LV-90-Duo für Jugend-Europameisterschaft nominiert

Jetzt ist es offiziell: Sprinterin Viktoria Dönicke und Hammerwerfer Pascal Thalhäuser können ihre Koffer packen, um kommenden Sonntag nach Tiflis aufzubrechen. In Georgiens Hauptstadt werden vom 14. bis 17. Juli die U-18-Europameisterschaften ausgetrafen. Und für diesen Saisonhöhepunkt im Jugendbereich sind unsere beiden Starter vom DLV nominiert worden. Ausschlaggebend waren die Auftritte bei der jüngsten Jugend-Gala des DLV in Walldorf, wo Viktoria im 100-Meter-Finale in starken 11,93 Sekunden auf Platz 2 sprintete. Damit nimmt die Saison für unseren Neuzugang, der aus Halle zum Verein gestoßen ist, doch noch ein glückliches Ende. Anfangs machte ihr die lange Trainingspause aufgrund einer Beinverletzung noch zu schaffen, doch gerade noch rechtzeitig kam Viktoria in Form.

Pascal-wkMit starker Leistung überzeugte auch Pascal, als er den Hammer bei der Landesmeisterschaft auf stolze 70,47 Meter beförderte. Diese Weite wollte er eigentlich bei der DLV-Gala bestätigen, doch es lief nicht so richtig rund. Nach einem ordentlichen ersten Versuch (67,13 m) blieb die erhoffte Steigerung aus. Stattdessen pendelte sich Pascal in diesem Bereich ein, was auch am Wetter gelegen haben könnte. Statt der von ihm bevorzugten Wärme gab es Regen. Dennoch lag unser Wurf-Spezialist lange in Führung, zumal im vierten Durchgang 67,54 Meter zu Buche standen. Doch im letzten Versuch zog sein Konkurrent aus Aschaffenburg mit 68,37 Metern vorbei. Pascal war sichtlich beeindruckt, wie er später selbst gestand, und hatte keine passende Antwort parat. Zwei Tage später konnte er aufgrund der Nominierung aber dennoch strahlen. Nun gilt es, in Tiflis erneut die 70-Meter-Marke zu knacken.

Für den LV 90 stehen somit in den kommenden Tagen und Wochen gleich mehrere wichtige internationale Meisterschaften auf dem Programm. Zunächst nutzen Kugelstoßerin Christina Schwanitz und Sprinterin Rebekka Haase die Europameisterschaft in Amsterdam als Generalprobe für Olympia. Dann sind unsere U-18-Athleten bei der EM in Tiflis gefordert. Und später begibt sich auch noch Kugelstoßerin Sarah Schmidt bei der U-20-Weltmeisterschaft auf Weitenjagd. Diese Titelkämpfe stehen vom 19. bis 24. Juli im polnischen Bydgoszcz auf dem Programm. So richtig heiß wird’s freilich erst im August in Rio. Für alle Herausforderungen heißt es: Daumen drücken!

Samuel Uhlig belegt Platz 4 bei Deutscher U-16-Meisterschaft im Block

DSC_0195Zehn Zentimeter im Weitsprung oder sechs Sekunden im 2000-Meter-Lauf. Gemessen an einem langen Wettkampf mit fünf Disziplinen ist das nicht viel. Doch eben diese Winzigkeit fehlte Samuel Uhlig, um bei den Deutschen U-16-Meisterschaften im Block-Mehrkampf den Sprung aufs Podest zu schaffen. „Aber bei diesem stark besetzten Starterfeld war auch Platz 4 ein tolles Ergebnis“, kommentiert Trainer Martin Salanga das Abschneiden des M-15-Starters, der im Block Lauf auf 2474 Punkte kam. Damit fehlten lediglich 12 Zähler zu Bronze. Mit lediglich 29 beziehungsweise 39 Zählern Rückstand lagen nicht einmal Silber beziehungsweise Gold außer Reichweite. Möglich wurde dieses gute Ergebnis dank der bärenstarken Leistungen von Samuel, der sich in Bestform präsentierte. Eine persönliche Bestleistung nach der anderen stellte er in Aachen  auf. Nachdem Samuel die 80 Meter Hürden in 11,74 Sekunden gemeistert hatte, stellte er auch über 100 Meter seine Schnelligkeit unter Beweis (12,16 s). 63 Meter im Ballwerfen und 5,46 Meter im Weitsprung brachten ihn in die Position, im abschließenden 2000-Meter-Lauf in den Medaillenkampf einzugreifen. Und auch die letzte Herausforderung meisterte er in 6:21,55 Minuten mit Bravour.

