Mit einem lachenden aber auch weinenden Auge wird Jolina Lange von den Europa-Meisterschaften der U18 aus Jerusalem zurückkehren. Nach einer souveränen Qualifikation am Montag, folgte Tags darauf leider ein nicht so optimal verlaufendes Finale.

Mit einer Bestleistung von 17,32 m gehörte die 17jährige zum Kreis der Favoritinnen. Dieser Rolle konnte sie in Israel leider nicht gerecht werden und landete am Ende mit 16,35 m auf einem guten 5. Platz. Das Ausbleiben einer besseren Leistung war an diesem Tag sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass sie nach dem Einstoßen Schmerzen im Ellbogen verspürte und somit ihr Potential nicht ausschöpfen konnte.

Trotzdem war die Teilnahme, an ihrer ersten internationalen Meisterschaft, für sie sicherlich ein großes Erlebnis, was ihr Mut machen und weitere Motivation geben sollte.

Sein weiter gestiegenes Leistungsvermögen konnte Steven Richter am vergangenen Wochenende bei der Internationalen BAUHAUS Junioren-Gala in Mannheim unter Beweis stellen. Nach 20,20 m im Kugelstoßen der mU20, was eine neue Saisonbestleistung und Platz zwei bedeuteten, gelang dem 19jährigen drei Stunden später der große Wurf mit dem Diskus. Hier holte sich der Gelenauer mit 67,25 m souverän den Sieg und verbesserte gleichzeitig den sächsischen Landesrekord.

Bei hochsommerlichen Temperaturen ermittelten die 12/13-jährigen in Dresden ihre Sachsenmeister. Auf der Rückreise hatten die LV 90-Athleten/innen sieben Medaillen, davon vier goldene im Gepäck.Gleich zweimal konnte Julius Stütz in der M13 über Gold jubeln. Mit 9,59s über 75m und vor allem sehr guten 5,61m im Weitsprung war er an diesem Tag unschlagbar. Gold und Bronze ging auf das Konto von Seraphine Landmann, die in der W13 über 60mHürden in 9,69sec sicher zum Sieg lief und im Weitsprung mit 4,78m Dritte wurde. Das insgesamt vierte Gold erlief Hannah Maneck über 800m der W13 in sehr guten 2:24,30min, wobei sie sich in einem Spurtrennen am Ende durchsetzen konnte. Sächsische Vize-Meisterin wurde Rosa Charlene Tittmann über 800m der W12. In 2:34,14min überquerte sie in der Landeshauptstadt als Zweite die Ziellinie.

Weitere Platzierungen:
4. Platz Leni Stückroth (W13) Diskus 18,09m; 5. Plätze Maxim Gassmann (M13) 800m 2:28,31min, Hanna Schubert 60mHü 9,72s, Paula Schubert (beide W12) Kugel 8,36m; 6. Platz Marc Buschmann (M13) 800m 2:36,78min

Ergebnisse

Am vergangenen Sonntag ermittelten die 14/15-jährigen aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt in Gotha ihre Mitteldeutschen Meister. Dabei konnte Jerome Düringer ganz vorn mitmischen. Über 80mHürden lief der 15jährige in sehr guten 10,89s erstmals unter 11s und sicherte sich damit den Mitteldeutschen Meistertitel. Mit dieser Zeit rangiert er momentan auf Rang zwei der deutschen Bestenliste und ist somit für die Deutschen Schülermeisterschaften gut gerüstet.

In der weiblichen U15 wurde Felicitas Jähn Vize-Meisterin mit dem Speer. Auch ihr gelang in Gotha mit 36,85m eine neue Bestleistung. In der männlichen U14 lief Max Luis Lindner ein beherztes Rennen über 3000m und wurde am Ende in einer Zeit von  9:59,23min ebenfalls mit dem Vize-Meistertitel belohnt. Silber Nummer drei ging an Angelina Fischer, die in der weiblichen U14 den Speer auf 32,34m warf. In der Besetzung Enzo Kieß, Felix Voigt, Cedric Schmidt und Jerome Düringer lief die 4x100m Staffel in 46,92sec zu Bronze und qualifizierte sich damit ebenfalls für die Deutschen Schüler- Meisterschaften in Bremen.

