Nach dem Trainingslager in Wittow kehrt die große Ruhe ein

Wo sonst die Nachwuchssportler auf die nächste Anweisung ihrer Trainer warteten – die einen voller Vorfreude, die anderen mit gerunzelter Stirn – herrscht nun gähnende Leere. Weder in den Hallen noch in den Stadien ist etwas los. Die Folgen des Corona-Virus machen auch vor der Leichtathletik nicht halt, sodass neben dem Wettkampf- inzwischen auch der Trainingsbetrieb ruht. LV-90-Trainer Maik Werner hofft dennoch, dass die Sportler sich individuell fit halten. „So weit es ging, haben wir Trainingspläne mitgegeben.“ Ziel ist, dass alle weiter Sport betreiben. Denn irgendwann – lieber morgen als übermorgen – wird die Normalität zurückkehren. Bis dahin wünschen wir als Verein allen die nötige Kraft, um diese schwierige Zeit zu meistern!

Als Symbol für die Hoffnung, dass alles schnellstmöglich wieder gut wird, kann die Sonne herhalten, die jeden Morgen am Horizont aufgeht. Ein Schauspiel, das sich die 14 Teilnehmer des Trainingslagers in Wittow gleich mehrfach live anschauten. Denn Maik Werner holte die neun und zehn Jahre alten Kinder aus vier Vereinen – neben dem LV 90 waren die WSG Schwarzenberg-Wildenau, der TTL Ehrenfriedersdorf und der TSV Elektronik Gornsdorf vertreten – jeden Morgen früh aus den Federn. Strandlauf an der Ostsee war stets angesagt, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Bei meist schönem Wetter eine optimale Einstimmung für die zwei Trainingseinheiten, die pro Tag folgten.

Trotz der kurzen Ausdauer-Einheiten am Morgen ging es an der Ostseeküste keineswegs darum, Kraft oder Kondition zu bolzen. „Wichtig waren für uns die Basics in Disziplinen wie Hürdenlauf oder Weitsprung“, erklärt Trainer Maik Werner. Technische Abläufe standen also im Fokus. Entweder am Strand oder in der Turnhalle des Jugenddorfs. Das Spielen kam natürlich nicht zu kurz. Entweder die Mädchen und Jungen powerten sich beim Fußball und beim Zweifelderball aus. Oder sie saßen abends bei Gemeinschaftsspielen in gemütlicher Runde beisammen. Der Teamgeist kam also definitiv nicht zu kurz.

Obwohl der Fernseher eher selten lief, waren die aktuellen Entwicklungen in Deutschland und der ganzen Welt auch auf dem nördlichen Teil der Insel Rügen wahrzunehmen. „Natürlich haben wir mitbekommen, was sich abspielte. Aber wir haben uns davon nicht stören lassen“, sagt Maik Werner, der die Nachwuchssportler zusammen mit Bianca Maneck und Marc Kischkewitz betreute. Letzterer hatte im Vorfeld mit seiner Firma „intensivLEBEN“ viel dazu beigetragen, dass das Trainingslager voller Freude über die Bühne gehen konnte. Die Begeisterung der Teilnehmer zeigte, dass sich dieses Engagement gelohnt hat. Und auch wenn nach der Rückkehr der beiden Kleinbusse ins Erzgebirge klar ist, dass jetzt schwierige Zeiten zu bewältigen sind, so ist die Zuversicht doch die größte Kraft, die uns alle antreibt!

 

 

LV-90-Starter trotzen bei Cross-DM den widrigen Bedingungen

Als Maik Werner das Freibad-Gelände von Sindelfingen betrat, fühlte er sich an seine Jugend erinnert. Nicht weil der inzwischen 33-jährige Trainer des LV 90 Erzgebirge dort schon mal ins Becken gesprungen war, sondern weil er dort vor knapp 20 Jahren selbst eine Deutsche Cross-Meisterschaft bestritten hatte. Am Wochenende trafen sich die besten Crossläufer aller Bundesländer nun erneut im Badezentrum von Sindelfingen, um die DM-Medaillen unter sich auszumachen. Und wie damals zeigte sich das Wetter von seiner unangenehmen Seite. Denn nicht nur in den Becken war reichlich Wasser, sondern auch auf der Strecke.

„Als wir uns am Freitagnachmittag die 1,1 Kilometer lange Runde angesehen haben, stand bei Dauerregen alles unter Wasser“, berichtet Maik Werner. Ähnliches Wetter hatte bereits bei seinem damaligen DM-Start den Wettkampf zu einer wahren Schlammschlacht werden lassen. „Im Ziel bin ich nur noch mit einem Schuh angekommen, weil der andere im Schlamm stecken geblieben ist“, erinnert sich der LV-90-Trainer und fügt an: „Aber was will man machen? Umzukehren und den Schuh wieder anzuziehen, kostet zu viel Zeit.“ Diese Erfahrung mussten diesmal auch einige Sportler machen.