DSC_0445Pech hatte Bruder Nathanael Uhlig, der zwar mitgereist war, aufgrund eines Magen-Darm-Infekts aber kurzfristig passen musste. Dafür präsentierten sich auch die anderen vier LV-90-Starter in guter Verfassung. Sie ließen sich in Aachen weder von den kühlen Temperaturen bremsen noch von Regen oder Wind. So begann Björn Oelmann (M 15/Wurf) mit zwei neuen Bestleistungen im Hürdenlauf (12,37 s) sowie im Weitsprung (5,62 m). Ein wenig Einfluss hatten die widrigen äußeren Bedingungen dann aber doch. Mit dem Diskus (39,68 m) und mit der Kugel (14,19 m) lief es nicht optimal. Inklusive des 100-Meter-Laufs (12,93 s) sprangen für Björn 2838 Punkte und damit der 14. Platz heraus. Ähnlich lief es für Elias Lämmel, der im Block Lauf der M 14 mit 2385 Punkten auf Rang 13 landete. Auch er verkaufte sich vor allem über die Hürden sehr gut, indem er in 12,76 Sekunden seine alte Bestleistung um sechs Zehntelsekunden unterbot. Nach dem Weitsprung (4,90 m), dem 100-Meter-Sprint (13,18 s) und dem Ballwurf (46,00 m) machte sich im 2000-Meter-Lauf (6:50,16 min) bemerkbar, dass Elias aufgrund einer kurzfristigen Zeitplan-Änderung eine ausgiebige Erwärmung fehlte.

DSC_0386Auch unsere beiden Mädels präsentierten sich bei dem nationalen Saisonhöhepunkt im Rahmen ihrer Möglichkeiten, was durch jeweils zwei neue persönliche Bestleistungen unterstrichen wurde. Cathy Frances Neumann (W 15/Wurf) war in der Weitsprunggrube (4,79 m) und über 100 Meter (13,69 s) besser als je zuvor. Über 80 Meter Hürden (12,77 s) hätte sie beinahe einen weiteren Rekord nachgelegt. Dagegen konnte sie bei der Weitenjagd mit dem Diskus (24,01 m) und der Kugel (9,97 m) ihr Potenzial nicht ganz ausschöpfen. Am Ende kamen 2476 Punkte zusammen, was Platz 19 bedeutete. Einen Rang weiter vorn landete Lisa Weißbach im Block Lauf der W 14. Sie war an diesem Tag besonders schnell und erreichte sowohl über 80 Meter Hürden (14,13 s) als auch über 100 Meter (13,99 s) neue Bestzeiten. Soliden Leistungen im Ballwurf (38,00 m) und im Weitsprung (4,57 m) folgte nochmal ein starker Auftritt in einem verregneten 2000-Meter-Lauf (7:09,79 min), in dem Lisa trotz des widrigen Wetters das Tempo machte. Hier holte sie noch einmal viele ihrer 2433 Punkte, die am Ende Platz 18 bedeuteten. Nun ist erst einmal Erholung angesagt, doch nicht alle können sich in den Sommerferien auf die faule Haut legen. Schließlich stehen Anfang August noch die U-16-DM in den einzelnen Disziplinen auf dem Programm.

Geschäfsstelle ist nun in Gelenau zu finden

Biker (1)Seit heute (1. Juli) befindet sich die Geschäftsstelle des LV 90 Erzgebirge in Gelenau an der Kemtauer Straße 27. Besser bekannt ist das Gebäude vielen als Biker-Station, denn im Erdgeschoss können sich Freunde der Rad-Touristik Fahrräder ausleihen. Unser Verein ist nun im Obergeschoss zuhause, wo sich neben dem Büroraum eine Küche sowie ein Sitzungsraum befinden. Im Büro, wo auch zwei Schreibtische für die Trainer stehen, hat sich Petra Treppte bereits eingerichtet. Und unser „Mädchen für alles“ hat sich natürlich auch schon um den Flur gekümmert. Während das Plakat „Auf nach Rio“ den Weg in die Zukunft weist, zeugen zahlreiche Pokale von dem bereits beschrittenenen Weg und den zahlreichen damit verbundenen Erfolgen.

Biker (2)Die Trophäen von Thum nach Gelenau zu bringen, war noch eine der kleineren Aufgaben. Viel mehr Arbeit erforderten die Dokumente und das Möbiliar, das transportiert werden musste. Doch natürlich konnte sich Petra auf die Unterstützung der Trainer verlassen, die zunächst in Thum Hand anlegten. Dort war die Geschäftsstelle, die ganz am Anfang nur aus einem kleinem Abstellraum in der Turnhalle bestand, seit 2003 an der Hainstraße 18 zu finden gewesen. Doch weil der Wohnblock, in dem sich die Wohnung befand, verkauft und der Mietvertrag gekündigt wurde, musste eine Alternative gefunden werden. Die Biker-Station in Gelenau erwies sich dabei als optimaler Standort.

