sowie Diskus- und Speerwerfen wird eine Vielzahl von Olympia-, Welt- und Europameisterschaftsteilnehmern an den Start gehen. Nach aktuellem Stand werden insgesamt 14 Nationen im Erzgebirge vertreten sein. Für die Qualität des Feldes spricht, dass 15 der bislang gemeldeten Teilnehmer  die Norm für die Weltmeisterschaft im Oktober bereits erfüllt haben. Für andere ambitionierte Sportler stellt der Thumer Werfertag die große Chance dar, sich genau für diesen Saisonhöhepunkt noch zu qualifizieren. Im Kampf um die letzten WM-Tickets ist mit Wettbewerben auf hohem Niveau zu rechnen.

Neben den Kugelstoß-Weltmeistern Tom Walsh (Neuseeland) und Christina Schwanitz, auf die sich alle LV-90-Fans natürlich ganz besonders freuen, werden
auch der Olympia-Dritte im Diskuswerfen, Daniel Jasinski (TV Wattenscheid 01), und der WM-Dritte im Speerwerfen, Petr Frydrych (Tschechien), am Start sein. Die frisch gebackenen deutschen Meister Simon Bayer (Kugelstoßen / VfL Sindelfingen) und Martin Wierig (Diskuswerfen / SC Magdeburg) messen sich mit den internationalen Spitzenathleten in ihren Disziplinen.

Bevor 17.30 Uhr die Hauptwettkämpfe beginnen, zeigen unsere besten Nachwuchsathleten ihr Können. Starter wie Korbinian Häßler oder Steven Richter vom gastgebenden LV 90 Erzgebirge, die nationale Titel erkämpft haben und teils sogar schon international für Furore sorgten, freuen sich auf die Jugend-Wettbewerbe vor großer Kulisse. 16.45 Uhr geht es sie los. Zugleich sind noch jüngere Sportler in Thum zu erleben, denn wieder einmal steht der Schlagball-Cup für Grundschulen auf dem Programm. So manches Talent wurde dabei schon entdeckt. Und sogar die Besucher selbst können sich beweisen. Gelegenheit dazu bietet der Zuschauerwettbewerb im Steinstoßen. Also: Zuschauen, Mitmachen und Genießen! Ein Überblick zum Starterfeld folgt in Kürze…

Zeitplan:
16.00 Uhr: Beginn des Zuschauerwettbewerbs „Hundert stoßen Steine“
16.45 Uhr: Diskuswerfen (U 18/U 20 m)
17.00 Uhr: Schlagball-Cup der Grundschulen
17.30 Uhr: Speerwerfen (Männer)
18.20 Uhr: AOK-Kugelstoß-Cup (U 18/U 20 m)
19.00 Uhr: Diskuswerfen (Männer)
19.50 Uhr: Kugelstoßen (Frauen)
20.45 Uhr: Kugelstoßen (Männer)

Jungen bei U-16-Block-DM unter den Top Sechs

Wochenlang hatte sich Rosalie Weber auf die Deutsche U-16-Meisterschaft im Block-Mehrkampf vorbereitet – und dann das: Beim Aufwärmen für die erste von fünf Disziplinen, den Weitsprung, knickt unsere W-14-Starterin um. „Sie hatte nicht genug Spannung im Fuß, der Knöchel ist dann sofort angeschwollen. An einen Start war nicht zu denken“, berichtet Trainer Maik Werner. Eine schlimmere Verletzung befürchtet er zwar nicht. Doch aufgrund der vermutlichen Bänderdehnung war für Rosalie, die sich im Block Wurf qualifiziert hatte, der Saisonhöhepunkt im nordrhein-westfälischen Lage beendet, bevor er überhaupt begonnen hatte.

Etwas besser, aber längst nicht optimal lief der Wettkampf für Tizia Schreiter (W 14) im Block Lauf. Auch sie hatte zum Auftakt großes Pech, verbunden mit etwas Nervenflattern. „Es war zu merken, dass es ihre erste Deutsche Meisterschaft war“, sagt Maik Werner und spielt damit auf den Start im Hürdensprint an: „Tizia ist zu nah an die erste Hürde herangelaufen.“ Die Geschwindigkeit ging ebenso verloren wie der Rhythmus. Statt drei legte die Athletin fortan vier Schritte zwischen den restlichen Hürden zurück, sodass sie beim Absprung stets den Fuß wechseln musste. „Damit war Tizia drei Sekunden langsamer als sonst. Das hat enorm viele Punkte gekostet“, so der Trainer. Obwohl er die Leistungen in den anderen Disziplinen als solide einschätzte, blieb am Ende nur Platz 20.

Nun ruhten alle Hoffnungen auf den beiden männlichen LV-90-Vertretern, die am zweiten Tag ran mussten. Und sie enttäuschten die mitgereisten Trainer und Betreuer nicht. „Zwar war von vornherein klar, dass es nicht zu einer Medaille reichen würde, doch im Vorderfeld wollten die Jungs schon mitmischen“, berichtet Werner. Mit Platz 5 sorgte Jeremy Neubert letztlich für das größte Ausrufezeichen. Der M-15-Starter, der sich wenige Wochen zuvor in Bremen mit Bronze im Hammerwerfen seinen Medaillentraum bereits erfüllt hatte, trat im Mehrkampf selbstbewusst und zugleich locker auf. „Highlight waren sein 16,12 Meter im Kugelstoßen“, so der Trainer. Mit dem Diskus habe der 15-Jährige zwar einige Punkte liegen gelassen, weil er nach einem ungültigen ersten Versuch „wackelte“ und die erzielten 39,61 Meter eher als Sicherheitswurf zu bezeichnen waren. Mit guten Werten im 100-Meter-Sprint (12,13 s), über die Hürden (12,57 s) und im Weitsprung (5,54 m) rundete Jeremy jedoch seinen gelungenen Wettkampf in Lage ab.

Positiv fiel das Fazit auch im Fall von Christopher Arnold aus, der am Sonntag gleich zwei persönliche Bestleistungen erreichte. Im Block Lauf war der M-14-Starter aus Zschopau über 2000 Meter (6:24,73 min) sowie im Ballwerfen (49 m) besser als je zuvor. Auch im 100-Meter-Lauf (13,14 s) kratzte der Ausdauer-Spezialist an seiner Bestmarke. Während sich über 80 Meter Hürden (13,56 s) das fehlende Technik-Training bemerkbar machte, hielt Christopher in der Weitsprunggrube (4,72 m) ordentlich mit. In der Summe sicherte er sich somit den sechsten Platz auf nationaler Ebene.