Unsere neun LV-90- Starter kamen allesamt mit Schuhen ins Ziel, was aber keineswegs heißt, dass es einfach war. „Das Laufen auf solch tiefem Boden ist ein ganz anderes als auf trockener Strecke“, erklärt Werner. Dazu kam, dass sich die Wiesenabschnitte in welligem Gelände befanden und selbst kleine Anstiege somit zur Rutschpartie wurden: „Manchmal sah es so aus, als machten die Sportler zwei Schritte vor und gleichzeitig einen zurück.“

Worauf es also mehr denn je ankam, war der Kampfgeist. Und genau den stellte Christopher Arnold unter Beweis. Auf dem 14-jährigen Zschopauer hatten von vornherein die größten Hoffnungen unseres Vereins geruht. Doch einen Podestplatz schien im Vorfeld kaum erreichbar. Als Bahn-Experte war auch Christopher nicht unbedingt erfreut über den Schlamm. Doch er bewies mehr Kampfgeist als einige Konkurrenten, die mit besseren Zeiten gemeldet waren. „Christopher hat richtig auf die Zähne gebissen“, schildert Werner den 2,2 Kilometer langen Kampf gegen die Konkurrenz, das Gelände und vor allem mit sich selbst. Nach 7:50 Minuten war er überstanden. Belohnung für die gezeigte Moral war die Bronzemedaille, mit der der U-16-Starter die Erwartungen übertraf.

Bei den U-16-Mädchen wurden auch Anne Weißbach (7.) und Tizia Schreiter (8.) zur Siegerehrung aufgerufen, denn Urkunden gab es bis Platz 8. In der U 18 war unser Verein nicht vertreten, weil diese Athleten mit in der U 20 ran mussten. „In der Einzelwertung hätte es so oder so nur fürs Mittelfeld gelangt. Zusammen mit den Älteren konnten wir aber in der Mannschaftswertung gute Ergebnisse erreichen“, begründet Maik Werner diese Maßnahme, die Früchte trug. Schließlich schafften es Lisa Weißbach (29.), Helene Müller (36.) und Anna-Chiara Nitschke (44.) als Siebente der Team-Wertung ebenso in die Top Ten wie in der männlichen Konkurrenz Tilman Reichel (40.), Hendrik Neubert (50.) und Elias Lämmel (61.), die Achte wurden.

„Alle haben unglaublich gut gekämpft“, berichtet Maik Werner. Vor allem vor dem Durchhaltevermögen von Elias zog er den Hut, denn der Gelenauer hielt einer schon länger anhaltenden Oberschenkelverletzung bis zur Ziellinie durch. Auch wenn persönlich keine tolle Zeit herauskam, so sorgte Elias doch dafür, dass der LV 90 als Team in die Wertung kam. Generell wurde der Teamgeist groß geschrieben. „Auf der Strecke ist jeder sein Rennen gelaufen. Aber die gerade nicht im Einsatz waren, haben die anderen super unterstützt und lautstark angefeuert“, schildert unser Trainer den Teamgeist, der auch beim gemeinsamen Abendessen zu spüren war.

 

 

Katharina Maisch holt DM-Silber und kann anderen Tipps geben

In Chemnitz gibt es seit vier Monaten eine interessante Wohngemeinschaft. „Ich wasche, er kocht. Es funktioniert optimal“, sagt Katharina Maisch über ihr Verhältnis zu Cedric Trinemeier, das vor allem sportlich geprägt ist. Dass es von der gemeinsamen Wohnung nur 15 Minuten bis ins Sportforum sind, hat seinen Grund. Denn dort trainieren die beiden bei Kugelstoß-Bundestrainer Sven Lang, der das Duo zum LV 90  gelotst hat. Während die vom TuS Metzingen gekommene Maisch schon länger zur Trainingsgruppe gehört, stieß Trinemeier erst im November aus Mannheim dazu. Beide sind 22 Jahre alt und könnten schon bald zu Aushängeschildern unseres Vereins werden.