„Die Gemeinde Gelenau und der Bürgermeister haben uns toll unterstützt. Ihnen gebührt großer Dank“, sagt Petra Treppte, die sich nun an heißen Tagen schnell auch mal abkühlen kann. Denn das Gebäude ist direkt am Freibad gelegen, wo der LV 90 stets das Sommer-Camp für Kinder anbietet (das nur in diesem Jahr wegen des Ausfalls von Maik Werner entfällt). „Hier im Freibad werden wir auch unser Public Viewing durchführen, wenn Christina in Rio stößt“, freut sich nicht nur Petra bereits auf einen der Höhepunkte der Olympischen Spiele. Fast direkt um die Ecke ist zudem das Sportareal „Erzgebirgsblick“ gelegen, in dem unser Verein Wettkämpfe durchführt. Unter anderem fand dort kürzlich erstmals unser Erzgebirgs-Meeting statt, das künftig immer prominente Sportler nach Gelenau locken soll. Also: Wer eine Frage hat, Infos zum Verein braucht und schnell mal ne Runde radeln will, ist in der Biker-Station herzlich willkommen!

Leichtathletik-Verein 1990 Erzgebirge
Kemtauer Straße 27
09423 Gelenau
Telefon 037297 7195
Telefax 037297 767079
E-Mail: kontakt@lv90.de

Sommercamp in Gelenau kann nicht durchgeführt werden

Der Ausfall von Trainer Maik Werner, der beim Radfahren einen Unfall hatte, führt leider zu einem weiteren Ausfall. Und zwar den des Sommercamps in Gelenau. Ohne Maik ist es dem Verein leider nicht möglich, die Veranstaltung im und am Gelenauer Freibad durchzuführen. Wir bitten um Verständnis! Nur allzu gern hätten wir den Kindern auch in diesem Jahr die Möglichkeit gegeben, Sport und Spaß zu genießen. Immerhin ist das in Stollberg möglich, wo das Sommercamp dank Dieter Hertel und Thelma Knabe trotzdem durchgeführt werden kann. An dieser Stelle gute Besserung an Maik! Come back soon! Und was so viele prominente Sportler schon gesagt haben, dürfte wohl auch in seinem Fall zutreffen: Ich komme stärker zurück als je zuvor!

Zwei Starter ragen bei Landesmeisterschaft heraus

Urlaubs- und verletzungsbedingt waren die Wettbewerbe bei den Landesmeisterschaften nicht immer stark besetzt. Am ersten Ferien-Wochenende hielt sich vor allem im U-18- und U-20-Bereich die Konkurrenz in Grenzen. Immerhin stellte unser Verein mit Hürdensprinter Tom Wolf (14,81 s), Diskuswerfer Tim Hatzel (46,78 m) und Dreispringerin Lissy Rodehacke (11,48 m) bei den „Älteren“ drei Vizemeister. Auch die U-18-Sprint-Staffel der Mädchen lief zu Silber. Zu Titelgewinnen langte es allerdings nur in der U 14. Dort wollten es speziell zwei LV-90-Vertreter wissen. Sowohl Larissa Stiehler als auch Paul Heymann durften sich über das Triple freuen. In der W 13 hatte Larissa über 60 Meter Hürden (9,70 s), im Kugelstoßen (10,67 m) sowie im Speerwerfen (32,40 m) die Nase vorn. Für Paul (M 12) reichte es im Hochsprung (1,45 m), im Weitsprung (4,92 m) und im Kugelstoßen (9,62 m) zu Platz 1. Neben den beiden Dreifach-Siegern schafften es auch noch Claudia Lein (3./Hochsprung) sowie Lena Listner (3./800 m) aufs Treppchen. „Leider wurde Lena am Start ziemlich weit nach hinten gedrängt, sonst wäre für sie noch mehr drin gewesen“, berichtet Trainer Rolf Kohlmann, der einen ähnlichen Rennverlauf bei Steven Richter erlebte. Weitere Podestplätze blieben aber auch deshalb aus, weil mehrere Hoffnungsträger fehlten. Während Nadja Köhler mit Problemen an der Hüfte zu kämpfen hat, zog sich Carolin Göpfert beim Meeting in Zeulenroda eine Blessur am Oberschenkel zu.

W 12, 60 m Hürden: 7. Helena Zietzsch, Hochsprung: 3. Claudia Lein, 6. Lara Scheithauer, Weitsprung: 5. Helena Zietzsch, 10. Claudia Lein, Kugelstoßen: 5. Claudia Lein; M 12, 60 m Hürden: 7. Paul Heymann, Hochsprung: 1. Paul Heymann, Weitsprung: 1. Paul Heymann, Kugelstoßen: 1. Paul Heymann.

