Dominik Lewin triumphiert bei Deutscher Meisterschaft in Zella-Mehlis

Im Rahmen der Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften der Senioren in Zella-Mehlis sind auch die nationalen Titelkämpfe im Gewichtswurf ausgetragen worden. Mit Dominik Lewin war auch ein Vertreter des LV 90 Erzgebirge mit dabei – und der M-40-Starter sicherte sich in seiner Altersklasse den Sieg. Im zweiten Versuch brachte er es mit dem Kurzhammer auf 13,27 Meter, die bis zum Ende als Bestwert hielten. Zwar wurde es im sechsten und letzten Durchgang noch einmal spannend, als Tobias Dockhorn (RKV Athletics Bebra) sein Wurfgerät weit fliegen ließ. Doch Aufatmen war angesagt, als die Kampfrichter eine Weite von 13,15 Metern verkündeten. Auch die anderen vier Konkurrenten kamen nicht mehr heran. Bei der Premiere des Gewichtswurfs als DM-Disziplin hatten sich insgesamt 81 Sportler in die Teilnehmerlisten eingetragen.

Wettkampf erweist sich als Saisonhöhepunkt, Generalprobe und Abschied

So schwierig der starke Niederschlag die Bedingungen auch machte: Die Entscheidung, das Erzgebirgsmeeting als Einstimmung auf den anschließenden Thumer Werfertag auszurichten, haben wir nicht bereut. „Spitzenleistungen waren bei dieser Witterung natürlich nicht zu erwarten. Aber wir haben von den Sportlern und Trainern trotzdem viel Lob erhalten“, sagt Mitorganisator Sven Lang, der am verregneten Vormittag gut 100 Jugend-Starter aus fünf Bundesländern begrüßen konnte. Auch wenn sie in klitschnasser Kleidung auf die Zähne beißen mussten, so war in vielen Gesichtern hinterher dennoch ein Strahlen zu erkennen. „So ein Wettkampf ist dieser schwierigen Zeit ja keine Selbstverständlichkeit“, betont Sven Lang.

Auf die Motivation hatte die Witterung keinen Einfluss, denn für die Sportler stellte das Meeting eine besondere Herausforderung dar. Für diejenigen, deren nationalen Titelkämpfe coronabedingt abgesagt wurden, war es sogar der Höhepunkt der Freiluftsaison – so wie beispielsweise für Lokalmatador Sandro-Patrice Mittag. Da die Deutschen U-16-Meisterschaften in den einzelnen Disziplinen aus dem Terminkalender gestrichen wurden, bietet sich ihm in diesem Sommer keine nationale Bühne. Stattdessen nutzte unser U-16-Athlet die heimische Tartanbahn, auch wenn sie mit kleinen Pfützen übersät war, um in 37,97 Sekunden über 300 Meter zu triumphieren. „Angesichts dieser Bedingungen eine fabelhafte Zeit“, zeigte sich auch Sven Lang beeindruckt.

Im Fall dreier U-16-Mädchen unseres LV 90 diente das Erzgebirgsmeeting als willkommene Standortbestimmung. Gemeint sind Lennya Fuhrmann, Svenja Hübner und Rosalie Weber, die das Glück hatten, dass an der Austragung der Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften festgehalten wurde. Sieben Disziplinen muss das Trio – wie die gesamte Konkurrenz – am kommenden Wochenende in Halle absolvieren. Und dass die Erzgebirgerinnen für diese Herausforderung gut gerüstet sind, bewies in Thum vor allem Lennya Fuhrmann. Sowohl im Weitsprung (5,12 m) als auch im Speerwerfen (31,70 m) präsentierte sie sich in guter Form. Für ein weiteres Top-Resultat im Wurfbereich sorgte Larissa Stiehler, die mit 41,08 Metern Zweite im Diskuswerfen wurde.

Schön dürfte auch das Gefühl gewesen sein, Seite an Seite mit Spitzenathleten wie Christin Hussong oder David Storl im Stadion zu stehen, denn das Erzgebirgsmeeting und der Werfertag gingen fließend ineinander über. Dem frisch gebackenen deutschen U-18-Rekordhalter im Diskuswerfen, Steven Richter, wurde sogar die Ehre zuteil, gemeinsam mit der Elite in den Ring zu gehen. „Schon ein geiles Gefühl, aber ich hatte natürlich den leichteren Diskus“, erklärt der Gelenauer mit einem Lächeln, warum er mit seinen 61,60 Metern sogar lange Zeit besser war als der deutsche Männer-Meister Clemens Prüfer.

Auch LV-90-Kollege Korbinian Häßler (57,67 m) kam nicht ganz so weit, ließ aber als jüngster Werfer mit dem 2 Kilo schweren Männer-Diskus sogar den Norweger Sven Martin Skagestad hinter sich. „Für Korbi war es vorerst der letzte Wettkampf. Ab 1. September absolviert er seine Grundausbildung bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr“, erklärt Sven Lang, der das Erzgebirgsmeeting wie auch den Werfertag nächstes Jahr in gewohnter Form – also getrennt voneinander – austragen will. Dann soll es wieder zwei Wettkampf-Höhepunkte bei uns daheim im Erzgebirge geben.

