Lisa Grünert ragt bei Mitteldeutscher Hallen-Meisterschaft heraus

Vor allem dank Lisa Grünert werden wir die Mitteldeutschen Hallen-Meisterschaften in Halle (Saale) in positiver Erinnerung behalten. Die U-20-Sprinterin überzeugte mit starken Leistungen, auch wenn diese zunächst noch nicht mit einem Titel belohnt wurden. Über 60 Meter musste das Zielfoto entscheiden, denn sowohl für Lisa als auch eine Konkurrentin aus Magdeburg standen 7,70 Sekunden auf der Anzeigetafel. Letztere hatte letztlich um einen Hauch die Nase vorn, doch mit dem 200-Meter-Lauf stand ja noch eine weitere Chance aus. Und diese nutzte die LV-90-Starterin und lief in 25,32 Sekunden zu Gold. Auch mit der Staffel sprang der erste Platz heraus.

Generell konnten die Staffeln in Halle viel zur Medaillensammlung beitragen, wobei die Teilnehmerfelder mitunter überschaubar waren. Trotzdem passten die Zeiten. So setzten die U-18-Mädels über viermal 200 Meter sogar ein Achtungszeichen mit Blick auf die nationale Ebene. Für diese hat sich neben Lisa Grünert auch Pascal Thalhäuser mit einem Titelgewinn empfohlen. Im U-20-Hammerwerfen war kein Konkurrent in der Lage, seine 59,46 Meter zu übertreffen. Da dürfte trotzdem noch etwas Luft nach oben sein. Das Gleiche gilt für einen weiteren Wurf-Spezialisten, der die nationale Ebene im Visier hat. Die Rede ist von Björn Oelmann, der sowohl mit der Kugel (9./13,76 m) als auch mit dem Diskus (5./43,74 m) unter seinen Möglichkeiten blieb.

Trotzdem hätte es in Halle beinahe für weitere Medaillen gereicht. In einigen Fällen fehlten nur wenige Hundertstelsekunden zum Podest – so wie bei Hürdensprinter Tom Wolf oder bei Tom Siegel über 400 Meter. Auf der doppelten Distanz verpasste Samuel Uhlig das Treppchen um nicht mal eine Sekunde. Dennoch war Maik Werner mit diesen Leistungen zufrieden. Ebenso zollte der Trainer auch allen anderen Startern Respekt, zumal einige mit Erkältungen oder muskulären Problemen zu kämpfen hatten. Für manche war es ja auch ein Debüt auf solch hoher Wettkampfebene mit den Doppeljahrgängen. Und eine Medaille wurde ja dann doch noch mit ins Erzgebirge gebracht, wenn auch nicht von einem LV-90-Starter. Unsere Gratulation geht an Kevin Reim von der WSG Schwarzenberg-Wildenau, der im Kugelstoßen der U 16 mit 15,39 Metern Vizemeister wurde.

 

U 16 (m), 60 m: 6./Vorlauf Lukas Wolfram, 800 m: 10. Elias Lämmel; 4-mal 200 m: 3. SG Erzgebirge (Wolfram/Richter/Lämmel/Reim); Weitsprung: 15. Steven Richter; Kugelstoßen: 16. Steven Richter.

U 16 (w), 60 m: 5./Vorlauf Nela Herzog, 8./Vorlauf Lena Bräuer; 800 m: 8. Lena Listner, 9. Lisa Weißbach; 60 m Hürden: 5./Vorlauf Nela Herzog; 4-mal 200 m: 6. SG Erzgebirge (Herzog/Melzer/Weißbach/Bräuer); Hochsprung: 6. Antonia Melzer; Weitsprung: 21. Antonia Melzer.

U 18 (m), 60 m: 5./Vorlauf Jonas Porstmann; 400 m: 4. Tom Siegel, 5. Nathanael Uhlig; 800 m: 4. Samuel Uhlig; 60 m Hürden: 5./Vorlauf Paul Zeise; 4-mal 200 m: 2. SG Chemnitz/Erzgebirge (Stollhoff/Greiling/Siegel/S. Uhlig), SG Chemnitz/Erzgebirge II (Porstmann/N. Uhlig/Vogel/Zeise) disqualifiziert; Kugelstoßen: 9. Björn Oelmann, 11. Rick Schlömilch, 12. Aaron Blei; Diskuswurf: 5. Björn Oelmann.

U 18 (w), 200 m: 9. Beverly Krumpfer (LV 90); 4-mal 200 m: 1. SG Chemnitz/Erzgebirge (Zeise/Lehmann/Schrapps/Krumpfer).

U 20 (m), 60 m Hürden: 4. Tom Wolf; Hammerwurf: 1. Pascal Thalhäuser.

U 20 (w), 60 m: 2. Lisa Grünert; 200 m: 1. Lisa Grünert; 4-mal 200 m: 1. SG Chemnitz/Erzgebirge (Grünert/Carlowitz/Klik/Rennert).