W 13, 800 m: 3. Lena Listner, 60 m Hürden: 1. Larissa Stiehler, Kugelstoßen: 1. Larissa Stiehler, 11. Elena Wunderlich, Speerwurf: 1. Larissa Stiehler; M 13, 75 m: 5. Steven Richter, 800 m: 9. Steven Richter, Kugelstoßen: 4. Steven Richter.

U 14 (w), 4-mal 75 m: 9. SG Erzgebirge (Lein/Zietzsch/Wunderlich/Stiehler); U 14 (m), 4-mal 75 m: 5. SG Erzgebirge (Heymann/B. Heinzel/N. Heinzel/Richter).

U 18 (w), 100 m: 6. Beverly Krumpfer, 100 m Hürden: 3. Thelma Knabe, 400 m Hürden: 5. Victoria Schönherr, Dreisprung: 2. Lissy Rodehacke, 4-mal 100 m: 2. LV 90 (Schönherr/Knabe/Rodehacke/Krumpfer) U 18 (m), 400 m: 6. Wilhelm Kunze, Diskuswurf: 2. Tim Hatzel; U 20 (m), 110 m Hürden: 2. Tom Wolf.

Ein Titel und drei Medaillen bei Mitteldeutscher U-16-Meisterschaft

Klein, aber fein – so lässt sich das Aufgebot des LV 90 bei den diesjährigen Mitteldeutschen U-16-Meisterschaften beschreiben. „Ich bin mächtig stolz auf meine Trainingsgruppe“, meinte Trainer Maik Werner nach dem gelungenen Auftritt in Dessau, wo Björn Oelmann der ganz große Wurf gelang. Mit 50,40 Metern sicherte er sich den M-15-Titel im Diskuswerfen – damit hatte er fast vier Meter Vorsprung auf die Konkurrenz. Als Vizemeister traten unsere beiden Zwillingsbrüder die Heimreise an. Während Nathanael Uhlig über 800 Meter in 2:08,86 Minuten Silber gewann, musste Samuel über 3000 Meter (10:04,67 min) nur einem Konkurrenten den Vortritt lassen. Und auch Bronze befand sich in der Edelmetall-Sammlung unserer Starter, denn Lisa Weißbach erkämpfte in ihrem 800-Meter-Lauf in 2:28,08 Minuten den dritten Platz. Beinahe wären weitere Podestplätze dazu gekommen, doch Tom Siegel und Pauline Leichsenring schrammten als Vierte knapp am Podium vorbei. Letztere gleich zweimal über die Hürden. Trost: Mit ihren Zeiten über 80 Meter (12,08 s) und 300 Meter (46,68 s) konnte Pauline die DM-Norm knacken. Überhaupt waren Platzierungen in diesem Bereich keineswegs eine Enttäuschung, denn „das Niveau war in der Spitze sehr hoch“, kommentiert Maik Werner den Wettkampf.

W 14, 800 m: 3. Lisa Weißbach, Weitsprung: 12. Lena Bräuer, Diskuswurf: 8. Reka Shirzad; M 14, 3000 m: 7. Elias Lämmel; W 15, 80 m Hürden: 4. Pauline Leichsenring, 300 m Hürden: 4. Pauline Leichsenring; M 15, 300 m: 4. Tom Siegel, 9. Jonas Porstmann, 800 m: 2. Nathanael Uhlig, 3000 m: 2. Samuel Uhlig, Dreisprung: 5. Nathanael Uhlig, Kugelstoßen: 7. Björn Oelmann, 8. Aaron Blei, Diskuswerfen: 1. Björn Oelmann.

Drei LV-90-Athleten empfehlen sich für höhere Aufgaben

Mit Platz 2 bei der Junioren-Gala des DLV in Mannheim hat Kugelstoßerin Sarah Schmidt ihre Ambitionen untermauert, an der diesjährigen U-20-Weltmeisterschaft teilzunehmen. Ausgetragen wird diese vom 19. bis 24. Juli im polnischen Bydgoszcz. Die Chancen, dass die LV-Juniorin dann zum Aufgebot gehört, stehen gut. „Sarah wurde für die Nominierung, die an diesem Mittwoch erfolgt, vorgeschlagen“, sagt Trainer Christian Sperling. Ausschlaggebend war die Platzierung bei der Junioren-Gala, die als letzter Qualifikationswettkampf diente. Mit der Weite selbst war der Trainer dagegen nicht so zufrieden. 16,19 Meter bezeichnete er als „nicht so berauschend“ und „ausbaufähig“. In Polen soll die Kugel auf jeden Fall weiter fliegen.

