Beeindruckender Auftritt beim Mehrkampf in Neukieritzsch

Für U-16-Sportler bietet sich auf regionaler Ebene nur selten die Chance, sich im Siebenkampf zu beweisen. Dementsprechend hoch motiviert waren sechs Mädchen unseres Vereins, als sie sich für ein ereignisreiches Wochenende auf den Weg nach Neukieritzsch begaben. „Dort findet der einzige Wettkampf dieser Art in Sachsen statt“, erklärt Trainer Maik Werner. Etwas Besonderes war diese Veranstaltung aber auch, weil sie über zwei Tage ging. Zelten am Hainer See gehörte daher ebenso zum Programm, und auch die Übernachtung trug zu einem insgesamt schönen Erlebnis bei. Schön war es aber vor allem wegen der Ergebnisse, die unsere Mädels erzielten.

In der W 14 stand am Ende ein komplettere Medaillensatz zu Buche. Hinter Siegerin Lennya Fuhrmann sicherten sich Svenja Hübner und Rosalie Weber Silber und Bronze. „Durch die Bank gab es viele persönliche Bestleitungen“, lobt Maik Werner seine Schützlinge. Damit meinte er auch das W-15-Duo Julia Sieber (2.) und Claudia Lein (3.), das ebenso das Podest erklomm wie Nela Herzog als Dritte der U 18. Für die U-16-Starterinnen hätten die Punktzahlen sogar gereicht, um DM-Normen zu knacken. Auch als Team würden die Mädels zu den nationalen Titelkämpfen fahren, so sie es denn gäbe. „Es hat sich leider kein Ausrichter gefunden“, erklärt jedoch Maik Werner, warum es wohl nichts mit dem DM-Ausflug wird. Dafür erwiesen sich die zwei Tage in Neukieritzsch als tolles Erlebnis, bei dem unsere Sportlerinnen ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen konnten!

Gute Ergebnisse beim HLF-Wurfmeeting

Für drei Vertreter des LV 90 hat sich die Reise zum HLF-Wurfmeeting wahrlich gelohnt. Sie alle konnten in Halle ihre persönlichen Bestleistungen steigern. So blieb Larissa Stiehler im Diskuwerfen zwei Meter über ihrer alten Bestmarke und sicherte sich mit 42,04 Metern Silber in der weiblichen U-18-Konkurrenz. Im Kugelstoßring setzte Marc-Aurel Loibl ein dickes Achtungszeichen. Der U-20-Sieger erfreute mit 17,45 Metern sich und seinen Trainer. „Es geht in Richtung 18 Meter. Damit ist er in Deutschland vorn dabei“, so Christian Sperling.

Zufriedenheit weckte ebenso der Auftritt von Steven Richter. Einmal mehr unterstrich der Gelenauer, dass er unbedingt zu den Europäischen Olympischen Jugend-Spielen nach Baku (Aserbaidschan) will. Der U-18-Starter, der zudem Bronze mit der Kugel gewann (17,79 m), setzte in Halle mit dem Diskus neue Maßstäbe. Bei seinem siegreichen Versuch (59,52 m) warf er rund viereinhalb Meter weiter als je zuvor. Damit übertraf er auch die Norm für Baku deutlich. „Das war ein weiterer Schritt Richtung Baku“, lobt Christian Sperling. Ob es tatsächlich mit der Nominierung für den Saisonhöhepunkt klappt, entscheidet sich aber erst bei der DLV-Jugendgala in Mannheim Ende Juni.

Ergebnisse von Mittweida machen Mut für kommende Aufgaben

Bislang hat es Petrus noch nicht allzu gut mit den Leichtathleten gemeint. Ausgerechnet an den Wochenenden schlugen Regen und Kälte meistens zu. Das dürfte sich allerdings nun ändern. Was noch mehr Lust macht auf die kommenden Wettkämpfe, ist die Tatsache, dass unsere Startern den schwierigen Bedingungen stets trotzen und dennoch gute Leistungen erreichen konnten. So wie zuletzt bei den Regionalmeisterschaften in Mittweida, wo gleichzeitig der Block-Mehrkampf von Frankenberg nachgeholt wurde. Immerhin: Schnee lag diesmal nicht in der Luft, dafür die Freude über persönliche Bestleistungen und viele Medaillen. Die Witterung konnte nicht verhindern, dass sich zahlreiche LV-90-Vertreter bei diesem Mehrkampf in einigen Disziplinen steigern konnten.

