Ein Schritt Richtung Normalität

Gute Ergebnisse beim DSC-Jugendmeeting in Dresden

Als „Schritt Richtung Normalität“ bezeichnet Trainer Maik Werner das Jugend-Meeting des Dresdner SC, das auch einigen Athleten aus unseren Reihen den ersten Wettkampf seit vielen Monaten ermöglichte. Auch wenn nur Bundes- und Landeskader starten durften, so wirkte allein schon das Wettkampffeeling wie Balsam auf die Seele aller Vereine. „Für das Hygienekonzept und das ganze Drum herum ein großes Lob an den DSC“, dankte Maik Werner den Gastgebern. Zufrieden war er aber auch mit den eigenen Schützlingen. Selbst so ein Auftakt nach langer Pause nun mal „allgemein viel Unsicherheit“ mit sich bringt. „Es gab trotzdem ansprechende Leistungen“, bilanziert unser Coach.

Über die Erfüllung der Landeskadernorm durfte sich in der U 16 Felicitas Jähn freuen, die mit dem schwereren Speer vier Meter weiter warf als bei ihrer bisherigen Bestleistung mit dem 400-Gramm-Gerät. Mit 34,07 Metern warf sie auch weiter als Pia Wetzel (32,38 m), die etwas Pech mit den Windbedingungen hatte. Auch über die 100 Meter war Pia am Start (14,07 s). In dieser Disziplin war Leonie Schürer die schnellste U-16-Vertreterin des LV 90 – ihre 13,45 Sekunden reichten aber nicht ganz fürs Finale dieses stark besetzten Wettbewerbs. „Da ist noch Luft nach oben. Von ihr kommt die Saison noch was“, ist der Trainer überzeugt. Die Schnelligkeit kam Leonie auch beim Anlauf an der Weitsprunggrube zu gute, wo sie mit 4,96 Metern Fünfte wurde. Zweitbeste Sprinterin war Marie Bannier, die auf der Bahn mit 13,59 Sekunden eine ebenso solide Leistung bot wie im Weitsprung (17./4,47 m). Dagegen hatte Emilia Aurich (21./4,28 m) beim Anlauf so ihre Probleme, bot aber dafür eine ansprechende Leistung über 80 Meter Hürden. 13,59 Sekunden bedeuteten für sie dort Rang 8.

Bestleistungen für alle Schützlinge hatte Maik Werner im Weitsprung der männlichen U-16-Konkurrenz zu vermelden. „Aber da wird von allen noch etwas kommen“, gibt sich unser Coach optimistisch, nachdem Jerome Düringer mit 5,48 Metern und Rang 8 in Dresden das beste Ergebnis erreicht hatte. Cedric Schmidt (11./5,20 m), Lasse Platzer (12./5,18 m) und Felix Voigt (13./5,09 m) landeten nicht weit dahinter. Auch im 100-Meter-Sprint führte Jerome unsere Abordnung an, in 12,53 Sekunden verpasste er dennoch das Finale – genau wie Felix Voigt (12,82 s), Cedric Schmidt (13,29 s) und Lasse Platzer (13,71 s). Seinen guten Auftritt rundete Jerome über die 80 Meter Hürden ab, indem er in 12,28 Sekunden auf Platz 5 lief. Cedric Schmidt (11./13,15 s) und Lasse Platzer (12./13,19 s) waren nicht ganz so schnell. Auf diesen soliden Leistungen lasse sich aufbauen. „Aber die Jungs müssen sich trotzdem noch steigern“, lautet die Forderung des Trainers.

In der U 18 überzeugte Svenja Hübner mit einer sehr guten Serie im Speerwerfen. Krönen konnte sie diese mit einer persönlichen Bestleistung von 42,32 Metern. Änderungen des Zeitplans spielten Svenja in den anderen Disziplinen nicht so in die Karten. Weder über 100 Metern Hürden (17,40 s) noch im Hochsprung (1,50 m) konnte sie ihr Potenzial wirklich ausschöpfen. Dafür lieferte Lennya Fuhrmann noch einen Grund zum Jubeln, indem sie im Dreisprung mit 11,34 Metern die DM-Norm knackte. In guter Form präsentierte sich zudem Tilman Reichel, der über 800 Meter trotz verhaltenem Start eine persönliche Bestleistung (1:58,52 min) erkämpfte. Dagegen blieb Axel Sven Gerlach im 400-Meter-Lauf (53,27 s) unter seinen Möglichkeiten. Trainer Maik Werner führte dies auch auf die schwierigen Witterungsbedingungen zurück – und ist zuversichtlich, dass wie bei allen Startern noch stärkere Leistungen folgen.

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