Ein erstes Achtungszeichen hat Katharina Maisch am Wochenende gesetzt. In Abwesenheit von Christina Schwanitz deutete die Sportsoldatin bei der Deutschen Hallen-Meisterschaft an, dass sie in die Fußstapfen von Christina treten kann. Mit einer persönlichen Bestleistung von 17,98 Metern gewann Katharina in Leipzig Silber. Zum Meistertitel fehlten nur 16 Zentimeter. „Natürlich ist es schade, dass Katharina die 18-Meter-Marke nicht ganz geknackt hat, aber auch so war es ihr bislang bester Wettkampf überhaupt“, berichtet Sven Lang. Dabei sieht er bei seinem Schützling schon jetzt mehr Potenzial. Dass die 22-Jährige ihre Dynamik in Leipzig nicht ganz ausschöpfte, sei aber nachvollziehbar gewesen: „Wer im Wettkampf zuvor sechs ungültige Versuche hinlegt, der geht ein solch wichtiges Ereignis nun mal etwas vorsichtiger an.“

Trotzdem war Katharina Maisch explosiv genug, um weiter zu stoßen als je zuvor, was wohl auch an ihrer ausgefeilten Drehstoßtechnik liegen dürfte. „Das ist die Zukunft. Die Entwicklung geht ganz klar in diese Richtung“, sagt Lang. Solche Veränderungen seien im Sport normal. Schließlich habe im Hochsprung auch der Flop den Wälzer abgelöst, oder im Skispringen der V-Stil die parallele Skiführung. Der große Vorteil der Drehstoßtechnik bestehe darin, dass – anders als beim Angleiten – auch kleinere Sportler die gleichen Chancen hätten wie die größeren. „Außerdem ist es gelenkschonender“, ergänzt Sven Lang, unter dessen Anleitung auch Sarah Schmidt daher auf die Rotationstechnik umsteigt. „Sie hatte immer Knieprobleme“, sagt der Trainer über die LV-90-Athletin, die erst vor drei Monaten mit dem Einstudieren der neuen Abläufe begann. „Eigentlich dauert so eine Umstellung ein Jahr. Aber ich habe es ihrem Ermessen überlassen, ob sie in Leipzig startet“, so Lang. Sarah Schmidt, die die Drehbewegungen immerhin vom Diskuswerfen kennt, schätzte sich offenbar richtig ein und übertraf mit ihren 16,44 Metern als Sechste die Erwartungen.

Ähnlich lief der Wettkampf für Cedric Trinemeier, der bei den Männern mit 18,44 Metern Siebenter wurde. „Auch für ihn kam der Wettkampf eigentlich zu früh“, so Lang, zumal der Student mit der Rotationsbewegung zuvor noch gar nicht vertraut war. Diskuswerfen stand für ihn nie auf dem Programm, sodass der Umstieg für ihn noch etwas schwieriger ist. Dafür verfügt der 2,02-Meter-Hüne über eine versierte WG-Partnerin, die nicht nur beim Erledigen der Wäsche den richtigen Dreh raus hat. Mit dem ein oder anderen leckeren Essen könnte sich Trinemeier also hilfreiche Tipps verdienen – von einer Athletin, die schon lange mit der Drehstoßtechnik vertraut ist und die internationale Ambitionen hegt. „Die Olympia-Norm von 18,50 Metern hat sie definitiv drauf“, sagt Sven Lang über Katharina Maisch, der er in diesem Jahr einen großen Sprung nach vorn zutraut. Für Sarah Schmidt und Cedric Trinemeier passe es dagegen gut ins Konzept, dass keine anderen bedeutenden internationalen Herausforderungen anstehen. So können sie die Umstellung auf die Drehstoßtechnik in aller Ruhe vorantreiben.

Jugend-Hallen-DM bringt trotz vieler Bestleistungen keinen Podestplatz

„Gut war das Abschneiden, aber eben nicht sehr gut.“ So lautet die Bilanz von Trainer Sven Lang nach der Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaft in Neubrandenburg, wo auch die Medaillen der Winterwurf-Wettbewerbe vergeben wurden. Fast alle Einzelstarter des LV 90 erreichten das Finale, außerdem gab es viele persönliche Bestleistungen. So viel zu den positiven Aspekten dieser Titelkämpfe. Der negative bestand allerdings darin, dass das i-Tüpfelchen in Form einer Medaille ausblieb.

Dicht dran am Podest war Steven Richter an. Auch wenn für den U-18-Athleten im Diskuswerfen letztlich sechs ungültige Versuche zu Buche standen, so war es doch eine Zentimeterangelegenheit. Denn der eine Wurf, der nicht im Netz landete, hätte wahrscheinlich zu einer Medaille gereicht. Allerdings berührte Stevens Fuß dabei die Ringkante, weshalb auch dieser vierte Versuch nicht in die Wertung einging. Zwei Chancen blieben zwar noch. Aber so sehr sich Trainer Christian Sperling auch Mühe gab, beruhigend auf seinen Schützling einzuwirken: Die Nerven spielten diesmal nicht ganz mit. Umso stärker ist die Reaktion des 17-jährigen Gelenauers einzuschätzen, der sich nur zwei Stunden nach diesem Missgeschick im Kugelstoßen von seiner starken Seite zeigte. In der U 20 erst zum zweiten Mal mit der schweren Sechs-Kilo-Kugel antretend, verpasste Steven (17,93 m) Bronze nur um drei Zentimeter. „Dass er in dieser kurzen Zeit seine Nerven wieder in den Griff bekommen hat, zeigt, dass Steven mit solchen Rückschlägen umgehen kann“, lobt Sven Lang.