Motivationsprobe bestanden

„Sich bei Dauerregen und Kälte immer wieder neu zu motivieren, war das Hauptproblem. Es war ein Wettkampf für den Kopf“, berichtet Trainer Maik Werner. Diese Herausforderung wurde in den meisten Fällen optimal gemeistert. Und auch auf das zweite Problem war man gut vorbereitet: „Die Sportler mussten trockene Wechselsachen dabei haben.“ Doch selbst wenn die Mädels und Jungs dann nass waren: Sie holten trotzdem alles aus sich heraus. So wie Maxim Gassmann, der in der M 10 Bronze erkämpfte und sich dank der ebenfalls guten Leistungen seiner Kollegen zudem über Platz 3 in der U-12-Teamwertung freuen durfte.

Podest in LV-90-Hand

Einen perfekten Tag – abgesehen natürlich vom Wetter – gab es in der M 12 zu bejubeln. Dort nahmen Jerome Düringer (1.), Felix Voigt (2.) und Enzo Kieß (3.) das komplette Podest in Beschlag. Ebenso wie Arno Börner (6.) konnten sie die E-Kader-Norm knacken. Knapp verpasst hat diese Rudi Schramm, der als Neueinsteiger dennoch einen tollen Wettkampf bot. „Für Lasse Platzer lief es dagegen tragisch. Im Ballwurf standen für ihn drei Fehlwürfe zu Buche“, berichtet Maik Werner. Sonst wäre in dieser Altersklasse wohl noch ein Top-Ergebnis dazu gekommen. Tolle Resultate gab es aber auch so. So trugen Richard Krauß, Cedric Schmidt und Nick Leichsenring zum tollen Abschneiden der U-14-Jungs bei. In der Teamwertung sicherten sie sich Gold und Silber. Curt Aurich (3./M 13) und Richard Müller (5./M 13) freuten sich zudem über die E-Kader-Norm.

Mit Kadernormen belohnt

Bei den Mädchen schnitt in der untersten Altersklasse (W 10) Seraphine Landmann als Vierte am besten ab. Eine Etage höher hielt in der W 11 Almut Reichel (7.) sehr gut mit. Beleg für das gute Abschneiden, das drei Kadernormen mit sich brachte, war der dritte Platz in der U-12-Mannschaftswertung.  Und auch in der U 14 gibt es Positives zu vermelden, obwohl mit Lina Tippmann und Maike Schettler zwei Hoffnungsträgerinnen ausfielen. Zur Vizemeisterschaft der W 12 schaffte es Leonie Schürer. Auch Emilia Aurich (5.) und Marie Bannier (6.) erfüllten die Vorrausetzungen für den E-Kader.  Nicht ganz gereicht hat es für Lotta Pauline Beer (7.). Einen guten Wettkampf bot zudem Felicitas Jähn, wäre da nicht der Weitsprung gewesen. Drei ungültige Versuche ließen den Traum von einer Spitzen-Platzierung platzen. Sie und andere Starterinnen wie Lara Böhm, Klara Langer und Nora Richter bissen sich dennoch durch.

Doppelter Doppelpack: Titel und DM-Norm

Mehrere Highlights gab es im Block-Mehrkampf der U 16. Dort konnte sich unter anderem Christopher Arnold für höhere Aufgaben empfehlen. Bei seinem Titelgewinn im Block Lauf knackte der M-14-Starter die DM-Punktenorm sowie die Einzelnorm über 2000 Meter. Hinter ihm machte Sandro Mittag den Doppelsieg des LV 90 perfekt. In der M 14 biss zudem Malte Kramer (Block Wurf) auf die Zähne. Titel und DM-Norm – diesen Doppelpack sicherte sich im Block Wurf der M 15 auch Jeremy Neubert (1.). Im Block Lauf erreichte zudem Max Geißler die für die DM nötige Punktzahl. Für ihn stand damit aber „nur“ Platz 2 zu Buche. Außerdem muss er noch die Einzelnorm im Lauf nachlegen. Gern hätte sich auch Paul Heymann für nationale Herausforderungen empfohlen, doch der fehlte diesmal gesundheitsbedingt.