Ergebnisse

Schwierige Bedingungen halten Starter nicht von guten Leistungen ab
Dauerregen hat beim 17. Internationalen Thumer Werfertag zunächst für schwierige Bedingungen gesorgt. „Morgens hat es beim Aufbauen sogar gewittert“, berichtet Sven Lang. Nachdem das Thermometer tags zuvor noch über 30 Grad angezeigt hatte, war es jetzt gerade mal halb so warm. Vor allem aber machte der Regen allen zu schaffen. Nicht wegen der Bemühungen des Vereins machte sich Sven Lang Sorgen. „Mir tun eher die Sportler leid, die endlich mal wieder vor Publikum antreten durften“, so der Bundestrainer der Kugelstoßer. Vor allem die Nachwuchsathleten, die bereits am Vormittag ran mussten, hatten es auf der nassen Tartanbahn dann auch schwer. Als nach dem Mittag dann so langsam die Spitzen-Athleten aus fünf Nationen zu den Wurfgeräten griffen, zogen weiterhin erst noch einige dunkle Regenwolken übers Stadion. Doch im Laufe des ersten großen Wettbewerbs zog es dann auf.
DM-Gewinner dominieren erneut
„Die ersten drei Versuche waren noch richtig anstrengend. Aber je länger der Wettkampf dauerte, desto besser wurde es“, sagt Clemens Prüfer. Seine Einschätzung belegte der Diskus-Experte vom SC Potsdam mit Taten, denn die Siegerweite von 61,89 Metern erreichte er erst im letzten Durchgang. Damit konnte Prüfer den LV-90-Lokalmatadoren Korbinian Häßler (57,67 m) sowie Sven Martin Skagestad (57,43 m) aus Norwegen auf die Plätze 2 und 3 verweisen. Bei den Damen setzte sich die deutsche Meisterin Kristin Pudenz, wie Prüfer für den SC Potsdam startend, mit 60,67 Metern vor Marike Steinacker (TSV Bayer Leverkusen/59,14 m) und Julia Ritter (TV Wattenscheid/54,97 m) durch. Für sie gaben die Helfer alles. So wurde der Ring nicht nur mit Handtüchern getrocknet, auch ein Laubbläser und ein Gasbrenner kamen zum Einsatz.
Fans sorgen für Stimmung
Im Speerwerfen der Frauen wurde Christin Hussong ihrer Favoritenrolle gerecht. Wie den anderen Athleten machte das Wetter auch ihr nichts aus. „Wir sind froh, dass überhaupt ein paar Leute dabei sind, wenn wir antreten“, sagte die Siegerin vom LAZ Zweibrücken. An ihre 61,15 Meter kamen die beiden Leipzigerinnen Christine Winkler (59,01 m) und Lea Wipper (57,03 m) nicht heran. Auch wenn in Thum über den Tag verteilt nur rund 300 Zuschauer dem nassen Wetter trotzten, so freute sich auch David Storl (SC DHfK Leipzig) über die Kulisse. „Die Stimmung hat extrem gefehlt“, so der Kugelstoßer, der mit 20,80 Metern am Ende bei Sonnenschein nicht zu schlagen war. Da konnten Tsanko Arnaudov (20,38 m) aus Portugal vor der Norweger Marcus Thomsen (20,26 m) nicht ganz mithalten. Auch bei den Frauen ging es im Kugelstoßring international zu. Den Sieg sicherte sich dabei Auriol Dongmo aus Portugal, die mit 18,85 Metern die Schwedin Fanny Roos (18,27 m) sowie Julia Ritter (17,87 m) vom TV Wattenscheid hinter sich ließ.

Vor allem U-18-Athlet Steven Richter freut sich auf den 17. Thumer Werfertag

Sicherlich ist vieles anders im Vergleich zu sonst: Statt Freitagabend geht es diesmal Samstagnachmittag auf Weitenjagd. Und auch das Publikum wird kleiner sein als bei den bisherigen Auflagen. Doch auch der 17. Internationale Thumer Werfertag, der diesen Samstag (22. August) 14 Uhr beginnt, verspricht Leichtathletik auf hohem Niveau. Schließlich sind trotz Corona fünf europäische Nationen im Stadion an der Wiesenstraße vertreten. Dazu kommen elf Medaillengewinner der diesjährigen Deutschen Meisterschaft – darunter die Titelträger David Storl (Kugel), Clemens Prüfer (Diskus), Kristin Pudenz (Diskus) und Christin Hussong (Speer). Für Zuschauer, die ab 12.30 Uhr noch Restkarten am Stadion erwerben können, lohnt sich das Kommen also auf jeden Fall.