Ergebnisse

Beim an historischer Stelle ausgetragenen Kugelstoß-Wettbewerb der Frauen konnte Katharina Maisch, wie schon vor einem Jahr, die Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften erringen. Auf einer extra errichteten Anlage direkt vorm Brandenburger Tor erzielte die LV 90-Athletin im vierten Durchgang 18,62m und blieb damit lediglich 4cm hinter der Siegerin Sara Gambetta (SV Halle) zurück. Mit diesem Ergebnis übertraf sie ein weiteres Mal die geforderte Norm für die Weltmeisterschaften in drei Wochen in Eugene/Oregon. Drei Wochen nach ihrer Corona-Infektion war die Leistung schon vielversprechend für die folgenden internationalen Höhepunkte. „Es lief durchwachsen heute. Die Technik hat überhaupt nicht gepasst. Ich werde daran arbeiten und bis zur WM und EM wird es besser sein.“ so die Vize-Meisterin im Interview.

Ausgezeichnet haben sich die jungen Diskuswerfer des LV 90 in Szene gesetzt. Steven Richter, der Jüngste im Feld (gehört noch der Jugendklasse an), erzielte mit 59,83m eine neue persönliche Bestleistung und verfehlte schlussendlich die Bronzemedaille lediglich um 9cm. Am Ende landete der Gelenauer, bei seinen ersten Meisterschaften im Männerbereich auf einen tollen fünften Platz. Auch Matteo Maulana konnte im Berliner Olympiastadion seine Bestleistung auf 58,13m Steigern und landete damit in einem hochkarätig besetzten Wettbewerb auf Rang sieben. Korbinian Häßler, der sich im Vorfeld mit Rückenproblemen herumplagte, wurde mit 55,06m Neunter.

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Starker Auftritt in Mainz

Erstmals seit vielen Jahren hat es eine Staffel aus dem Erzgebirge bei der Deutschen Jugend-Meisterschaft wieder aufs Podest geschafft. Bei den Titelkämpfen in Mainz lief das aus Leichtathleten des LV 90 Erzgebirge und der WSG Schwarzenberg-Wildenau bestehende U-20-Quartett zu Bronze. Mit einer Zeit von 3:21,98 Minuten mussten Axel Sven Gerlach, Sandor-Patrice Mittag sowie die Brüder Bruno und Nico Heinzel nur zwei anderen Teams den Vortritt lassen. „Alle haben ihr Potenzial optimal abgerufen“, lobt Trainer Martin Salanga, der sich in der weiblichen Konkurrenz ebenfalls über einen starken Auftritt freute.

Dort war die Staffel ebenfalls aussichtsreich gestartet. Nach guten Leistungen von Anna Weichelt, Tizia Schreiter und Lina Tippmann ging der Stab in die Hände von Pia Wetzel, die trotz muskulärer Probleme auf die Zähne biss. „Sie hat sich ins Ziel gekämpft. Am Ende konnten wir mit Platz 8 gut leben“, sagt Martin Salanga. Im Vollbesitz aller Kräfte sei jedoch mehr möglich gewesen als diese Platzierung und eine Zeit von 4:04,65 Minuten.

Über dreimal 1000 Meter belegten Christopher Arnold, Bruno Heinzel und Hendrik Neubert in reichlich 8:25 Minuten Rang 18. Hier machte sich der Ausfall von Tilmann Reichel bemerkbar, der an einem Ermüdungsbruch im Fuß zu laborieren hat.

