Ab sofort dürfen Sportveranstaltungen unter Auflagen wieder mit Besucher stattfinden. Wir haben uns dazu entschieden, den Thumer Werfertag mit Publikum am 22.August 2020 durchzuführen und freuen uns auf alle Fans der Leichtathletik.
Aufgrund des Hygienekonzeptes erfolgt der Verkauf der Tickets ausschliesslich über Eventim. Die Teilnehmerzahl ist zunächst auf 250 Karten beschränkt!

https://www.eventim-light.com/de/a/5f0d4cd899bbba39b5280dc2/e/5f1155560a78b84a45da26f7/

Weltklasse im Erzgebirge sponsored by

  

Ab sofort dürfen Sportveranstaltungen unter Auflagen wieder mit Besucher stattfinden. Wir haben uns dazu entschieden, den Thumer Werfertag mit Publikum am 22.August 2020 durchzuführen und freuen uns auf alle Fans der Leichtathletik.
Aufgrund des Hygienekonzeptes erfolgt der Verkauf der Tickets ausschliesslich über Eventim. Die Teilnehmerzahl ist zunächst auf 250 Karten beschränkt!

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Nur noch wenige Tage bis zur 16. Auflage in Thum

Weltklasse im Erzgebirge ist am kommenden Freitag, den 30. August wieder im Thumer Stadion an der Wiesenstraße zu erwarten. In den Disziplinen Kugelstoßen sowie Diskus- und Speerwerfen wird eine Vielzahl von Olympia-, Welt- und Europameisterschaftsteilnehmern an den Start gehen. Nach aktuellem Stand werden insgesamt 14 Nationen im Erzgebirge vertreten sein. Für die Qualität des Feldes spricht, dass 15 der bislang gemeldeten Teilnehmer  die Norm für die Weltmeisterschaft im Oktober bereits erfüllt haben. Für andere ambitionierte Sportler stellt der Thumer Werfertag die große Chance dar, sich genau für diesen Saisonhöhepunkt noch zu qualifizieren. Im Kampf um die letzten WM-Tickets ist mit Wettbewerben auf hohem Niveau zu rechnen.

Neben den Kugelstoß-Weltmeistern Tom Walsh (Neuseeland) und Christina Schwanitz, auf die sich alle LV-90-Fans natürlich ganz besonders freuen, werden
auch der Olympia-Dritte im Diskuswerfen, Daniel Jasinski (TV Wattenscheid 01), und der WM-Dritte im Speerwerfen, Petr Frydrych (Tschechien), am Start sein. Die frisch gebackenen deutschen Meister Simon Bayer (Kugelstoßen / VfL Sindelfingen) und Martin Wierig (Diskuswerfen / SC Magdeburg) messen sich mit den internationalen Spitzenathleten in ihren Disziplinen.

Bevor 17.30 Uhr die Hauptwettkämpfe beginnen, zeigen unsere besten Nachwuchsathleten ihr Können. Starter wie Korbinian Häßler oder Steven Richter vom gastgebenden LV 90 Erzgebirge, die nationale Titel erkämpft haben und teils sogar schon international für Furore sorgten, freuen sich auf die Jugend-Wettbewerbe vor großer Kulisse. 16.45 Uhr geht es sie los. Zugleich sind noch jüngere Sportler in Thum zu erleben, denn wieder einmal steht der Schlagball-Cup für Grundschulen auf dem Programm. So manches Talent wurde dabei schon entdeckt. Und sogar die Besucher selbst können sich beweisen. Gelegenheit dazu bietet der Zuschauerwettbewerb im Steinstoßen. Also: Zuschauen, Mitmachen und Genießen! Ein Überblick zum Starterfeld folgt in Kürze…

Zeitplan:
16.00 Uhr: Beginn des Zuschauerwettbewerbs „Hundert stoßen Steine“
16.45 Uhr: Diskuswerfen (U 18/U 20 m)
17.00 Uhr: Schlagball-Cup der Grundschulen
17.30 Uhr: Speerwerfen (Männer)
18.20 Uhr: AOK-Kugelstoß-Cup (U 18/U 20 m)
19.00 Uhr: Diskuswerfen (Männer)
19.50 Uhr: Kugelstoßen (Frauen)
20.45 Uhr: Kugelstoßen (Männer)

