LV 90 Erzgebirge bejubel zwei DM-Titel und ein EM-Ticket
Im letzten Versuch Nervenstärke bewiesen
Beeindruckend war vor der Auftritt von Pauline Schubert. „Sie ist erst seit gut einem Jahr auf der Sportschule“, erklärt Trainer Sven Lang. Nachdem das Training zuvor eher auf Vielseitigkeit ausgelegt war, konzentriert sie sich seither auf ihre Spezialdisziplin. Dieses eine Jahr reichte, um sich mit der Kugel fest an der Spitze der U18-Bestenliste zu etablieren. „Pauline ist als große Favoritin zur DM gefahren“, sagt Lang – ohne allerdings zu verheimlichen, dass der Start nicht nach Wunsch verlief: „Zwischenzeitlich hat sie sich etwas schwer getan.“ Wirklich verwundert ist der Trainer über die Nervosität nicht, da die Erfahrung auf großer Wettkampfbühne noch fehle. Doch im Laufe des Wettkampfs kam die junge Erzgebirgerin mit der Kulisse und der Atmosphäre immer besser zurecht. Nachdem Pauline Schubert zwischenzeitlich nur auf Rang 4 gelegen hatte, sicherte sie sich im letzten Versuch mit 15,72 Metern die Goldmedaille. Keine Glanzweite, da sie die 17-Meter-Marke schon knacken konnte. Und doch ein Beweis für ihre Nervenstärke, die sich in zwei Wochen auch im italienischen Rieti auszahlen soll. Dort werden die U18-Europameisterschaften ausgetragen, für die Pauline Schubert nominiert ist
EM der Frauen im Visier
Internationale Herausforderungen hat auch Jada Julien im Visier, da sie mit der Europameisterschaft der Frauen liebäugelt. Neben dem Titelgewinn kam es für die LV-90-Hammerwerferin in Wattenscheid daher auch auf die Weite an. „Sie braucht noch einen Bestätigungswert von 69,50 Metern. Aktuell liegt sie bei 69,12 Metern“, erklärt Lang. Im fünften Versuch hielt er kurz den Atem an, denn da segelte Juliens Hammer in diesen Bereich. „Aber leider landete er knapp außerhalb des Sektors“, berichtet der Trainer. Somit standen als Bestwert in Wattenscheid 66,66 Meter zu Buche, die immerhin zum Titelgewinn reichten. Auch der dürfte Selbstvertrauen geben, um vielleicht doch noch auf den EM-Zug aufzuspringen.
Komplettiert wurde der Medaillensatz des LV 90 in Wattenscheid durch den 3. Platz, den U23-Kugelstoßerin Jolina Lange mit 15,93 Metern erkämpfte. Während Lang in diesem Fall noch Luft nach oben sieht, habe 1500-Meter-Läufer Christopher Arnold als DM-Fünfter das Maximum aus sich herausgeholt. Seine 3:46,52 Minuten stellten eine persönliche Bestleistung dar, mit der er sogar fast in den Medaillenkampf eingegriffen hätte. Für Maria Gröper (10./Hammer) und Oscar Nauck (12./Speer) lagen die U23-Podestplätze dagegen außer Reichweite. Gleiches gilt in der U18 für Elias Philemon Süß (7./Hammer), Julius Stütz (9./Dreisprung) und die weibliche 100-Meter-Staffel (19.). Immerhin in die Nähe des Podests schaffte es Merle Roßner, die im Kugelstoßen Fünfte wurde und mit dem Diskus auf Rang 9 landete.

