Auch ohne Medaille gibt es aber aus Neubrandenburg viel Positives zu berichten. So erreichten im Diskuswerfen Florian Schmidt (5./53,28 m), Rick Schlömilch (6./51,56 m) und Sascha Schmidt (7./51,49 m) allesamt neue persönliche Bestleistungen. Kugelstoßer Marc-Aurel Loibl (6./17,69 m) und Diskus-Spezialistin Larissa Stiehler (7./41,57 m) kamen zumindest in die Nähe ihrer Bestwerte. Und Nela Herzog, die den Dreisprung mit 11,85 Metern auf Rang 8 beendete, egalisierte ihren persönlichen Rekord. „Wenn fast alle Starter in den Bereich ihrer persönlichen Bestleistungen vordringen, gibt es wenig zu meckern“, hielt Sven Lang bei seiner Bilanz fest. Auch die Viermal-200-Meter-Staffel, bestehend aus Axel Sven Gerlach, Elias Lämmel, Nico Heinzel und Tilman Reichel, war schnell unterwegs. Weil allerdings einmal die Wechselzone übertreten wurde, ging die Zeit nicht in die Wertung ein. Ebenso wie Hammerwerfer Jeremy Neubert, der ohne gültigen Versuch blieb, kam auch die männliche Staffel nicht in die Wertung. Für Nela Herzog, Liv Zoe Strohbach, Paula Mannsfeld und Helena Zietzsch (1:46,81 min) stand in der weiblichen Konkurrenz Platz 18 zu Buche.

21 Medaillen bei U-12- und U-14-Regionalmeisterschaft erkämpft

Mehrere verletzungs- und krankheitsbedingte Ausfälle haben dafür gesorgt, dass unsere Starte bei den Hallen-Regionalmeisterschaften der Altersbereiche U 12 und U 14 nicht ganz an die Medaillenausbeute des Vorjahres herankamen. 21 Podestplätze konnten sich am Ende des Tages im Chemnitzer Sportforum aber dennoch sehen lassen, weil andere Sportler in die Bresche gesprungen waren. Erfolgreichste Starterin war Lotta Pauline Beer, die W-13-Meisterin im Hochsprung (1,40 m) und im Kugelstoßen (11,18 m) wurde. Dazu kamen noch Silber im Sprint sowie Gold mit der Staffel, die komplettiert wurde durch Leonie Schürer, Emilia Aurich und Alana Mehlhorn. Letztere belohnte sich auch im Weitsprung für eine tolle Leistung mit Gold. Dabei war Nervenstärke gefragt, denn mehrere Springerinnen lagen dicht beieinander. In dieser Zentimeter-Angelegenheit gelang Alana (W 12) im letzten Durchgang der entscheidende Sprung mit persönlicher Bestweite (4,38 m).

Neuer Modus im U-12-Weitsprung

Ebenfalls in der W 12 startend und ebenfalls mit neuer Bestleistung, gewann Angelina Fischer Silber mit der Kugel (8,76 m). Doch noch mal kurz zurück zum Weitsprung: Der wurde in der U 12 als Additionswettbewerb ausgetragen – sowohl mit dem linken als auch mit dem rechten Bein wurde je zweimal abgesprungen, der jeweils beste Versuch kam in die Wertung. Dies ergab im Fall von Seraphine Landmann 8,54 Meter, was ihr den Titel in der W 11 bescherte. Auf der Tartanbahn erkannte Maik Werner bei den Staffeln noch etwas Luft nach oben – so gilt es die Abläufe bei den Wechseln noch zu optimieren. Doch im Einzelsprint durfte sich der Trainer über zwei Medaillen in der W 10 freuen. Hier machten Larissa Hartmann (1.) und Hannah Schubert (2.) den Doppelsieg für den LV 90 perfekt.

Am Vereinsrekord geschnuppert

Bei den Jungs klappte die Staffelübergabe deutlich besser. Dies war eine Voraussetzung dafür, dass die U-14-Staffel mit Lasse Platzer, Enzo Kieß, Arno Börner und Jerome Düringer zu Gold sprintete. Auch in den einzelnen Disziplinen schafften es diese M-13-Sportler aufs Treppchen. So wurde Lasse Vizemeister über die Hürden – dicht gefolgt von Jerome, der auch den 60-Meter-Sprint ohne Hürden als Dritter beendete. Und Arno gewann Silber im Weitsprung, nach längerer Krankheitspause dürfte dies Balsam auf seine Sportlerseele gewesen sein. Ausdauer war im Fall von Max Luis Lindner gefragt, denn der M-12-Starter wollte es über 800 Meter wissen. Und er lief auf dieser Distanz zum Titel. Fast wäre ihm dabei sogar ein neuer Vereinsrekord gelungen, nur eine Minute fehlte zur Bestmarke.