Mit der U-18-Europameisterschaft steht noch ein weiterer internationaler Höhepunkt für den Nachwuchs auf dem Programm. Und auch für die Titelkämpfe, die vom 14. bis 17. Juli in Tiflis (Georgien) anstehen, konnten sich zwei Vertreter empfehlen. Während Hammerwerfer Pascal Thalhäuser seine Visitenkarte bereits bei der Landesmeisterschaft mit 70,47 Metern abgegeben hat, lieferte Sprinterin Viktoria Dönicke nun beim Meeting in Zeulenroda eine beeindruckende Vorstellung ab. In 11,84 Sekunden konnte sie die geforderte Norm knacken. Die gezeigten Leistungen gilt es am kommenden Wochenende zu bestätigen. Schließlich spielt die Jugend-Gala des DLV in Walldorf bei der Nominierung für die U-18-EM eine wichtige Rolle.

36 Medaillen bei U-12- und U-14-Regionalmeisterschaft

„Wirklich zufrieden sollte man nie sein“, sagt Rolf Kohlmann. Und doch macht der LV-90-Trainer bei diesen Worten einen zufriedenen Eindruck, denn er hat gerade die Ergebnisliste der U-12- und U-14-Regionalmeisterschaften vor Augen. Insgesamt 36 Medailen konnten die Schützlinge von Trainern wie Sylvio Freund, Martin Salanga, Dieter Hertel und Rolf Kohlmann in Zwickau erkämpfen. 18 davon schimmerten golden. Nicht einmal Starkregen konnte die Erzgebirger von ihren Erfolgen abhalten. „Es war wahnsinnig was da herunterkam“, erinnert sich Kohlmann an diese Phase des Wettkampfes. Die meisten Wettbewerbe wurden unterbrochen, doch die W-13-Mädels, die gerade den 2000-Meter-Lauf absolvierten, drehten eisern ihre Runden. Allen voran Lena Listner, die in 7:44,66 Minuten auf Platz 1 lief. Zehn Sekunden dahinter machte Anna-Chiara Nitschke den Doppelsieg für den LV 90 perfekt. „Eine ausgezeichnete Leistung“, lobte Rolf Kohlmann das Duo.

Erz-Spiele (34)Lob verdienten sich aber auch zahlreiche weitere Vereinsvertreter, denn zum sehr guten Abschneiden wurde in allen Altersklassen beigetragen. Los ging’s in der AK 10, wo  Richard Müller den Sprung aufs oberste Treppchen schaffte. Mit seinen 41,60 Metern war er im Schlagballwerfen nicht zu schlagen. In der M 11 durfte sich Steven Freund über 50 Meter (7,37 s) und im Weitsprung (4,71 m) über zwei Siege freuen. Wie breit der LV 90 in dieser Konkurrenz aufgestellt ist, zeigen aber auch die ersten Plätze von Manuel Wägner im Hochsprung (1,33 m) und Christopher Arnold im 800-Meter-Lauf (2:32,52 min). Letzterer konnte seine persönliche Bestzeit deutlich verbessern. Die U-12-Mädchen blieben in den Einzel-Wettbewerben zwar ohne Sieg, erkämpften aber dennoch fünf Podestplätze. Außerdem durften sie am Ende doch noch Gold bejubeln, indem sie – wie die Jungen-Staffel – über viermal 50 Meter auf Platz 1 lief. Rosalie Weber, Svenja Hübner, Leann Junghänel und Luna Vorberg kamen in einem spannenden Finale nach 29,80 Sekunden als Erste ins Ziel – ganze fünf Hundertstelsekunden vor dem LAC Erdgas Chemnitz.

Erz-Spiele (28)Im U-14-Bereich reichte es in den Staffelläufen zwar nur zu einer Bronzemdaille, was an einigen Ausfällen lag. Dafür trumpften unsere Vertreter als Einzelstarter auf. So ging Paul Heymann in der M 12 als dreifacher Sieger aus dem Wettkampf hervor. Über 75 Meter (10,37 s), im Hochsprung (1,50 m) sowie im Kugelstoßen (8,70 m) standen jeweils Bestwerte zu Buche. Bei den Mädchen der AK 12 schafften es Paula Mannsfeld mit einem überragenden 800-Meter-Lauf (2:35,66 min) sowie Claudia Lein im Kugelstoßen (8,04 m) aufs oberste Treppchen. Zwei Zentimeter hatte Claudia Vorsprung. In anderen Disziplinen fehlten unseren Startern dagegen manchmal ein Quäntchen Glück, um das Podest zu erklimmen. Davon zeugen fünf undankbare vierte Plätze, dreimal schrammte Helena Zietzsch nur knapp an einer Medaille vorbei. Umso größer war die Freude in der W 13, wo neben 2000-Meter-Siegerin Lena Listner auch Larissa Stiehler Gold erkämpfen konnte – und zwar gleich viermal. Nach ihrem Hürden-Erfolg (9,60 Sekunden) stellte sie mit der Kugel (11,65 m), dem Diskus (23,26 m) und dem Speer (37,14 m) ihre Wurf-Qualitäten unter Beweis. Über eine persönliche Bestzeit freute sich zudem Sprint-Vizemeisterin Nela Herzog (10,24 s/75 m). Schnell war zudem Steven Richter (M 13) der über 800 Meter in 2:28,16 Minuten zum Sieg lief.