Starter aus 14 Nationen werden am 30. August zur 16. Auflage in Thum erwartet

Der Thumer Werfertag fällt diesmal auf einen besonderen Termin. Und zwar gleich aus zwei Gründen. Zum einen werden am Abend des 30. August die Feierlichkeiten anlässlich des 550-jährigen Stadtrechts von Thum eröffnet. Zum anderen ergibt sich auch in sportlicher Hinsicht ein neuer Aspekt. „Unser Termin liegt diesmal nicht kurz nach, sondern vor dem internationalen Saisonhöhepunkt“, erklärte Mitorganisator Sven Lang bei einer Pressekonferenz in Gelenau. Dass die Weltmeisterschaft erst Ende September in Doha ansteht, dürfte der Veranstaltung und vor allem dem Publikum in die Karten spielen. Schließlich stellt der 17 Uhr beginnende Werfertag für die Sportler somit noch eine große Chance dar. „Sie können bei uns die WM-Norm erfüllen“, so Sven Lang.

Den Organisatoren liegen bereits Anfragen aus der ganzen Welt vor, was aber nicht allein an der WM liegen dürfte. „Der Thumer Werfertag ist mittlerweile zu einer großen Tradition geworden, bei dem viele Athleten gern starten. Der Ablauf und das Flair kommen sehr gut an“, sagt Sven Lang, der sich als Kugelstoß-Bundestrainer ständig im Austausch mit vielen Spitzensportlern befindet. Viele dieser Wurf-Experten haben auch diesmal ihr Interesse bekundet, bei diesem Wettkampf des LV 90 Erzgebirge an den Start zu gehen. „Jetzt kommt es darauf an, die richtige Mischung zu finden“, erklärt der Organisationsleiter, der möglichst alle Wettbewerbe mit starken Feldern besetzen will. Nach aktuellem Stand werden dabei 14 Nationen vertreten sein. Der Werfertag, der im Vorjahr in der weltweiten Rangfolge der Spezialmeetings auf Platz 5 geführt wurde, wird also auch diesmal einen echten Höhepunkt darstellen.

Starke Konkurrenz hat sich im Diskuswerfen der Männer angekündigt. Martin Wierig wird es dabei zum Beispiel mit dem Vize-Weltmeister von 2017, Fedrick Dacres aus Jamaika, zu tun bekommen. Auch der Olympia-Vierte Martin Kupper aus Estland und der amtierende U-23-Europameister Kristjan Ceh aus Slowenien steht in der Starterliste. Im Speerwerfen ist mit dem Tschechen Vitezlav Vesely der Dritte der Olympischen Spiele von 2012 dabei – ebenso wie weitere EM-Medaillengewinner. „Das war ein großer Wunsch der Zuschauer, das Speerwerfen der Männer wieder im Programm zu haben“, berichtet Sven Lang. Im gleichen Atemzug weist er darauf hin, dass am Tag vor dem Thumer Werfertag das Diamond-League-Finale in Zürich ausgetragen wird. Während es für die Speerwerfer schwer sei, zwei Tage in Folge zu werfen, verhält sich dies bei Kugelstoßern anders. Diese Disziplin wird also wie immer den krönenden Abschluss mit namhafter Konkurrenz darstellen.

„Es ist einfacher vor dem Saisonhöhepunkt als danach“, erklärte Kugelstoßerin Christina Schwanitz während der Pressekonferenz. Schließlich falle man nach einer WM immer in ein Loch: „Man hat da ja jegliche Energie reingeschmissen und braucht erstmal drei, vier Wochen.“ Im Vorfeld eines solchen Wettkampes  werde die Spannung dagegen hochgehalten. Dazu komme bei ihrem Heimspiel in Thum, dass die Fans und die Kulisse inklusive Musik für eine ganz besondere Stimmung sorgen: „Man kann sich die Lieder aussuchen und zum richtigen Takt stoßen.“ Den DJ erwarten an diesem Abend die Wünsche vieler weiterer prominenter Kugelstoßer. Während sich Christina Schwanitz beispielsweise gegen die amtierende Studenten-Weltmeisterin Sara Mitton aus Kanada behaupten muss, bekommt es David Storl im Feld der Männer unter anderem mit Tom Walsh zu tun. Der Neuseeländer, der 2017 Weltmeister geworden war, gehört mittlerweile zu den Stammgästen in Thum.