Medaillensatz für die W-14-Mädels

Über einen kompletten Medaillensatz durften sich unsere Mädels der AK 14 freuen. Im Block Sprint/Sprung war Svenja Hübner nicht zu schlagen, was mit der DM-Norm noch gekrönt wurde. Knapp an der Punktzahl vorbei schrammte Lennya Fuhrmann, die sich dennoch als Vizemeisterin stark präsentierte. Bronze ging hier an Rosalie Weber. Im Block Lauf landete Tizia Schreiter auf dem zweiten Platz – eine Leistung, die hoffen lässt, dass es noch mit der DM-Norm klappt. Hinter ihr folgte Anne Weißbach auf dem Bronzerang. Ebenfalls Platz 3 stand für W-15-Starterin Julia Sieber im Block Sprint/Sprung zu Buche. Gern hätten auch Paula Mannsfeld und Liv Zoe Strobach zur Medaillensammlung beigetragen, doch sie mussten krankheitsbedingt passen. Auch das wohl eine Folge des Wetters, doch das wird jetzt ja besser…

Steven Richter startet mit persönlicher Bestleistung in die Saison

Einen eindrucksvollen Start in die neue Freiluftsaison hat Steven Richter hingelegt. Der U-18-Athlet des LV 90 sicherte sich beim HLF-Wurfmeeting in Halle gleich zweimal Platz 1. Im Diskuswerfen reichten ihm 52,64 Meter zum Sieg. „Ein guter Einstieg“, so Trainer Christian Sperling. Blieb sein Schützling mit dem Diskus noch etwas unter seiner Bestweite, so ließ er es mit der Kugel richtig „krachen“. Um mehr als anderthalb Meter konnte Steven in dieser Disziplin seine bisherige persönliche Bestweite überbieten. 18,12 Meter standen für den Gelenauer zu Buche.

„Damit hat er sich gleich mal für den internationalen Saisonhöhepunkt in Position gebracht“, lobt Christian Sperling. Er spielt damit auf das Europäische Olympische Jugendfestival an, das Ende Juli in Baku (Aserbaidschan) ausgetragen wird. Um es tatsächlich dort hin zu schaffen, ist noch ein weiter Weg zu gehen. So liegt die geforderte Norm bei 18,80 Meter. „Und es gibt starke Konkurrenz in Deutschland“, gibt Christian Sperling zu bedenken. Gleichzeitig beton der Trainer: „Baku ist für Steven ein realistisches Ziel.“

Freiluftsaison beginnt mit guten Ergebnissen und einer Absage

In Frankenberg spielte das Wetter nicht mit. Fast schien es so, als wollte sich der Winter noch einmal zurückmelden. Regen, der phasenweise in Schnee überging, und kühle Temperaturen führten letztlich zu einer Absage der Regionalmeisterschaften. Natürlich hatten auch viele Talente aus unseren Reihen dem Wettkampf entgegengefiebert, um endlich wieder ihr Können zeigen zu können. In Frankenberg ging das zwar nicht. Dafür hatte kurz zuvor bereits die 15. Hartmut-Riegert-Schüler-Gala in Borna eine erste Bewährungsprobe dargestellt.

„Der Wettkampf war als Test für die Regionalmeisterschaften im Block-Mehrkampf in Frankenberg gedacht“, erklärt Trainer Maik Werner, der sich über „gute Ergebnisse“ freuen durfte. Bestleistungen im Sprint, Weit- und Hochsprung sowie mit der Kugel zeugten davon, dass im und nach dem Winter ordentlich trainiert wurde. Einen besonderen Moment erlebte zudem Elias Lämmel, der erstmals nach langer Pause wieder angreifen konnte. Fast zwei Jahre lang hatte er mit Kniebeschwerden zu kämpfen.

Ergebnisse: https://ladv.de/veranstaltung/detail/17054/15.-Hartmut-Riegert-Schüler-Gala-Borna.htm

Der Wettkampf in Borna war aber nicht nur eine Generalprobe, sondern gleichzeitig auch eine Meisterschaft – und zwar auf Landesebene. Schließlich wurden vor den Toren Leipzigs die besten sächsischen Staffeln auf der langen Distanz ermittelt. Dreimal 800 beziehungsweise 1000 Meter waren dabei zu bewältigen. Dabei liefen unsere U-16-Mädels einen neuen Vereinsrekord, was ihnen Knapp hinter Leipzig Silber einbrachte. Genauso ging das Rennen der U-16-Jungen aus.  In der U 18 war für unsere männliche Staffel nicht mehr drin als Platz 3. Dafür sorgten die jungen Damen für Jubel und brachten einen Meistertitel mit ins Erzgebirge. „Eine schöne Sache“, wie Maik Werner betont.