W 10, Weitsprung: 16. Neele Effenberger, 26. Lara Hempel; Schlagball: 5. Lara Böhm.

M 10, 50 m: 3. Charly Georgi; 60 m Hürden: 6. Richard Müller; Hochsprung: 4. Richard Müller; Weitsprung: 5. Richard Müller, 7. Jannick Tobisch, 13. Charly Georgi; Schlagball: 1. Richard Müller, 7. Jannick Tobisch, 8. Charly Georgi.

W 11, 50 m: 4. Luna Vorberg; 800 m: 3. Hellin Vogel, 4. Leann Junghänel, 5. Tizia Schreiter, 6. Lisa Bergelt; 60 m Hürden: 2. Rosalie Weber, 3. Svenja Hübner; Hochsprung: 2. Svenja Hübner; Weitsprung: 4. Rosalie Weber, 10. Svenja Hübner, 13. Emely Radtke, 15. Tizia Schreiter, 20. Hellin Vogel, 22. Luna Vorberg; Schlagball: 2. Svenja Hübner, 8. Hellin Vogel, 10. Emely Radtke, 11. Rosalie Weber.

M 11, 50 m: 1. Steven Freund, 4. Niclas Völzing; 800 m: 1. Christopher Arnold, 9. Sandro Mittag, 11. Malte Kramer; 60 m Hürden: 4. Steven Freund; Hochsprung: 1. Manuel Wägner, 3. Niclas Völzing und Steven Freund; Weitsprung: 1. Steven Freund, 12. Niclas Völzing, 14. Sandro Mittag; Schlagball: 7. Malte Kramer.

W 12, 75 m: 4. Helena Zietzsch, 6. Paula Mannsfeld; 800 m: 1. Paula Mannsfeld, 9. Lisa Beck, 11. Jasmin Schwind; 60 m Hürden: 4. Helena Zietzsch, 6. Claudia Lein; Hochsprung: 3. Claudia Lein, 4. Laura Scheithauer; Weitsprung: 4. Claudia Lein, 6. Helena Zietzsch, 12. Lara Mühlberg, 13. Paula Mannsfeld, 16. Liv Zoe Strohbach, 18. Laura Scheithauer, 25. Lisa Beck; Kugelstoßen: 1. Claudia Lein; Speerwurf: 4. Helena Zietzsch; Ballwurf: 3. Claudia Lein, 7. Clara Marie Leonhardt, 8. Jasmin Schwind.

M 12, 75 m: 1. Paul Heymann; 800 m: 6. Max Geißler; 60 m Hürden: 3. Paul Heymann; Hochsprung: 1. Paul Heymann; Weitsprung: 2. Paul Heymann, 7. Max Geißler; Kugelstoßen: 1. Paul Heymann; Ballwurf: 5. Max Geißler.

W 13, 75 m: 2. Nela Herzog; 800 m: 6. Marie Bock; 2000 m: 1. Lena Listner, 2. Anna-Chiara Nitschke; 60 m Hürden: 1. Larissa Stiehler, 6. Nela Herzog; Weitsprung: 4. Elena Wunderlich, 6. Lara-Sophie Schamel, 7. Nela Herzog, 17. Marie Bock; Kugelstoßen: 1. Larissa Stiehler; Diskuswurf: 1. Larissa Stiehler; Speerwurf: 1. Larissa Stiehler.

M 13, 75 m: 5. Steven Richter; 800 m: 1. Steven Richter, 4. Max Meyer; 60 m Hürden: 4. Max Meyer; Weitsprung: 3. Steven Richter; Kugelstoßen: 3. Steven Richter.

U 12 (w), 4-mal 50 m: 1. LV 90 I (Weber/ Hübner/ Junghänel/ Vorberg); U 12 (m), 4-mal 50 m: 1. LV 90 II (Kramer/ Völzing/ Arnold/ Freund), 3. LV 90 I (Georgi/ Mittag/ Tobisch/ Müller).

U 14 (w), 4-mal 75 m: 4. SG Erzgebirge I (Herzog/ Reinhold/ Lein/ Stiehler), 6. SG Erzgebirge II (Mannsfeld/ Zietzsch/ Mühlberg/ Strohbach), 8. SG Erzgebirge III (Beck/ Scheithauer/ Listner/ Schwind); U 14 (m), 4-mal 75 m: 3. SG Erzgebirge (Heymann/ Heyber/ Meyer/ Richter), 4. SG Erzgebirge II (Heinzel/ Mustafov/ Geißler/ Heinzel).