Ergebnisse

Zwei Tage lang haben sich Top-Athleten in Thum die Klinke, besser gesagt: die Wurfgeräte, in die Hand gegeben. Bei der Premiere des neuen Formats, das alle Wurfdisziplinen vereinte und somit zwei Wettkampftage in Anspruch nahm, spielte das Wetter zwar nicht immer ganz so mit wie erhofft. Trotzdem stellte auch der 19. Thumer Werfertag in sportlicher Hinsicht wieder ein Highlight dar. U-20-Athleten konnten sich mit geknackten Normen für die Weltmeisterschaften empfehlen und auch in den Hauptwettbewerben lieferten sich Starter aus 16 Nationen teils packende Duelle. Unter anderem ging dabei ein Sieg nach Jamaika. Für einen der Höhepunkte sorgte LV-90-Kugelstoßerin Katharina Maisch, während im Hintergrund auch Christina Schwanitz noch eine Rolle spielte…

Unter Startern aus 16 Nationen sorgt eine Lokalmatadorin für das Highlight

Trotz schwieriger Bedingungen – Regenschauer und kühle Temperaturen am Abend machten den Wettkampf nicht gerade einfach – haben mehr als 130 Leichtathleten aus 16 Nationen beim 19. Thumer Werfertag teils starke Leistungen geboten. „Dass im U-20-Bereich elf Sportler die Norm für die Weltmeisterschaft übertroffen haben, zeugt vom hohen Niveau“, bilanziert Kugelstoß-Bundestrainer Sven Lang, der die Fäden im Organisationsteam wie immer in der Hand hielt. Dabei wurden nicht nur im Kugelstoßring Normen geknackt, sondern auch mit dem Diskus und mit dem Hammer. Das Hammerwerfen hatte erstmals seit 2008 wieder zum Programm gehört und stellte am Freitagabend den ersten großen Wettbewerb der Veranstaltung dar. Dabei feierten Merlin Hummel (UAC Kulmbach/72,19 m) und Samantha Borutta (Eintracht Frankfurt/69,19 m) jeweils mit deutschen Jahresbestleitungen Siege.

„Das war aber nur das Vorprogramm. Der eigentliche Werfertag ist jetzt der Samstag“, erklärt Sven Lang, der das Meeting erstmals auf zwei Tage ausdehnte. Grund dafür ist der neu ins Leben gerufene Deutsche Wurf-Cup, der Wettbewerbe in allen Wurf-Disziplinen an einem Wettkampfort vereint. „An einem Tag wäre das nicht zu schaffen“, so der Trainer vom LV 90. Also ging es am Samstag mit den anderen Hauptwettbewerben weiter. Dabei konnten vor allem Speerwurf-Siegerin Annika Marie Fuchs (SC Potsdam/59,30 m) sowie Shanice Craft (SV Halle/63,01 m) und Traves Smikle (64,13 m) aus Jamaika mit ihren Siegen im Diskuswerfen Achtungszeichen setzen.

Den krönenden Abschluss stellte am Abend das Kugelstoßen dar, in dem sich bei den Männern der Brite Scott Lincoln (20,59 m) vor Roman Kokoshko (20,27 m) aus der Ukraine und David Storl (19,91 m) durchsetzte. Im Damen-Wettbewerb feierte Lokalmatadorin Katharina Maisch einen beeindruckenden Heimsieg. Mit 18,67 Metern steigerte sie ihre persönliche Bestweite unter freiem Himmel erneut. Nach geknackter WM-Norm ist ihr die Lockerheit deutlich anzumerken. „Ich bin endlich an dem Punkt, an dem ich das Publikum und das Klatschen aufnehmen kann“, erklärte die 24-Jährige, auf der die Hoffnungen des LV 90 ruhen.

Katharina Maisch will in die Fußstapfen von Christina Schwanitz treten, die in Thum die goldene Ehrennadel des sächsischen Leichtathletik-Verbandes erhielt. Von Landesverbandspräsident wurde sie dabei als Vorbild für den gesamten Leichtathletik-Nachwuchs bezeichnet, ehe die einstige Weltmeisterin noch viele Interviews geben musste. Nebenan zeigte Katharina Maisch derweil ihr Können. „Das war ein Highlight“, lobte auch Sven Lang, der sich allerdings mehr Zuschauer gewünscht hätte. Das nasskalte Wetter und die Reiselust vieler Leute am verlängerten Himmelfahrtswochenende hielten so manchen Leichtathletik-Fan aber offenbar ab. „Wir behalten den Modus mit zwei Tagen auf jeden Fall bei, werden uns aber einen anderen Termin suchen“, so Sven Lang mit Blick auf den 20. Thumer Werfertag im kommenden Jahr.

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