Umrahmt wird der 16. Thumer Werfertag vom Zuschauer-Wettbewerb „Hundert stoßen Steine“ sowie von einem Wurf-Cup für Kinder. Außerdem stellt der Wettkampf auch eine Bühne für ambitionierte Jugend-Vertreter dar, die sich mit Diskus und Kugel beweisen können. Laut LV-90-Präsident Knut Schreiter ist auch das ein wichtiger Aspekt des Werfertags, denn die Nachwuchsarbeit stelle die Basis für die Zukunft des Vereins dar. „Der Erfolg beginnt ganz unten im Kleinen“, betonte er während der Pressekonferenz. Auf Erfolge aktueller Jugend-Vertreter wie Maximilian Grupen und Korbinian Häßler, die in der U 23 und U 20 bei der EM für Furore sorgten, wies er ebenso hin wie auf den Bedarf an weiteren Trainern und Talenten.

 

Zeitplan am 30. August im Thumer Stadion an der Wiesenstraße:

16 Uhr: Zuschauerwettbewerb „Hundert stoßen Steine“, 16.45 Uhr: Diskuswerfen U 18/U 20 (m), 17 Uhr: Wurf-Cup für Kinder, 17.45 Uhr: Diskuswerfen Männer, 18.30 Uhr: Kugelstoß-AOK-Cup U 18 (m)/U 20 (w), 19.15 Uhr: Speerwerfen Männer, 19.45 Uhr: Kugelstoßen Frauen, 20.45 Uhr: Kugelstoßen Männer

Christin Hussong wirft beim 15. Internationalen Werfertag 65,07 Meter

Irgendwie war vieles ähnlich dem vergangenen Jahr. Und doch war bei der 15. Auflage des Thumer Werfertages alles ganz anders. Wieder waren um die 3000 Zuschauer gekommen, um Spitzen-Athleten aus der Leichtathletik endlich einmal hautnah zu erleben. Und wieder brauten sich nach einem lange Zeit herrlichen Sommertag dunkle Wolken zusammen. Doch im Gegensatz zu 2107, als die Kugelstoßer bei einem heftigen Gewitterguss im wahrsten Sinne des Wortes baden gingen, hielt das Wetter trotz einiger Blitze am Himmel diesmal durch. Und das war auch gut so, denn im Stadion an der Wiesenstraße wurde wieder viel geboten. Vor allem im Speerwerfen – genau wie im vergangenen Jahr. Allerdings waren es diesmal nicht die in Birmingham geforderten Herren, die das Publikum begeisterten, sondern die Frauen.

Was im Vorjahr Johannes Vetter und Thomas Röhler praktiziert hatten, gelang diesmal einem weiblichen Duo. Gleich mehrfach wurde der Meeting-Rekord verbessert, denn die Tschechin Nikola Ogrodnikova und Christin Hussong stachelten sich einem packenden Duell gegenseitig an. Am Ende war es wie schon bei der Europameisterschaft die Studentin vom LAZ Zweibrücken, die mit 65,07 Metern um 73 Zentimeter die Nase vorn hatte. Christin Hung war so begeistert, erstmals in einem Wettkampf alle Würfe jenseits der 60-Meter-Marke landen zu lassen, dass sie von „einer neuen Familie“ im Erzgebirge sprach. Und den Fans versprach sie, dass sie trotz des EM-Titels noch lange nicht satt sei: „Ich bin ja erst 24 und habe noch viel vor.“ Für die tolle Atmosphäre im Erzgebirge bedankte sich auch Markus Wierig bei den zahlreichen Fans. „Das war Balsam auf meine Seele. Die letzten Wochen waren echt hart für mich gewesen“, sagte der Diskuswerfer vom SC Magdeburg, der mit 64,49 Metern seinen Vereinskollegen David Wrobel (61,73 m) auf den zweiten Platz verwies.

