Lara Böhm glänzt bei U-16-DM in Hannover mit Gold im Kugelstoßen

Während Lara Böhm nach ihren Wettkämpfen sonst einfach die Tasche in die Ecke stellt und in ihren Alltag übergeht, wurde die Heimkehr von der Deutschen Meisterschaft für die U-16-Leichtathletin unseres Vereins zu einem ganz besonderen Erlebnis. Nicht nur die Familie wartete auf sie, sondern auch Freunde und Freunde. Auch Knut Schreiter, Bürgermeister und Vereinsvorsitzender in einer Person, hatte sich in Gelenau zu einem feierlichen Empfang eingefunden. „Das hat sich Lara wirklich verdient“, sagte er dabei in Anspielung auf den Meistertitel der jungen Wurf-Expertin.

Bei den nationalen Titelkämpfen in Hannover hatte die 15-jährige Gelenauerin im Kugelstoßen die gesamte Konkurrenz hinter sich gelassen. Ein Ergebnis, mit dem Maik Werner am Morgen noch nicht unbedingt gerechnet hatte. „Da hat Lara beim Frühstück kaum einen Bissen runtergebracht“, berichtet der Trainer, der im Wettkampf dann aber eine ganz andere Sportlerin erlebte. Von Nervosität und Aufregung war nichts mehr zu spüren. Stattdessen fruchteten die Tipps von Maik Werner und von Wurf-Trainer Christian Sperling. Ebenso zahlte sich die Vorbereitung aus, die in Laras Fall kurz, aber dafür umso intensiver ausfiel.

Die Blinddarm-Operation, die die junge Gelenauerin sechs Wochen zuvor über sich ergehen lassen musste, war ihr in Hannover nicht mehr anzumerken. Schon früh lag sie auf Podestkurs, ehe der 15-Jährigen im fünften Durchgang dann der ganz große Wurf gelang. Mit 14,42 Metern steigerte sie nicht nur ihre persönliche Bestleistung um 70 Zentimeter, sondern stellte zugleich eine deutsche Jahresbestleistung in ihrer Altersklasse auf. „Sie ist echt cool geblieben“, lobt Maik Werner, der mit Curt Aurich noch einen zweiten Schützling am Start hatte. Über 300 Meter belegte unser LV-90-Starter in 38,85 Sekunden den 14. Platz.

 

Leonie Schürer erreicht in Markt Schwaben das beste LV-90-Ergebnis

In 12,70 Sekunden ist Leonie Schürer bei der Deutschen U-16-Meisterschaft im Block-Mehrkampf die schnellste Sportlerin ihrer Konkurrenz über die 80 Meter Hürden gewesen. Auch in den vier anderen Disziplinen der W 14 im Block Sprint/Sprung gehörte sie zu den besten fünf Athletinnen, sodass am Ende auch der 5. Platz für sie in der Ergebnisliste stand. Mit 2442 Punkten musste sie nur vier Kontrahentinnen den Vortritt lassen.

Im gleichen Wettbewerb (Wurf) waren noch zwei andere W-14-Mädchen aus unserem Verein am Start. Dabei kam Felicitas Jähn, die im Weitsprung die meisten Punkte sammelte (4,39 m), auf 2173 Punkte. Als 13. lag sie damit knapp vor Marie Bannier (14./2087), die unter anderem über die 100 Meter (13,80 s) ordentlich punkten konnte.

Ebenfalls in der W 14, allerdings im Block Sprint/Sprung war Emilia Aurich am Start. Trotz enormer Rückenprobleme biss sie auf die Zähne und zog den Wettkampf durch. Beim Saisonhöhepunkt, auf den sie so lange hingearbeitet hatte, war zwar nicht an Bestleistungen zu denken. Trotzdem gab Emilia alles und belegte am Ende mit 2359 Punkten den 17. Platz.

Mit Verletzungssorgen hatte auch Jerome Düringer zu kämpfen. Unser einziger männlicher Vertreter erwischte im Block Wurf der M 14 einen guten Start und erreichte über 80 Meter Hürden die beste Zeit des gesamten Feldes (11,50 s). Allerdings brach im Sprint eine alte Muskelverletzung am Oberschenkel wieder auf, sodass Jerome bereits nach drei Disziplinen aussteigen musste. Für ihn war das extrem bitter, der er befand sich klar auf Top-Ten-Kurs.