Zum hohen Niveau wollen bereits die Jugend-Vertreter sorgen, die zum Auftakt zu den Wurfgeräten greifen. In der U 18 richten sich die Blicke dabei vor allem auf einen jungen Sportler, der gerade einen nationalen Rekord aufgestellt hat: Steven Richter. Beim Meeting in Halle warf er den Diskus weiter als jeder andere deutsche U-18-Athlet zuvor. Erst nach 65,95 Metern berührte die Scheibe wieder den Boden. Nun will der LV-90-Hüne aus Gelenau bei seinem „Heimspiel“ an diese Leistung anknüpfen. Ähnlich wie Korbinian Häßler, der bei der U-23-Werfergala in Halle Silber mit dem Diskus gewann. In seiner Altersklasse hatte dieser Wettkampf quasi die inoffizielle Deutsche Meisterschaft dargestellt.

Los geht es am kommenden Samstag schon 10 Uhr in Thum. Schließlich wird an diesem Vormittag auch das Erzgebirgsmeeting nachgeholt. Und rund 100 Teilnehmer der Altersklassen U 16 bis U 20 wollen diese Gelegenheit nutzen, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Hier geht es nicht nur in den Wurf-Disziplinen um die Medaillen, sondern auch im Sprint, auf der Mittelstrecke und im Sprung. Vertreter aus fünf Bundesländern wollen es beim Erzgebirgsmeeting wissen, sodass dieser Wettkampf eine passende Einstimmung auf den direkt im Anschluss folgenden Werfertag darstellt. Spitzen-Leistungen sind da garantiert – ebenso wie die Einhaltung von Hygiene-Richtlinien. Schließlich ist die Corona-Pandemie noch längst nicht abgehakt. Abstandsregeln und Desinfektion gehören einfach dazu. Immerhin lässt das Hygienekonzept aber 250 Zuschauer im Stadion zu, sodass sich die Sportler im Gegensatz zu den vergangenen Wettkämpfen endlich auch über Stimmung und Anfeuerung freuen dürfen.

Trio des LV 90 zieht bei Titelkämpfen in Braunschweig in den Endkampf ein

Mit drei Top-6-Platzierungen sind unsere LV-90-Vertreter von den Deutschen Meisterschaften aus Braunschweig zurückgekehrt. Durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Christina Schwanitz und Katharina Maisch waren die Medaillenchancen in diesem Jahr von vornherein kleiner als in der Vergangenheit.

Trotzdem hätte es von der Platzierung her beinahe fürs Treppchen gereicht. Schließlich schrammte Sarah Schmidt als Vierte nur knapp an den Medaillenrängen vorbei. Obwohl damit sich damit die Rangfolge in der aktuellen deutschen Bestenliste bestätigte, bestand die leise Hoffnung auf Bronze. Leider konnte Sarah aber mit ihren 16,27 Metern nicht ganz an ihre Leistung der Vorwoche anknüpfen.

Einen guten fünften Platz erreichte Korbinian Häßler im Diskuswerfen der Männer. Der 20-Jährige, der gerade in den U-23-Bereich gewechselt ist und somit jüngster Teilnehmer im Braunschweiger Feld war, erzielte gleich im ersten Versuch einen starken Wert von 58,00 Metern. Eine Steigerung in Richtung der 60-Meter-Marke, die Korbi durchaus drauf hat, gelang an diesem Tag aber leider nicht mehr.

Für Cedric Trinemeier sprang im Kugelstoßen der Männer der sechste Platz heraus. Im sechsten Durchgang steigerte sich der 22-Jährige, der gerade die Umstellung von der Angleit- zur Drehstoßtechnik vollzieht, auf 18,75 Meter. Damit fehlten ihm letztlich nur 30 Zentimeter zu Bronze. Das zeigt, wie groß die Leistungsdichte in diesem Wettbewerb war.

Leider fanden die Meisterschaften aufgrund der Corona-Situation ohne Zuschauer statt, was der sonst stets tollen Stimmung im Stadion einen spürbaren Dämpfer einbrachte. Wie alle Athleten hoffen wir aufs nächste Jahr, um – angefeuert von einem großen Publikum – wieder Top-Leistungen abzurufen.

Auf vier DM-Gewinner wartet beim 17. Werfertag starke Konkurrenz

Wenn am 22. August ab 14 Uhr der 17. Internationale Thumer Werfertag über die Bühne geht, werden wieder nationale und internationale Spitzenathleten um die Siegerpokale kämpfen. Mit David Storl (Kugel), Clemens Prüfer (Diskus), Kristin Pudenz (Diskus) und Christin Hussong (Speer) werden vier aktuelle deutsche Meister von Braunschweig am Start sein. Insgesamt stehen 11 Medaillengewinner der diesjährigen nationalen Titelkämpfe in den Teilnehmerlisten.

Top-Leistungen sind garantiert, zumal Vertreter aus fünf europäischen Ländern für die deutschen Athleten eine starke Konkurrenz darstellen. Besonders in den Kugelstoßwettbewerben sind mit Filip Mihaljevic (Kroatien) und Auriol Dongmo (Portugal) die derzeit besten Europäer im Erzgebirge dabei. In den Wettbewerben davor zeigen Deutschlands beste Nachwuchsathleten ihr Können.

Tickets für die Veranstaltung können ausschließlich über eventim.de bestellt werden.