Den Abschluss stellten wie immer die Wettbewerbe im Kugelstoßring dar. Obwohl David Storl (21,62 m) einen guten Tag erwischte, war einer noch besser. Tomas Walsh aus Neuseeland brachte es auf 21,71 Meter und durfte sich somit über einen der Räuchermänner freuen, die es diesmal als Siegertrophäe gab. Als er diesen fallen ließ und dachte, die schöne Figur sei kaputtgegangen, musste ihn David Storl erst einmal über diese erzgebirgische Tradition aufklären und dass es einen Grund hat, dass ein Räuchermännchen aus zwei Teilen besteht. Damit aus kennt sich freilich Christina Schwanitz, die den Wettbewerb der Frauen mit 18,84 Metern für sich entschied. Für sie war das der schöne Abschluss einer schönen Saison: „Es waren schöne sieben Monate, auch wenn es manchmal etwas chaotisch zuging. Aber das brauche ich manchmal.“ Auf den Plätzen 2 und 3 folgten die Rumänin Dimitriana Surdu (18,18 m) und Sara Gambetta (18,13 m) vom SV Halle. Doch am Ende rückte Josephine Terlecki ins Rampenlicht, die am Ende ihres allerletzten Wettkampfes herzlichst verabschiedet wurde.

Mit vielen Umarmungen und Autogrammen endete ein toller Abend, der auch den Kindern für immer in Erinnerung bleiben dürfte, die am Schlagball-Cup der Grundschulen teilgenommen haben. Platz 1 sicherten sich hierbei die Mädchen und Jungen von der Grundschule Gelenau, die als einzige in der Summe aller Werfer die 300-Meter-Marke knacken konnten (301,50 m). Als ärgster Verfolger blieb die Grundschule Thum (291,50 m) knapp darunter. Doch auch deren Schüler sowie die anderen fünf Grundschulen waren sichtlich begeistert, trafen sie doch an diesem Tag viele Stars der Leichtathletik. Darunter auch LV-90-Sprinterin Rebekka Haase, die in ihrer Heimat ebenfalls unzählige Autogramme geben musste.

 

18 EM-Teilnehmer aus 15 Ländern gehen im Erzgebirge auf Weitenjagd

Die Europameisterschaft der Leichtathleten 2018 ist Geschichte. In Berlin mag die Euphorie verflogen sein, doch verschwunden ist noch lange nicht. Vielmehr ist sie hinübergeschwappt ins Erzgebirge, wo am Freitag zum 15. Mal der Internationale Thumer Werfertag ausgetragen wird. Tatsächlich dürfte im vergleichsweise kleinen Stadion an der Wiesenstraße noch ein gewisses EM-Flair zu spüren sein, denn 18 Teilnehmer der Titelkämpfe von Berlin sind in Thum mit von der Partie. Zu den Vertretern aus 15 Ländern gehört mit Christin Hussong auch eine frisch gebackene Europameisterin. Sie macht das Speerwerfen der Frauen zu einem echten Highlight, zumal Vize-Europameisterin Nikola Ogrodinikova aus Tschechien auf eine Revanche aus sein dürfte. Ein interessantes Duell gibt es ebenso im Kugelstoßen der Männer, wo Freiluft-Weltmeister Tom Walsh (Neuseeland) auf den zweifachen Hallen-Weltmeister Ryan Whiting (USA) trifft. Nicht zu vergessen David Storl. Vor allem aber freut sich Christina Schwanitz auf ihr Heimspiel, das ein buntes und interessantes Wettkampfprogramm zu bieten hat, bei dem auch junge Schüler und die Zuschauer selbst auf Weitenjagd gehen können…

16.00 Uhr: Zuschauer-Wettbewerb im Steinstoßen

16.45 Uhr: Diskuswerfen der Junioren mit Korbinian Haessler (LAC Chemnitz), Jakub Forejt, Michal Forejt (beide Tschechien), Matteo Maulana, Luca-Noel Eichler (beide LAC Chemnitz), Florian Schmidt (LV 90 Erzgebirge), Alexander Köhler (SV Halle)

17.00 Uhr: Schlagball-Cup der Grundschulen mit Thum, Gelenau, Elterlein, Gornsdorf, Burkhardtsdorf, Neuwürschnitz, Dorfchemnitz

17.30 Uhr: Diskuswerfen der Männer mit Martin Wierig (SC Magdeburg), Martin Kupper (Estland), Tomas Vonavka (Tschechien), Alin Firfirica (Rumänien), David Wrobel (SC Magdeburg), Maximilian Klaus (LAC Chemnitz), Tony Zeuke (LV 90 Erzgebirge), Merten Howe (SV Halle)