 

Rosalie Weber erkämpft mit tollen Leistungen Platz 15 bei Mehrkampf-DM

Viel besser geht es nicht – So lautet die Einschätzung der Trainer zum DM-Auftritt von Rosalie Weber, die von der Deutschen U-18-Meisterschaft im Mehrkampf mit 4841 Punkten zurückgekehrt ist. Die beiden Tage in Wesel (Nordrhein-Westfalen) hatten es mit den sieben Disziplinen echt in sich, doch unsere 15-jährige Starterin verkaufte sich bravourös und steigerte sich gleich in mehreren Disziplinen. Obwohl sie von der Meldeliste her unter 31 Starterinnen eher zum Kreis der Außenseiterinnen gehörte, sprang am Ende ein toller 15. Platz heraus.

Gleich um zehn Sekunden schneller als jemals zuvor war Rosalie über 800 Meter. 2:31,73 Minuten stellen den Abschluss eines tollen Wettkampfes dar, der noch viel mehr Top-Ergebnisse zu bieten hatte. Zum Beispiel die 1,57 Meter im Hochsprung – sechs Zentimeter über dem vorherigen Bestwert. Und mit der Kugel knackte die Burkhardtsdorferin erstmals die Zwölf-Meter-Marke: 12,16 m. Dabei gehört Rosalie nicht zu den größten und muskulösesten Starterinnen, zumal sie in Wesel zu den Jüngsten in der U 18 gehörte. Alles kein Problem, wie auch im Speerwerfen (37,24 m) deutlich wurde.

Flink, wendig und schnell ist Rosalie in erster Linie, was bei den Titelkämpfen in Nordrhein-Westfalen einmal mehr deutlich würde. So bewältigte sie die 110 Meter Hürden in 15,31 Sekunden. Der 100-Meter-Sprint war in 13,06 Sekunden geschafft. Und auch im Weitsprung stand für unsere Siebenkämpferin ein gutes Ergebnis von 5,23 Metern zu Buche. In der Summe erreichte Rosalie damit deutlich mehr Punkte als für sie in der Meldeliste gestanden hatten (4520). In der tauchte Svenja Hübner übrigens nicht auf, da sie mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatte.

Doch Rosalie hielt die Fahne für den LV 90 hoch, was auch ein Verdienst ihres Vaters ist. Mario Weber, früher selbst als Leichtathlet aktiv, war ein großer Rückhalt. Nicht nur in Wesel als Bestreuer, sondern bereits im Vorfeld als Antreiber und Motivator. Die vielen Extra-Schichten, die Rosalie auch noch während der Sommerferien schob, als viele andere die Füße hochlegten, haben sich definitiv gelohnt! Knapp zehn Jahre, nachdem Annika Gärtz als Deutsche U-20-Meisterin im Siebenkampf ein Ausrufezeichen für den LV 90 gesetzt hatte, war es in dieser Disziplin nun endlich mal wieder soweit.

Jugend-Starter überzeugen bei Titelkämpfen in Rostock

Bei Olympia gab es leider keinen Grund zum Jubeln, da Christina Schwanitz im Kugelstoßen ebenso das Finale verpasste wie Katharina Maisch. Fast zeitgleich lief es dafür bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften für die Starter unseres LV 90 umso besser. „Viel mehr war nicht drin“, lautet angesichts von vier Medaillen die Bilanz von Trainer Christian Sperling, der bei den Titelkämpfen in Rostock vor allem mit den Schützlingen aus seiner Werfergruppe zufrieden war. Sie sorgten fürs Edelmetall, doch auch in anderen Disziplinen gab es gute Ergebnisse.