Ergebnisse: https://ladv.de/veranstaltung/detail/17058/Landesmeisterschaft-3x800m-3x1000m-Borna.htm

Und noch einen Wettkampf haben unsere Sportler bereits hinter sich. Gemeint ist der Mitteldeutsche Mehrsprungcup in Chemnitz, bei dem ein kleines, aber schlagkräftiges Aufgebot vom LV 90 am Start war. Paul Heymann landete mit 16,55 Metern auf dem dritten Platz. Für zwei Mädels reichte es jeweils sogar zum Sieg. Lennya Fuhrmann (16,40 m) war von der Konkurrenz ebenso wenig zu schlagen wie Nela Herzog, die auf 17,31 Meter kam. Neben dem Mehrfachsprung waren zusätzliche Tests zu absolvieren – so wie ein 60-Meter-Sprint, Aufroller oder der Drop- und Countermovementjump.

 

 

Schwitzen beim Trainingslager in Weißenstadt

Alles Neu – Unter diesem Motto wurde dieses Jahr unser Trainingslager kurz vor Beginn der Freiluftsaison durchgeführt. Statt auf den Rabenberg ging es diesmal nach Weißenstadt. Von Thum aus fuhr der Bus in die neue Unterkunft, die eine sehr familiäre Atmosphäre zu bieten hatte. Zwar ging es nicht so professionell zu wie auf dem Rabenberg, doch sollten schöne Tagen folgen.

Am Montag wurde zunächst die Tour durch den Wald zu einer Art Orientierungslauf, denn mitunter war es schwer herauszufinden, welcher Abzweig der richtige war. Dann rückte der Bereich Sprint/Sprung in den Mittelpunkt. Eigens dafür war aus Chemnitz Trainer Jens Hoyer angereist. Er und Sprint-Coach Chris Montague hatten einige Tipps parat. Nebenbei wurde für das neue Stützpunkttraining Sprint/Sprung gesichtet, das dienstags 18 bis 19.30 in Chemnitz stattfindet.

Prominenten Besuch gab es auch am Dienstag. Diesmal ging es um die Wurf-Disziplinen. Wer konnte da besser Auskunft geben als Kugelstoß-Bundestrainer Sven Lang. Neben der Kugel ging es auch um die richtige Technik mit Speer und Diskus. Gesprungen wurde natürlich weiterhin, auch wenn sich Sandro Patrice Mittag bei der Höhenjagd eine Platzwunde am Kopf zuzog. Leichtathleten sind nun mal hart im Nehmen.

Ebenso wichtig ist der Teamgeist. Und deshalb standen am Mittwoch teamfördernde Maßnahmen wie Nachtwanderungen und ein Ausflug zum See auf dem Programm. Auf Teamarbeit kam es dann auch am Donnerstag an, denn was folgte, war das Staffeltraining. Das Tempo, auf das es auch in der Staffel ankommt, wurde zum Abschluss mit der Unterstützung von Lukas Hofmann geschult. Er war am Freitag mit vor Ort, um noch einmal an den Sprintfähigkeiten der Sportler zu arbeiten.

Und nun sind die Athleten gefragt, zu zeigen, dass das Trainingslager Früchte trägt!

 

 

Bei Mehrkampf-Meisterschaft in Stollberg erfolgreich

In Stollberg ist bereits eine Kreismeisterschaft über die Bühne gegangen – und war die im Mehrkampf. 90 Teilnehmer der Altersklassen 8/9 bis 11/12 haben dabei gute Punktzahlen erzielt, die in einigen Fällen für die E-Kader-Norm des Leichtathletik-Verbandes reichten. Viermal konnte die Norm von Sportlern aus der Stollberger Trainingsgruppe des LV 90 geknackt werden. „Was mich besonders beeindruckt hat, war die große Disziplin, mit der die Sportler diesen Wettkampf bestritten haben“, sagte Dieter Hertel hinterher. Bis hin zum abschließenden 800-Meter-Lauf spürte er den Ehrgeiz aller Sportler.