18.20 Uhr: AOK-Cup der Junioren im Kugelstoßen mit Marc-Aurel Loibl (LV 90 Erzgebirge), Alexander Köhler (SV Halle), Florian Schmidt (LV 90 Erzgebirge), Matteo Maulana (LAC Chemnitz), Sandy Uhlig (LG Mittweida), Laura Herdner (LG Eintracht Frankfurt), Vivien Morgenstern (LAC Chemnitz)

19.00 Uhr: Speerwerfen der Frauen mit Christin Hussong (LAZ Zweibrücken), Nikola Ogrodnikova (Tschechien), Anete Kocina (Lettland), Ariana Ince (USA), Dana Bergrath (TSV Bayer Leverkusen), Irena Sediva (Tschechien)

19.40 Uhr: Kugelstoßen der Frauen mit Christina Schwanitz, Sarah Schmidt (beide LV 90 Erzgebirge), Sara Gambetta (SV Halle), Viktoria Kolb (Weißrussland), Dimitriana Surdu (Moldawien), Marketa Cervinkova (Tschechien), Melissa Boeckelmann (Niederlande), Katharina Maisch (TuS Metzingen), Alina Kenzel (VfL Waiblingen)

20.35 Uhr: Kugelstoßen der Männer mit Tomas Walsh (Neuseeland), Ryan Whiting (USA), David Storl (SC DHfK Leipzig), Tsanko Arnaudov (Portugal), Bob Bertemes (Luxemburg), Patrick Müller (SC Neubrandenburg), Dennis Lewke (SC Magdeburg), Jan Jeuschede (TSV Bayer Leverkusen)

Viel Spaß!

 

Am 17. August ist es endlich soweit

Fünf Tage nach dem Ende der Europameisterschaft in Berlin wird sich einigen Leichtathleten der internationalen Spitze beim 15. Thumer Werfertag die Chance zur Revanche bieten. Am 17. August ist es soweit, dann beginnt 17 Uhr die Weitenjagd im Stadion an der Wiesenstraße. Wie gewohnt, werden zu später Stunde die Damen und Herren im Kugelstoßring wieder für den krönenden Abschluss sorgen, wobei die Fans sich auf eine wieder erstarkte Christina Schwanitz freuen können. Zuvor werden die Wettbewerbe mit Diskus und Speer ausgetragen. Traditionsgemäß können die Zuschauer in Thum auch selbst aktiv werden – und das diesmal bei einem besonderen Wettbewerb. Statt zur Kugel wird diesmal zu natürlichem Material gegriffen, denn es geht beim Steinstoßen um Kraft und Geschick… Nähere Informationen folgen in Kürze…

Johannes Vetter trumpft mit 93,88 Metern auf

Der 14. Internationale Thumer Werfertag bleibt wegen zwei „Donnerwetter“ für immer in Erinnerung. Der erste „Blitz“ ging auf das Konto des frisch gebackenen Speerwurf-Weltmeisters, der den bisherigen Meeting-Rekord mit dem drittbesten deutschen Wurf aller Zeiten pulverisierte. Und ganz am Ende zog dann noch ein echtes Gewitter herein, doch das konnte keinem mehr die Laune vermiesen…

Mit einem neuen Meeting-Rekord hat sich Johannes Vetter beim 14. Internationalen Thumer Werfertag den Sieg im Speerwerfen gesichert. Wenige Tage nach dem Gewinn des Weltmeistertitels in London präsentierte sich der gebürtige Dresdner, der nun für die LG Offenburg startet,  auch im Erzgebirge in blendender Verfassung. Sagenhafte 93,88 Meter flog sein Speer im zweiten Versuch. „Es ist mir selbst ein Rätsel, wie ich so gut in diesen Wettkampf gefunden habe“, sagte der 24-Jährige, der es in Thum eigentlich locker angehen wollte: „Ich habe noch drei weitere Wettkämpfe. Da will ich richtig absahnen.“ Die passende Musik, persönlich beim DJ bestellt, sowie der starke erste Wurf von Thomas Röhler (86,21 m) motivierten den frisch gebackenen Weltmeister jedoch. Somit blieb Röhler nur der zweite Platz, gefolgt vom Tschechen Petr Frydrych (81,11 m).