Erfolgreichster Teilnehmer war einmal mehr Steven Richter, der nach seinem enttäuschenden EM-Auftritt nun an der Küste zurück in die Erfolgsspur fand. Mit 19,83 Metern sicherte sich der U-20-Athlet aus Gelenau den Sieg im Kugelstoßen und ließ mit dem Diskus (60,62 m) Bronze folgen. „Die deutsche Spitze ist eng beisammen. Vor allem im Diskuswerfen geht es hin und her“, erklärt Christian Sperling, warum es nicht zum doppelten Titelgewinn reichte. Für Frust habe das aber keineswegs gesorgt, zumal Steven nach einer intensiven Saison verständlicherweise „auch etwas platt“ sei.

Für Freude sorgten außerdem die anderen Wurf-Experten. Allen voran Michel Gröper, der im Diskuswerfen der U 18 mit 56,05 Metern Silber gewann. Mit der Kugel stand für ihn in Rostock zudem Platz 11 (14,68 m) zu Buche. Jolina Lange (U 20) schaffte als Dritte im Kugelstoßen den Sprung aufs Treppchen. „Sie gehört noch zum jüngeren Jahrgang und war nach einer Verletzung erst seit fünf Wochen wieder voll im Training“, lobte Christian Sperling die Comebackerin für ihre 16,13 Meter. Mit Platz 5 schrammte Hammerwerfer Jeremy Neubert (U 18/56,84 m) dagegen am Podest vorbei. Auch Sascha Schmidt blieb im U-20-Diskuswerfen (12./50,63 m) ohne Medaille. Etwas weiter warf Florian Schmidt, der mit 51,67 Metern im Diskusring ebenso Platz 10 belegte wie im Kugelstoßring (14,56 m).

Auf der Tartanbahn und in der Sprunggrube gab es zwar keine Medaillen zu vermelden, dafür aber dennoch gute Ergebnisse. So glänzte beispielsweise Ausdauer-Spezialist Christopher Arnold mit Platz 5 über 1500 Meter. Er benötigte nur 4:19,71 Minuten und verpasste Bronze nur um zwei Sekunden. Lennya Fuhrmann, ebenfalls in der U 18 am Start, landete im Dreisprung mit 11,79 Metern auf Rang 8. In der U 20 musste Tilman Reichel über 800 Meter im Halbfinale die Segel streichen – in 1:58,50 Minuten wurde er Fünfter seines Laufes. Für die 100 Meter benötigte Axel Sven Gerlach 11,24 Sekunden, womit er Vierter in seinem Vorlauf wurde.

Christian Sperling zu Sachsens Trainer des Jahres gekürt – Steven Richter bester Nachwuchsathlet

Zwei bedeutende Auszeichnungen haben für große Freude gesorgt. Während Christian Sperling vom sächsischen Leichtathletik-Verband (LVS) zum Trainer des 2020 gekürt wurde, erhielt Steven Richter die Auszeichnung als bester Nachwuchsathlet des vergangenen Jahres. Beide Ehrungen stehen in direktem Zusammenhang, denn Steven gehört zu den Schützlingen von Christian Sperling und trug so zu einer beeindruckenden Bilanz bei. „Ich bin stolz auf meine Trainingsgruppe“, sagt der 41-Jährige, dessen Wurf-Spezialisten bei den deutschen Meisterschaften 2020 mit Abstand die beste Medaillenausbeute aller Trainingsgruppen vorzuweisen hatten.

Auch zwei nationale Rekorde standen zu Buche. In der U 16 verbesserte Jolina Lange die Marke im Kugelstoßen auf 16,96 Meter. Und in der U 18 schleuderte Steven Richter den Diskus weiter als je zuvor (65,95 m). National waren die Werfer unseres Trainers also das Maß aller Dinge – und gern hätten sie auch auf noch höherer Ebene geglänzt. „Aber internationale Titelkämpfe gab es im Vorjahr ja wegen Corona leider nicht“, sagt Christian Sperling. Dennoch nahm er genau wie Steven Richter voller Stolz die Auszeichnung in Empfang, die von Dr. Gerald Voß (Vizepräsident Leistungssport des LVS), Wolfgang Gerstmann (Repräsentant des LVS LM Block) und dem leitenden Landestrainer Joachim Erdmann überreicht wurde.