Zweite Staffel hält die Fahne hoch

Ähnlich erging es in der M 11 Maxim Gassmann, der erstmals unter 2:40 Minuten blieb. Kurz nach ihm ins Ziel kommend, freute sich Julian Riedel über Platz 3. Überzeugen konnte in dieser Altersklasse auch Julius Stütz, der den Sprint gewann und Zweiter im Additionsweitsprung wurde. Die einzige M-10-Medaille gewann Ernst Sieber als Dritter im Sprint. Im Staffellauf hatten er und seine Teamkollegen etwas Pech beim Wechsel, was zu Rang 5 führte. Dafür hielt die zweite Vertretung bestehend aus Linus Rudolph, Karl Laurenz Fiedler, Julian Riedel und Jason Beck die Fahne hoch und erkämpfte Silber.

Ergebnisse

 

 

Jugend-Athleten des LV 90 überzeugen bei Mitteldeutscher Meisterschaft

„Es ging nicht besser.“ So lautete der kurze, aber treffende Kommentar von Trainer Maik Werner zum Abschneiden der LV-90-Sportler bei den Mitteldeutschen Hallen-Meisterschaften inklusive der Winterwurf-Titelkämpfe. In Halle an der Saale erkämpften 16 Medaillen und erreichten damit die beste Ausbeute aus sächsischer Sicht. Für ein absolutes Highlight sorgte dabei Steven Richter – nicht nur wegen seiner zwei Titelgewinne. Der Schützling von Trainer Christian Sperling ließ nicht nur mit dem Diskus, sondern auch mit der Kugel die gesamte männliche U-18-Konkurrenz hinter sich. Dabei konnte er erstmals die 20-Meter-Marke knacken – Stevens persönliche Bestweite liegt nun bei 20,10 Metern. Aus der Trainingsgruppe von Christian Sperling trumpften aber auch andere Sportler groß auf. So gewann Larissa Stiehler das U-18-Diskuswerfen mit einer persönlichen Bestleistung von 42,57 Metern. Für sie kam noch Platz 4 im Kugelstoßen dazu.

Mit allen Wurfgeräten erfolgreich

Generell hatten unsere Wurf-Experten wieder einen tollen Tag erwischt. So durfte Florian Schmidt in der U 20 gleich zweimal das Podest besteigen. Er wurde Vizemeister im Kugelstoßen, wo Marc Aurel Loibl (3.) und Sascha Schmidt (4.) direkt dahinter folgten, und zudem Dritter im Diskuswerfen. Als Trainer der Hammerwerfer hatte auch Steve Schneider Grund zur Freude. Während Rick Schlömilch Vierter in der U 20 wurde, erreichte der außer der Wertung startende Franz Lorenz eine neue Bestleistung mit dem schweren 6-kg-Hammer (56,88 m). Gut drauf war ebenso Jeremy Neubert, der als U-18-Vizemeister mit 49,62 Metern die DM-Norm knackte. Außerdem holten Dennis Beck (1./U 16) und Patricia Beck (3./U 16) vom SV 1870 Großolbersdorf, die ebenfalls bei Steve Schneider trainieren, Medaillen mit dem Hammer. Neben Kugel, Diskus und Hammer gibt es ja noch ein viertes Wurfgerät – und auch damit sorgte jemand für Furore. Gemeint ist Svenja Hübner, die im U-16-Speerwerfen mit 39,39 Metern Silber erkämpfte.

Gute Ergebnisse auch auf der Bahn

Dieser Silberwurf krönte den gelungenen Auftritt unserer U-16-Mädchen, wobei Svenja nicht nur Armkraft unter Beweis stellte. Im Hochsprung war zu erleben, über welche Sprungkraft sie verfügt. Mit 1,60 Meter übertraf sie ihre eigene Körpergröße und wurde Fünfte. Auch Lara Böhm (4./Kugel) und Lennya Fuhrmann (6./Weitsprung), die mit Rückenschmerzen zu kämpfen hatten, schafften es in die Top Ten. Mit dabei waren auch Rosalie Weber und die nach langer Verletzungspause wiedergenesene Sarah Michelle Leichsenring, die unter anderem zu Platz 5 der Staffel über viermal 200 Meter beitrugen. Auch auf der Bahn lief es für den LV 90 an diesem Tag blendend. Für eine Sensation sorgte dort Axel Sven Gerlach, indem er den U-18-Titel über 400 Meter gewann. Auf der doppelten Distanz sprang für Tilman Reichel Silber heraus – genau wie Christopher Arnold (U 16), der zudem Zweiter mit der Staffel wurde. Zu der gehörten auch Curt Aurich, Sandro Mittag und der Schwarzenberger Leonhardt Stein.