15 Medaillen bei U-16-Landesmeisterschaft erkämpft

„Die Früchte unserer Arbeit wurden am Wochenende geerntet“, freute sich Trainer Maik Werner nach den U-16-Landesmeisterschaften in Zittau. Mit jeweils drei Gold- und Silbermedaillen sowie neunmal Bronze las sich die Ausbeute nicht schlecht, zumal zwei weitere Titel hinzukamen. Auch die sächsischen Meistertitel im Hammerwerfen der höheren Altersklassen wurden in Zittau vergeben, wobei es noch zwei Titel zu bejubeln gab. „Blenden lassen wir uns von dem Medaillenspiegel allerdings nicht“, betonte Maik Werner. Schließlich waren aufgrund eines längeren Gewitters am ersten Wettkampftag nicht alle Wettbewerbe top-besetzt. Zufrieden wirkte der Trainer dennoch, zumal weitere DM-Normen geknackt werden konnten.

Die Einzelnorm für die nationalen Titelkämpfe konnte beispielsweise Samuel Uhlig über die 300 Meter Hürden unterbieten. In 43,18 Sekunden ließ der M-15-Starter die gesamte Konkurrenz hinter sich – Tom Siegel (43,80 s) machte übrigens den Doppelsieg perfekt. Und auch über 3000 Meter war Samuel in 10:06,85 Minuten nicht zu schlagen. Ebenso schaffte es Tom noch in anderen Disziplinen aufs Treppchen. Neben Silber über 800 Meter (2:12,37 min) reichte es zu Bronze über 300 Meter, wobei seine 38,26 Sekunden auf dieser Distanz für die DM-Norm reichten. Den dritten Titelgewinn machte Björn Oelmann ebenfalls in der M 15 perfekt. Während er im Kugelstoßen (4.) mit den schwierigen Witterungsbedingungen zu kämpfen hatte, konnte der Wurf-Spezialist mit dem Diskus alles aus sich herausholen. „Damit hat er gute Chancen auf den D/C-Kader-Status“, kommentierte Maik Werner die Siegerweite von 53,68 Metern. Nicht ganz so weit flog Björns Speer, wobei es dennoch zu Platz 3 reichte.

Über erfüllte DM-Normen konnten sich die LV-90-Trainer auch im weiblichen Bereich freuen, was vor allem an Pauline Leichsenring lag. Die W-15-Starterin war über die Hürden schnell genug – sowohl auf der 80-Meter-Distanz (12,11 s) als auch über 300 Meter (47,65 s). In beiden Fällen wurde sie für ihre Leistung mit Platz 3 belohnt. Auch Elias Lämmel (M 14/800 m), Cathy Frances Neumann (W 15/Diskus) und die beiden 100-Meter-Staffeln der Startgemeinschaft Erzgebirge gewannen Bronze. Komplettiert wurde die Medaillensammlung in der U 16 durch Lisa Weißbach (W 14), die über 800 Meter zu Bronze und über 2000 Meter zu Silber lief.

Für einen weiteren Höhepunkt aus LV-90-Sicht sorgte Pascal Thalhäuser. Im Hammerwerfen der U 18 legte er eine beeindruckende Serie mit sechs Würfen jenseits der 66-Meter-Marke hin. Drei davon übertrafen sogar die 69er-Markierung, wobei sein weitester Versuch bei 70,47 Metern lag. „Damit hat sich Pascal für die U-18-Europameisterschaft empfohlen“, sagt Trainer Sven Lang, da der LV-90-Athlet mit seiner Weite derzeit auf Rang 2 der deutschen Bestenliste zu finden ist. Allerdings gilt es diese Position erst noch bei der Jugend-Gala des DLV zu behaupten. Wie Pascal konnte sich auch Caroline Ziegs in Zittau den Titel sichern. Die U-20-Hammerwerferin ließ ihr Wurfgerät erst nach 48,97 Metern zu Boden fallen.

W 14, 100 m: 8. Lena Bräuer, 800 m: 3. Lisa Weißbach, 2000 m: 2. Lisa Weißbach, Hochsprung: 6. Lilly Vogel und Laura Steinbach, Weitsprung: 4. Lilly Vogel, 6. Lena Bräuer, 8. Yasmin Scheithauer, Kugelstoßen: 8. Reka Shirzad, Diskuswurf: 6. Reka Shirzad, Speerwurf: 8. Lilly Vogel.

M 14, 800 m: 3. Elias Lämmel, 3000 m: 4. Elias Lämmel, Weitsprung: 9. Elias Lämmel, 12. Lukas Wolfram.

