19. Werfertag bietet ein neues Format

An zwei Tagen ist Thum Ende Mai Station des neuen Deutschen Wurf-Cups

Auf ein neues Wettkampfformat dürfen sich die Leichtathletik-Fans in Sachsen freuen. Der Thumer Werfertag, den der LV 90 Erzgebirge zum mittlerweile 19. Mal ausrichtet, erstreckt sich diesmal über zwei Tage. „Alle Wurf-Disziplinen werden zum Programm gehören. Damit ist erstmals seit 2008 auch das Hammerwerfen wieder dabei“, sagt Kugelstoß-Bundestrainer und Mitorganisator Sven Lang über den Wettkampf, der am 27. und 28. Mai ein großes Publikum ins Thumer Stadion an der Wiesenstraße locken soll. Grund für die Veränderung ist der Deutsche Wurf-Cup, der in diesem Jahr seine Premiere erlebt.

„Der Wurf-Cup wird neu eingeführt, um die Konkurrenzfähigkeit und die Fairness bei der Nominierung zu verbessern“, so die Erklärung von Lang bei einer Pressekonferenz des LV 90 Erzgebirge in Gelenau. Neben Halle und Schönebeck ist Thum eine von drei Stationen, an der sich die Zuschauer über alle Wurf-Wettbewerbe freuen können. Daneben gibt es weitere Austragungsorte, wo nicht alle Disziplinen auf dem Programm stehen. „Insgesamt wird es für jede Disziplin fünf Wettkämpfe geben, drei kommen in die Wertung“, erklärt Lang das Reglement der neuen Serie. Dass diese dem sportlichen Niveau guttut, lässt sich schon jetzt erahnen. Denn bei den Sportlern kommt das neue Format schon mal sehr gut an. „Wir können uns vor Anfragen kaum retten“, so Lang.

Durch das neue Wettkampfformat komme Ende Mai in Thum die komplette nationale Spitze zusammen. Nur im Speerwerfen der Männer müssen laut Lang Abstriche gemacht werden, da zeitgleich ein Diamond-League-Meeting ansteht. „Dafür werden wir die Felder aber mit internationalen Top-Athleten auffüllen“, verspricht der Bundestrainer, dem schon zahlreiche Zusagen vorliegen. Mehr als 20 Olympia- und WM-Teilnehmer gehören ihm zufolge zum Starterfeld, das etwa viermal so groß sein wird wie in der Vergangenheit. Insgesamt sind 15 Länder vertreten, wenn am Freitag, den 27. Mai, ab dem späten Nachmittag zunächst das Hammerwerfen der Männer und Frauen im Mittelpunkt steht. Die Jugend lässt auch den Speer und die Kugel fliegen. Tags darauf stehen dann ab 12 Uhr die weiteren Hauptwettbewerbe auf dem Plan, wobei das Kugelstoßen der Männer ab 20.15 Uhr den krönenden Abschluss darstellen soll. Unter anderem hat David Storl sein Comeback in Thum angekündigt.

Heiß ist natürlich auch Katharina Maisch auf ihr Heimspiel. „Es werden tatsächlich viele aus meiner Familie da sein. Deswegen ist es für mich schon ein besonderer Wettkampf“, sagt die Kugelstoßerin, die nach dem Karriereende von Christina Schwanitz die neue Nummer 1 des LV 90 im Ring ist. „Christina war jemand, der mich an die Hand genommen hat. Jetzt ist es an der Zeit, seinen eigenen Weg zu gehen – auch wenn die Fußstapfen von Christina natürlich groß sind“, sagt die Hoffnungsträgerin. Ihr Ziel lautet zunächst, die Normen für EM und WM zu knacken, die bei 18,20 und 18.50 Meter liegen. Danach werde die 19er-Marke anvisiert. Hohe Ziele setzt sich auch Steven Richter, der bei der Pressekonferenz den Journalisten ebenfalls Auskunft über seine Pläne gab. Und die sollen ihr zur U-20-WM in Kolumbien führen. „Ob mit dem Diskus oder der Kugel, ist eigentlich egal“, so der Gelenauer, der sich ebenso wie Knut Schreiter zunächst mal auf den heimischen Werfertag freut. „Wir sind gespannt, wie das neue Format angenommen wird“, so der LV-90-Präsident.

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