Die Staffeln überzeugen

Wo wir gerade bei den Staffeln sind: In der U 20 gab es über viermal 200 Meter gleich zweimal Bronze. Einerseits dank unserer jungen Männer. Dank einer neuen Bestzeit mussten Axel Sven Gerlach, Elias Lämmel, Nico Heinzel und Tilman Reichel von der Startgemeinschaft Erzgebirge nur zwei anderen Teams den Vortritt lassen. Elias wurde außerdem Fünfter über 400 Meter. Zur jungen Damen-Staffel, die nach einem harten und anstregenden Tag ebenfalls auf Platz 3 lief, gehörten Nela Herzog, Liv Zoe Strohbach, Paula Mannsfeld und Helena Zietzsch. Hart war der Tag deshalb, weil alle auch in den U-18-Einzeldisziplinen einiges zu tun hatten. So durfte sich Nela zum Beispiel über Silber im Weitsprung freuen. Auch Liv Zoe (4./200 m), Paula (5./400 m) und Helena (9./Weitsprung) waren vorn dabei. Für eine weitere Medaille sorgte in der U 20 Helene Müller, die sich nach längerer krankheitsbedingter Pause mit Platz 3 über 3000 Meter zurückmeldete.

Ergebnisse

 

 

Hallen-Landesmeisterschaft in Chemnitz beschert dem LV 90 insgesamt 14 Titel

In der Leichtathletik-Halle des Chemnitzer Sportforums und draußen am Werferhaus herrschte diesmal besonders viel Betrieb, denn in fast allen Altersbereichen ging es um die Landesmeistertitel. Dabei konnten unsere Starter überzeugen. Mit insgesamt 36 Medaillen fiel die Bilanz sehr positiv aus. 14-mal reichten die erbrachten Leistungen sogar zu Gold. „Schön ist, dass die Erfolge über alle Altersklassen verteilt waren“, sagt Sven Lang, der mit seinen Trainerkollegen viel Grund zur Freude hatte. Schließlich wurden im Sportforum von unseren Startern auch viele Normen für die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften in Neubrandenburg geknackt.

Zunächst aber erst einmal zum Erwachsenenbereich, wo der LV 90 trotz der Abwesenheit von Christina Schwanitz im Kugelstoßring dominierte. Zu verdanken war dies zwei Neuzugängen, die erstmals bei offiziellen Meisterschaften das LV-90-Trikot trugen. Einen glänzenden Einstand feierte dabei Katharina Maisch, die bei den Frauen mit deutscher Jahresbestleistung von 17,07 Metern siegte. Bei den Männern stand ihr Cedric Trinemeier (17,80 m) kaum nach. Er sicherte sich den ersten Platz vor einem guten alten Bekannten: Unser Senior Dominik Lewin (15,45 m) machte als Vizemeister den Doppelerfolg perfekt.

In der U 18 setzte Steven Richter die größten Ausrufezeichen. Nicht nur mit seiner Siegerweite im Kugelstoßen (19,75 m), sondern auch mit dem Diskus. Dort bescherten ihm 60,66 Meter den Sieg. „Das war jeweils deutsche Jahresbestleistung“, betont Sven Lang. Erfolgreiche Weitenjäger gab es in der U 18 noch mehr. So sicherten Larissa Stiehler (Diskus/41,40 m)  und Jeremy Neubert (Hammer/46,66 m) unserem Verein weitere Titel. Doch nicht nur Armkraft führte zu einer erfolgreichen Weitenjagd, sondern auch Sprungkraft. Den Beleg dafür lieferte die dreifache Medaillengewinnerin Neal Herzog, die im Weitsprung (5,42 m) und im Dreisprung (11,89 m) jeweils Zweite wurde. Ein Grund dafür war aber auch die Geschwindigkeit, die sie über 60 Meter (7,91 s) sogar den Titel holen ließ. Und noch mehr tolle News gab es von der Tartanbahn: So sicherten sich über viermal 200 Meter beide U-18-Staffeln mit deutscher Norm den Sieg.