Aus Sicht des Trainers ragten vor allem Charly Georgi, Leonie Schürer Sina-Mia Dietz, Jerome Düringer, Richard Müller und Enzo Kies mit ihren Leistungen heraus. „Das Training haben wir in diesem Jahr natürlich zunächst in der Halle bestritten, seit Ende März finden die Einheiten aber im Freien statt. Auch dort haben wir unser Programm voll durchgezogen. Die Kinder erwarten von uns Trainern klare Ansagen, dann klappt das auch. Wenn dann auch noch die Ergebnisse stimmen, schließt sich der Kreis“, so Dieter Hertel.

Ein Kompliment zollte der Trainer hinterher auch dem Kampfrichterteam, zu dem neben Vertretern des TSV Elektronik Gornsdorf auch zahlreiche Eltern von Athleten gehörten. Nur durch ihre Hilfe konnte ein reibungsloser Ablauf des Wettkampfes gewährleistet werden.

Gute Ergebnisse beim 14. Großolbersdorfer Werferpokal

Bei den sommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage ist es kaum vorstellbar, dass kurz zuvor noch der Winter drohte. Zu spüren war dies beim 14. Großolbersdorfer Werferpokal, wo zwischen all den Schneeflocken auch hin und wieder eine Kugel, ein Diskus und ein Speer zu erkennen gewesen sind. Ganz so extrem, wie diese Aussage klingen mag, war es auf dem Großolbersdorfer Sportplatz allerdings nicht. Im Gegenteil: Trotz der schlechten Wetterprognose, die einige Leichtathleten abschreckte, herrschten meist ordentliche Bedingungen. „So unangenehm war es gar nicht. Wir hatten zwar phasenweise Schneefall, aber es ging kein Wind“, berichtet Mitorganisatorin Nadine Beck vom SV 1870 Großolbersdorf.

Statt der gemeldeten 72 Sportler waren zwar letztlich nur rund 50 Aktive am Start. Doch diejenigen, die sich in die Kälte trauten, sollten ihr Kommen nicht bereuen. „Dass das Wetter erträglich war, zeigen ja die vielen guten Ergebnisse“, sagt Nadine Beck und verweist dabei vor allem auf den Stadionrekord von Jaroslav Smely. Der Tscheche, der für die SG Weißig antritt, erzielte mit dem Diskus 44,90 Meter. So weit hatte noch nie zuvor ein M-45-Starter in Großolbersdorf geworfen. Außerdem glänzte im Seniorenbereich noch ein guter alter Bekannter. Kurz nach seiner Bronzemedaille bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Polen lieferte LV-90-Routinier Dominik Lewin weitere Kostproben seines Könnens ab. Der M-35-Athlet gewann mit der Kugel (14,33 m) und mit dem Diskus (41,99 m).

„Dazu gab es an diesem Tag noch viele persönliche Bestleistungen“, berichtet Nadine Beck. Damit spielte die Organisationsleiterin vor allem auf den Nachwuchsbereich an, wo es auch gute Ergebnisse aus LV-90-Sicht zu vermelden gab. So gewann Nela Herzog das Speerwerfen der U 18 mit 26,53 Metern. Jeremy Neubert (2./M 15) kam auf 14,65 Meter mit der Kugel und holte auch im Diskuswerfen Silber (38,88 m). Für Claudia Lein (W 15) stand im Kugelstoßring eine Siegerweite von 10,59 Metern zu Buche, mit dem Diskus (22,30 m) und dem Speer (24,82 m) wurde sie Zweite. Silber und Bronze gab es in der W 14 für Svenja Hübner und Rosalie Weber – sowohl mit der Kugel als auch mit dem Diskus. Im Speer wurde Svenja mit 30,88 Metern erneut Zweite, während Rosalie mit Rang 4 das Podest knapp verpasste. Bei den Frauen belegte Julia Wiesenberg (10,66 m) den zweiten Platz im Kugelstoßen. Mit dem Speer brachte es Isabell Ondrowics (7.) auf 25,12 Meter.