W 15,  80 m Hürden: 3. Pauline Leichsenring, 300 m Hürden: 3. Pauline Leichsenring, 6. Lisa Weißbach, Kugelstoßen: 4. Cathy Frances Neumann, Diskuswurf: 3. Cathy Frances Neumann, Speerwurf: 9. Cathy Frances Neumann.

M 15, 100 m: 4. Thanh Huu Böse, 7. Jonas Porstmann, 300 Meter: 3. Tom Siegel, 800 m: 2. Tom Siegel, 3000 m: 1. Samuel Uhlig, 300 m Hürden: 1. Samuel Uhlig, 2. Tom Siegel,  Kugelstoßen: 4. Björn Oelmann, 5. Aaron Blei, Diskuswurf: 1. Björn Oelmann, 10. Aaron Blei, Speerwurf: 3. Björn Oelmann.

U 16 (m), 4×100 m: 3. SG Erzgebirge (Böse/Siegel/ Porstmann/Reim), 4. SG Erzgebirge II (Wlassak/Schlömilch/Zeise/Wolfram); U 16 (w), 4×100 m: 3. SG Erzgebirge (Neumann/Zeise/Leichsenring/Bräuer), 5. SG Erzgebirge II (Shirzad/Weißbach/Vogel/Scheithauer).

U 18 (m), Hammerwurf: 1. Pascal Thalhäuser (LV 90); U 20 (w), Hammerwurf: 1. Caroline Ziegs (LV 90).

„Mit drei Medaillen kann unser Verein zufrieden sein“, meinte LV-90-Trainer Sven Lang nach der Deutschen Meisterschaft in Kassel. Im gleichen Atemzug schränkte er allerdings auch ein: „Die Leistungen sind trotzdem unterschiedlich einzuschätzen.“ Da gab es einerseits eine starke Rückkehrerin, die sich im Kugelstoßring langsam an ihre gewohnte Form herantastet. Auch war da ein starker Debütant auf der Tartanbahn, der gleich bei seinem ersten großen Wettkampf für den LV 90 aufs Podest stürmte. Andererseits war da aber auch eine Sprinterin, die trotz DM-Medaille nicht wirklich glücklich wirkte – und eine Weitspringerin, die nicht zu ihrem Rhythmus fand.

Für die einzige Goldmedaille sorgte Christina Schwanitz, der ihre Schulterblessur kaum noch anzumerken ist. Mit der Saisonbestleistung von 19,49 Metern verwies sie Lena Urbaniak fast mit anderthalb Metern Vorsprung auf Platz 2. „Damit liegt Christina auch in der Bestenliste von Europa vorn“, sagt Sven Lang bereits mit Blick auf die in zwei Wochen anstehende Europameisterschaft. Während Christinas Formkurve kurz vor der Olympia-Generalprobe klar noch oben zeigt, dürfte Rebekka Haase etwas mit ihrer Leistung hadern. Speziell der vierte Platz über 200 Meter (23,47 s) lag in Kassel deutlich unter den Erwartungen. Da war Bronze auf der 100-Meter-Distanz (11,45 s) nur ein schwacher Trost.

Noch größer war die Enttäuschung bei Annika Gärtz, die keinen einzigen gültigen Versuch in die Weitsprunggrube setzen konnte. „Beim Probelauf vor dem Wettkampf war alles in Ordnung, aber als es darauf ankam, ist sie womöglich bei einer falschen Markierung losgerannt“, sucht der ziemlich ratlose Trainer Jens Hoyer nach einer Erklärung. So lief Annika im ersten Versuch durch, ehe sie dann im zweiten und dritten Durchgang jeweils mit dem falschen Bein vorne am Brett ankam. Dabei hätten bereits 6,02 Meter fürs Finale gereicht. Sogar Platz 4 bis 6 wäre nach Hoyers Einschätzung möglich gewesen: „Eigentlich hat sie ja um die 6,40 Meter drauf.“

Nicht an sein Limit ging auch Hendrik Müller. Der Kugelstoßer musste sich angesichts von 17,75 Metern mit Platz 10 begnügen. „Auf die 18 hatten wir schon gehofft“, sagt Sven Lang. Auch Lisa Grünert hatte nichts zu tun mit dem Finale. Allerdings geht es für die gerade erst aus dem Jugendbereich kommende Sprinterin, die den 100-Meter-Vorlauf in 12,18 Sekunden meisterte, vorerst noch ums Sammeln von Erfahrungen. Etwas weiter ist da schon Florian Handt. Der Neuzugang des LV 90 (Jahrgang 1991) sprintete über 400 Meter Hürden aufs Podest. Nachdem er seinen Vorlauf in 51,07 Sekunden gewonnen hatte – insgesamt die viertbeste Zeit – konnte er sich im Finale steigern. 50,94 Sekunden bedeuteten Bronze. Es war die dritte Medaille in einer Meisterschaft, die für den LV 90 mehrere Seiten hatte.