Als überragende Athletin in der U 16 erwies sich an diesem Wochenende Lennya Fuhrmann. Sie war von der Konkurrenz weder im Weitsprung (5,13 m) noch im Dreisprung (10,82 m) zu bezwingen. Dazu kamen noch Bronzemedaillen über 60 Meter Hürden (9,44 s) und mit der Staffel. Nicht nur die Staffel-Erfolge zeigen: Es war ein mannschaftlich geschlossen starker Auftritt in Chemnitz. Auch weitere Top-Einzelresultate belegen die gute Form, in der sich viele unserer Athleten befinden. So sicherte sich Svenja Hübner mit deutscher Jahresbestleistung (41,40 m) Platz 1 im Speerwerfen. Derweil durfte sich Lara Böhm über Gold im Kugelstoßen (11,63 m) und Silber im Diskuswerfen (25,27 m) freuen. Erfolgreichster männlicher U-16-Vertreter war Christopher Arnold, der über 800 Meter in 2:11,24 Minuten zum Sieg lief.

Ergebnisse

 

 

In Chemnitz viele Medaillen erkämpft

Für viele Weitenjäger hat der Winterwurf-Cup des LAC Chemnitz eine erste Standortbestimmung dargestellt. „Das beste Ergebnis waren die 60,98 Meter von Steven Richter im Diskuswerfen“, sagt Trainer Christian Sperling. Damit war dem Gelenauer der Sieg in der U 18 nicht zu nehmen. Dabei ließ er unter anderem seine Vereinskollegen Michel Gröper (3./44,42 m) und Jeremy Neubert (38,07 m) hinter sich.

Im Hammerwerfen bescherten Franz Lorenz (U 23/53,11 m) und Jeremy Neubert (U 18/46,52 m) dem LV 90 weitere Siege. Dazu kam in dieser Disziplin noch der zweite Platz von Rick Schlömilch (46,41 m) in der U 20. Letzterer hatte das U-20-Diskuswerfen mit 49,09 Metern als Dritter beendet – direkt hinter Florian Schmidt (52,12 m). Sascha Schmidt (4./49,06 m) und Marc-Aurel Loibl (7./44,12 m) gehörten ebenso zum Teilnehmerfeld.

Mit dem Diskus waren auch drei jüngere Teilnehmerinnen aus unseren Reihen am Start. Dabei erreichte Lara Böhm als Zweite der W 14 das beste Ergebnis. Sie hatte ihr Wurfgerät erst nach 26,17 Metern landen lassen. Etwas kürzer waren die Würfe von Nora Richter (4./21,35 m) und Klara Langer (5./21,26 m).

Zwei Titel standen für den LV 90 Erzgebirge zudem bei den Landeshallenmeisterschaften der Senioren zu Buche. Dazu gab es jeweils noch Silber. Während Dominik Lewin (M 40) im Diskuswerfen (48,19 m) die gesamte Konkurrenz hinter sich ließ, gewann Mario Weber (M 45) über 400 Meter (60,01 s). Zweite Plätze sprangen für den Wurf-Experten mit dem Diskus (41,76 m) und den Lauf-Spezialisten über 60 Meter (8,13 s) heraus.

W-15-Mädchen bei Landesmeisterschaft in der Teamwertung vorn

Als mit dem 800-Meter-Lauf auch die letzte der fünf Disziplinen absolviert war, wirkten alle geschafft. Zugleich aber auch überglücklich, denn speziell unsere W-15-Mädels hatten bei der Mehrkampf-Landesmeisterschaft in Chemnitz einen bärenstarken Auftritt hingelegt. Rosalie Weber (2./2635), Lennya Fuhrmann (3./2615) und Svenja Hübner (4./2570) durften sich am Ende nicht nur über ihre guten Einzel-Ergebnisse freuen, sondern auch über den Sieg in der Mannschaftswertung. 7820 Punkte bedeuteten einen neuen Vereinsrekord. Auch auf sächsischer Ebene ist dieser Wert spitze. Ober er sogar einen neuen Landesrekord darstellt, lässt sich allerdings nicht sagen, da sich die Mehrkampf-Disziplinen über die Jahre immer mal wieder geändert haben. Aber dieser Aspekt war auch völlig egal, vielmehr galt es den Moment zu genießen. Schließlich hatte Rosalie in allen fünf Disziplinen persönliche Bestleistungen erreicht. Lennya und Svenja standen da kaum nach.

Im Fall von Pia Wetzel war ein Start wegen Rückenproblemen gar nicht erst möglich gewesen. Pech hatte dann auch Lucie Möckel, die nach zwei gelungenen Disziplinen im Hürdenlauf aufgeben musste. Ähnlich erging es Richard Müller, bei dem sich über die Hürden wieder der Oberschenkel negativ bemerkbar machte. Dafür hielten andere Jungs die Fahne für den LV 90 hoch. Vor allem Curt Aurich (6./M 14) mit 2377 Punkten und Sandro-Patrice Mittag (7./M 15) mit 2503 Punkten haben sich in Chemnitz super verkauft. Für Alexander Schneider, der insgesamt 2153 Punkte sammeln konnte, stand in der M 14 am Ende der 13. Platz zu Buche.