„Das spricht fürs Speerwerfen“

Und bei der Siegerehrung stellte Johannes Vetter noch einmal ausdrücklich klar: „Ich mache so was nichts fürs Geld. Es macht einfach teilzunehmen und sich mit den anderen Jungs zu messen.“ Vor allem Thum sei „immer eine geile Sache, weil die Leute so nah dran sind an der Anlage“. Und wenn der DJ auch noch die Songs an seinem Pult hat, die den Weltmeister so richtig pushen, dann kann auch schnell mal die Post abgehen, obwohl man die Kräfte eigentlich schonen will.“Tut mir leid, wenn die Musik nicht den Geschmack von jeden trifft“, entschuldigte sich der Sieger für die rhythmischen Töne, die ihren Zweck nicht verfehlten. Auch Thomas Röhler ließ sich sich von der Kulisse und der Musik antreiben. Und auch wenn er diesmal gegenüber Johannes Vetter den Kürzeren zog, war er mit Blick zurück auf die WM doch irgendwie zufrieden: „Wenn die Plätze 1 bis 8 so nah beisammen liegen, dann spricht das fürs Speerwerfen.“

Das Gewitter kann warten

Die mehr als 2000 Zuschauer, die ins Stadion an der Wiesenstraße gekommen waren, bereuten ihr Kommen also nicht. Auch, weil das Wetter mitspielte. „Zum Glück hat es lange durchgehalten“, sagte Organisationsleiter Sven Lang angesichts des vorhergesagten Regens. Der starke Gewitterschauer setzte erst ganz kurz vor Schluss ein, sodass das Kugelstoßen der Männer nach dem vierten Durchgang abgebrochen werden musste. David Storl, der sich mit 21,45 Metern vor dem Portugiesen Tsanko Arnaudov (20,81 m) und Jacko Gill (20,72 m) aus Neuseeland durchsetzte, musste seinen Siegerpokal daher in der Turnhalle in Empfang nehmen.

Nadine Müller nicht zu schlagen

Die Laune ließen sich aber weder Sportler noch Verantwortliche oder Fans vermiesen. Schließlich hatten sie einen tollen Wettkampf erlebt, der unter anderem den Sieg von Nadine Müller im Diskuswerfen der Frauen mit sich brachte. Dank ihrer 62,11 Meter lag die WM-Teilnehmerin vom SV Halle am Ende vor Anna Rüh (SG Magdeburg/60,11 m) und Julia Harting (SCC Berlin/58,16 m). Außerdem verfolgten viele Besucher interessiert die Nachwuchs-Wettbewerbe. In der U 20 hatten dabei Kugelstoßer Martin Knauer (München/16,86 m) und Diskuswerfer Pascal Eichler (Chemnitz/45,48 m) die Nase vorn. Die U-18-Siegerpokale gingen im Kugelstoßen an Selina Datzler (München/16,69 m) sowie im Diskuswerfen an LV-90-Starter Björn Oelmann (46,09 m). Außerdem waren mit dem Diskus Florian Schmidt (Hartha/U 16/50,07 m) und Tony Zeuke (LV 90/U 23/50,21 m) erfolgreich.

Christina Schwanitz is back

Als jüngste Teilnehmer zeigten die Mädchen und Jungen von sieben Grundschulen ihr Können. Über den Sieg beim Schlagball-Cup durften sich die Lokalmatadoren der Grundschule Thum freuen, die in der Summe auf 322,5 Meter kamen. Da konnten die Vertretungen aus Gelenau (2./303 m) und Neuwürschnitz (3./287 m) nicht ganz mithalten. Es folgten Dorfchemitz (4.), Burkhardtsdorf (5.), Gornsdorf (6.) und Elterlein. Als beste Einzelstarter ragten Fynn Gerstner (53,50 m) sowie Sally Fahrhöfer (32,00 m) heraus. Im weiteren Verlauf des Abends verfolgten auch die Kinder die Wettkämpfe der großen Stars und ergatterten dabei das eine oder andere Autogramm. Unter anderem auch von einer guten alten Bekannten, denn Christina Schwanitz is back! „Die EM 2018 in Berlin ist ein realistisches Ziel“, sagte die mit ihren Zwillingen Kugelstoßerin des LV 90 und kündigte das baldige Ende ihrer Babypause an: „Zum Glück ist mein Mann ein Vollblut-Papa.“