Und natürlich feilen unsere LV-90-Werfer fleißig daran, ihre Erfolgsbilanz weiter auszubauen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich an diesem Wochenende in Rostock bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften. Die Erwachsenen hatten zuletzt schon bei den Mitteldeutschen Meisterschaften nachgelegt. Dort sicherten sich Sarah Schmidt (16,79 m) und Cedric Trinemeier (18,09 m) die Titel im Kugelstoßring. Sarah gewann mit dem Diskus (47,67 m) außerdem noch Silber – genau wie Korbinian Häßler (55,93 m). Letzterer schrammte mit der Kugel (16,01 m) knapp am Treppchen vorbei. Vierte Plätze belegten ebenso Christopher Arnold (1500 m/4:05,08 min) und Rick Schlömilch (Diskus/46,67 m).

Zwei Tage nach dem Thumer Werfertag stellten sich die Werfer des LV 90 noch einmal bei den Mitteldeutschen Meisterschaften der Männer und Frauen im thüringischen Sömmerda der Konkurrenz.

Mit zwei Medaillen kehrte dabei Sarah Schmidt zurück. Nach ihrem erwarteten Sieg im Kugelstoßen, wo sie 16,79m erzielte, erkämpfte die 24jährige noch Silber mit dem Diskus.

Hier gelang ihr mit 47,67m eine neue persönliche Bestleistung.

 

Ebenfalls Mitteldeutscher Meister wurde Cedric Trinemeier, der im Kugelstoßen der Männer mit 18,09m siegte und damit seiner Favoritenrolle gerecht wurde.

 

Korbinian Häßler belegte im Diskuswerfen mit 55,93m Rang zwei. Einen vierten Platz steuerte er noch mit 16,18m beim Kugelstoßen bei, genauso wie Rick Schlömilch im Diskuswerfen mit 46,67m und der noch der U18 angehörende Christopher Arnold, welcher über 1500m seine Bestleistung auf 4:05,08 min schraubte.

 

Fünfte Plätze belegten Marc-Aurel Loibl im Kugelstoßen (15,52m) und unser Senior Dominik Lewin mit 41,57m mit dem Diskus.

Korbinian Häßler und Steven Richter gehen in Tallinn leer aus

Während unsere beiden Kugelstoßerinnen Christina Schwanitz und Katharina Maisch mit Bundestrainer Sven Lang gerade Richtung Japan aufbrechen, um bei den Olympischen Spielen gute Ergebnisse zu erreichen, sind zwei andere Weitenjäger des LV 90 gerade von internationalen Höhepunkten heimgekehrt. Und dabei hatten sie weniger Glück als erhofft, denn die angestrebten Medaillen konnten weder Korbinian Häßler noch Steven Richter mit nach Hause bringen. Obwohl beide im Vorfeld der jeweiligen Europameisterschaften ihrer Altersklasse aufgrund ihrer Vorleistungen zu den Podiumsanwärtern gehört hatten, reichte es bei den internationalen Höhepunkt nicht zum Sprung aufs Treppchen.

In Estlands Hauptstadt Tallinn war „Korbi“ Häßler voller Optimismus zur U-23-EM angetreten, doch im Diskuswerfen musste drei anderen Athleten den Vortritt lassen. Der Slowene Kristjan Ceh (67,48 m) und auch Yauheni Bahutski (61,21 m) lagen an diesem Tag außer Reichweite für den LV-90-Starter, doch Bronze wäre durchaus drin gewesen. Schließlich hatte der Spanier Yadiel Sotero als Dritter am Ende auch nur 58,07 Meter zu Buche stehen. Für Korbinian eine machbare Leistung, doch weiter als 57,95 Meter sollte sein Diskus in Tallinn nicht fliegen. „Ich hatte technische Probleme“, gestand der Hoffnungsträger hinterher, der wie schon bei der U-20-EM vor zwei Jahren erneut unglücklicher Vierter wurde. Und diesmal fehlten nur 13 Zentimeter zum Treppchen.