Weitere Medaillen gab es im U-20-Bereich zu bejubeln, deren Landesmeister in den einzelnen Disziplinen ermittelt wurden. Nela Herzog, die den Dreisprung mit 11,68 Metern knapp vor Lucienne Schulze gewann, und Tilman Reichel (800 m/2:01,82 min) holten Gold, obwohl sie eigentlich noch zur U 18 gehören. Sie und weitere Vertreter des unteren Jugendbereichs nutzten die Gelegenheit, um Wettkampfpraxis zu sammeln und eventuell die eine oder andere Norm für die Jugend-DM in der Halle zu knacken. Nah dran war über 200 Meter Liv Zoe Strohbach, die in 25,84 Vierte wurde. Gar nur 38 Hundertstelsekunden fehlten der 200-Meter-Staffel, die in der Besetzung Axel Sven Gerlach/ Elias Lämmel/ Nico Heinzel/ Chris Heyber zu Silber lief. Die weibliche Staffel schied wegen eines Wechselfehlers aus, verfügt aber auch über Potenzial. Weitere Chancen, sich für die Jugendhallen-DM zu qualifizieren bieten ja die U-18-Landestitelkämpfe sowie die Mitteldeutschen Meisterschaften.

Aber noch einmal zurück zur U-20-Landesmeisterschaft, wo es noch weitere Podestplätze zu vermelden gab. Unter anderem den von Paula Mannsfeld, die über 800 Meter Vizemeisterin wurde. Auch im 1500-Meter-Lauf war unsere Verein vertreten – und zwar in Person von Lisa Weißbach (5.) und Helene Müller (7.). Einen achten Platz fügte Axel Sven Gerlach der Bilanz hinzu, der über 200 Meter an den Start gegangen war. Im Kugelstoßen wollten es gleich vier LV-90-Vertreter wissen, was zwei Medaillen mit sich brachte. Auf Platz 2 landete mit 16,59 Metern Marc-Aurel Loibl, gefolgt von Sascha Schmidt (3.) und Rick Schlömilch (4.). Florian Schmidt wurde bei dieser Meisterschaft Siebenter.

Ergebnisse

 

 

Rolf Kohlmann bei Sächsischer Sportgala für Lebenswerk geehrt

Mehr als 1000 Gäste waren gekommen, um im Internationalen Congress Centrum von Dresden die Sächsischen Sportgala inklusive der Ehrung der Sportler des Jahres zu erleben. Prominente Athleten wurden dann auch nach vorn gegeben. Da neben Biathlon-Weltmeisterin Denise Herrmann (Frauen) und dem Nordischen Kombinierer Eric Frenzel (Männer) auch das Bobteam von Francesco Friedrich (Mannschaft) die meisten Stimmen in seiner Kategorie erhielt, war der LV 90 sogar in gewisser Weise auf der Bühne vertreten. Schließlich gehört mit Anschieber Candy Bauer ein ehemaliger Kugelstoßer aus unseren Reihen zur Crew des Eiskanal-Königs.

Während Candy aus verletzungsbedingten Gründung die Leichtathletik hinter sich ließ, kann ein anderer auch mit 82 Jahren einfach nicht genug davon kriegen. Gemeint ist Rolf Kohlmann, der am Elbufer ebenfalls auf die Bühne geholt wurde. Nachdem er bereits im Erzgebirge sowie vom Leichtathletik-Landesverband ausgezeichnet worden war, wurde er nun auf noch höherer Ebene für sein Lebenswerk geehrt. „Es geht nicht nur um die sportliche Leistung, sondern auch um die Entwicklung der Persönlichkeit. Und dafür haben wir gern unsere Zeit geopfert“, sagte Kohlmann in diesem großen Moment.

Verdient hat sich das Trainer-Urgestein diese Ehre auf jeden Fall, denn seit mittlerweile fast 60 Jahren steht er jungen Sportlern mit Rat und Tat zur Seite. Die große Herausforderung besteht aber auch darin, die Talente zu finden und von der Leichtathletik zu überzeugen. Schließlich gibt es da ja zum Beispiel noch den Fußball, in dem sich Rolf Kohlmann übrigens ebenfalls bestens auskennt. Unzählige Athleten hat er schon auf den richtigen Weg gebracht. Und obwohl die Zeit voranschreitet, kommen mit Sicherheit noch einige dazu. Denn es vergeht kaum ein Tag, an dem der Oldie nicht in Sachen Leichtathletik unterwegs ist. Danke für diese Leidenschaft!