Gute Ergebnisse bei der Landesmeisterschaft im Straßenlauf

Die Freiluftsaison läuft. Und gleich zum Auftakt ist es um Landesmeistertitel gegangen, von denen sich unser Verein zwei sichern konnte. Und zwar bei den sächsischen Titelkämpfen im Straßenlauf, die im Rahmen des Göltzschtalmarathons zum 29. Mal vergeben wurden. Gold gab es zweimal in der Teamwertung. Doch auch in den jeweiligen Einzelwertungen der Altersklassen schafften einige Vertreter im Vogtland den Sprung aufs Treppchen.

Zehn Kilometer hatten die U-18-Starterinnen zu meistern, von denen Anna-Chiara Nitschke als Vierte in 44,10 Minuten beinahe aufs Podest gelaufen wäre. Am Ende verpasste sie eine Einzelmedaille ebenso wie Helene Müller (5.) und Trixi Weiß (7.). Über Gold durften sich die Mädels dennoch freuen, denn in der Mannschaftswertung belegten sie den ersten Platz. Das gleiche Kunststück gelang in der weiblichen U-16-Konkurrenz – mit dem Unterschied, dass es auch Einzel-Medaillen zu bejubeln gab. Anne Weißbach, die die fünf Kilometer in 21:07 Minuten meisterte, wurde in der W 14 Vizemeisterin vor der drittplatzierten Tizia Schreiter. Auf Platz 6 lief Annika Seidel, die damit den Team-Erfolg perfekt machte. Das gute Abschneiden unserer Mädchen wurde von Lina Tippmann abgerundet, die Silber in der W 13 gewann.

Auch unsere Jungen mischten vorn mit. So überquerte Arno Börner nach 22,34 Minuten als Dritter der M 13 die Ziellinie, dicht gefolgt von Cedric Schmidt (4.) und Richard Krauß (7.). Das Trio verdiente sich mit seinen guten Zeiten Bronze in der Mannschaftswertung. Für die U-16-Läufer reichte es in der Team-Kategorie sogar zu Platz 2. Dies lag vor allem an M-14-VIzemeister Christopher Arnold, der nach 18,22 Minuten die Runde hinter sich hatte. Etwas länger brauchte Malte Kramer (9.), der jedoch ebenso zu Team-Silber beitrug wie Hendrik Neubert als Fünfter der M 15. Auch außerhalb der offiziellen Meisterschaftswertung waren einige Sportler am Start. So wurde Julian Riedel, der in der M 10 eine Strecke von 1,5 Kilometern zu bewältigen hatte, Zweiter.  Almut Reichel, diesmal für den TSV 1872 Pobershau am Start, war in ihrer Altersklasse nicht zu schlagen.

 

Dominik Lewin rundet starke Hallensaison mit WM-Medaille ab

In großem Rahmen hat Trainer Sven Lang vor mehreren Medienvertretern bereits eine Bilanz der Hallensaison gezogen und dabei genaue Medaillenzahlen verkündet. Was er dabei noch nicht ahnte, war, dass noch ein Stück Edelmetall dazu kommen würden. Und zwar ein ziemlich bedeutsames, denn erkämpft wurde es bei den Hallen-Weltmeisterschaften der Senioren im polnischen Torun – und zwar von Dominik Lewin.

„Oldie but Goldie“ ist sicherlich ein treffender Begriff für unseren Athleten, der sich auch als Trainer engagiert. Auch wenn es diesmal nicht zum ganz großen Wurf reichte, so stellte sein dritter Platz im Kugelstoßen der Altersklasse M 35 doch einen riesigen Erfolg dar. Mit 15,31 Metern musste unser Starter nur zwei Konkurrenten den Vortritt lassen. Dazu kam noch Platz 5 im Diskuswerfen, erzielt mit einer Weite von 49,80 Metern.

„Damit hat Dominik eine überaus erfolgreiche Hallensaison für den LV 90 Erzgebirge vervollständigt“, lobt Sven Lang unseren (G)Oldie, der aber selbst gar nicht so sehr auf die Platzierungen Wert legt. „Es ist einfach schön, die anderen Sportler immer wieder zu treffen“, hat Dominik Lewin schon mehrfach nach solch großen Wettkämpfen betont. Da die WM in nicht allzu großer Entfernung stattfand, ließ er sich die Gelegenheit natürlich nicht entgehen, alte Kontakte aufzufrischen – aber auch zu zeigen, dass er es immer noch drauf hat!