Ebenfalls in Tallinn stand wenig später die EM der U 20 auf dem Programm – und mit Steven Richter hatte der LV 90 ein heißes Eisen im Feuer, da er im Kugelstoßen als Führender der Weltjahresbestenliste angereist war. Doch kurz nachdem er bei der Junioren-Gala in Mannheim erstmals die 20-Meter-Marke geknackt hatte (20,34 m), konnte er sein immenses Potenzial auf der großen Meisterschaftsbühne einfach nicht ausschöpfen. 18,91 Meter stellten zwar einen ordentlichen Auftakt dar, doch die erhoffte Steigerung in den folgenden Durchgängen blieb aus, sodass am Ende Rang 6 für Richter zu Buche stand. Im Diskuswerfen blieb die angestrebte Wiedergutmachung aus, denn die beiden ersten Versuche landeten im Fangnetz. Im dritten Durchgang zeigte die Anzeigetafel dann 55,03 Meter an – ein Wert, der nicht fürs Weiterkommen reichte und letztlich nur Platz 10 bedeutete.

Christina Schwanitz feiert ihren 10. Sieg – und Daniel Jasinski einen Stadionrekord

Appetit auf die Olympischen Spiele hat am Freitagabend der 18. Thumer Werfertag gemacht. Zumindest was die Leichtathletik angeht, denn die Weitenjäger präsentierten sich bei der Generalprobe für den Saisonhöhepunkt in Japan teils in bestechender Form. So sorgte Olympia-Teilnehmer Daniel Jasinski für den ersten Höhepunkt des Tages, indem er den lange bestehenden Stadionrekord im Diskuswerfen, einst aufgestellt von Lars Riedel, knackte. Im Beisein von Riedels Vater, der als Kampfrichter fungierte, schraubte Jasinski den Bestwert auf 66,67 Meter. Dies bedeutete den Sieg vor Christoph Harting (SCC Berlin/63,83 m) und dem zweiten deutschen Olympia-Teilnehmer David Wrobel (SC Magdeburg/63,77 m). Bei den Frauen setzte sich Marike Steinacker (TSV Bayer Leverkusen) mit glatt 63 Metern vor Vita Claudine (SC Neubrandenburg/60,39 m) durch.

„Tolle Leistungen, ordentliches Wetter und viele Zuschauer“, bilanzierte Mitorganisator Sven Lang, der knapp 1000 Zuschauer im Stadion begrüßen konnte. Einen Regenschauer gab es nur kurz zu Beginn, sodass sich die Fans voll auf das sportliche Geschehen konzentrieren konnten. Ein weiteres Highlight stellte dabei der Wettbewerb im Speerwerfen dar, in dem Johannes Vetter seiner Favoritenrolle gerecht wurde. Zwar konnte der 28-Jährige von der LG Oldenburg die 90-Meter-Marke diesmal nicht knacken, doch reichten 86,48 Meter zum souveränen Sieg. „Die Positionen stimmen, nur der letzte Punch fehlt“, sagte Vetter, der schon beim Einwerfen nicht ganz zufrieden mit sich wirkte. Allerdings konnte er die Fans hinterher beruhigen: „Körperlich bin ich fit.“ Zugleich lobte der Olympia-Medaillenkandidat die knapp 1000 Zuschauer in Thum für die gute Stimmung: „Es war ein schöner Wettkampf, danke für die Unterstützung.“

Beeindruckt von der Kulisse zeigte sich auch wieder einmal Christina Schwanitz. „Das ist Zuhause“, schwärmte die Kugelstoßerin vom LV 90 Erzgebirge, die nach eigenen Angaben bei ihrem Heimspiel in Thum mehr Adrenalin im Körper verspürte als bei den anstehenden Spielen in Japan zu erwarten sei: „Die Fans daheim stacheln einen einfach an.“ Motiviert durchs Publikum feierte Christina Schwanitz mit ihrem zehnten Sieg ein kleines Jubiläum. 18,63 Meter reichten, um Vereinskollegin Katharina Maisch auf Platz 2 zu verweisen, doch auch die zweite Olympia-Starterin des LV 90 präsentierte sich mit 18,48 Metern in starker Verfassung. Bei den Männern ging der Sieg im Kugelstoßring an den Tschechen Tomas Stanek, der im allerletzten Versuch des Abends mit 21,12 Meter ein Ausrufezeichen und Christian Zimmermann (Kirchheimer SC/19,64 m) auf Platz 2 verwies.

Ergebnisse