Zwei Leben für den Sport

Verband ehrt Rolf Kohlmann für sein Lebenswerk – Auszeichnung auch für Maik Werner

Ein gewöhnlicher Termin mit außergewöhnlichen Momenten: Bei der diesjährigen sächsischen Trainertagung im Leipziger Sportgymnasium standen viele Themen auf der Tagesordnung. Während der Leitende Direkter Sport des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Idriss Gonschinska, eine Bilanz aus nationaler Sicht zog, hielt Maren Witt von der Universität Leipzig ein Referat zu einem Fortbildungsthema. „Dabei ging es um das schnelligkeitsbetonte Nachwuchstraining“, berichtet Maik Werner. Er und die rund 100 anderen Trainer erlebten dann noch die Berufung der neuen D-2-Kadersportler Sachsens mit.

Neben den Aktiven rückten an diesem Tag aber auch die Trainer selbst ins Rampenlicht – allen voran Rolf Kohlmann vom LV 90 Erzgebirge. Wenige Monate nach seinem 80. Geburtstag, der im Sommer gefeiert wurde, erhielt unser Trainer-Urgestein quasi ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk: Vom sächsischen Leichtathletik-Verband wurde Rolf Kohlmann für sein Lebenswerk geehrt. Dabei ging es einerseits um seine Arbeit als Trainer, die bereits vor 55 Jahren begann. Seither verging wohl kaum eine Woche, ohne dass er Talente entdeckte beziehungsweise im Training förderte. Und natürlich werden aufgrund der Wettkämpfe auch die Wochenenden der Leichtathletik „geopfert“. Zum Lebenswerk von Rolf Kohlmann gehört aber auch das Mitwirken bei der erfolgreichen Entwicklung des LV 90 Erzgebirge. Was wäre der Verein ohne ihn?

Auf ein solch umfangreiches Lebenswerk kann Maik Werner freilich noch nicht verweisen. Schließlich ist er erst 31 Jahre alt. Dennoch widmet auch der erzgebirgische Regionaltrainer aus unseren Reihen den größten Teil seiner Zeit der Leichtathletik. „Es gibt Tage, da lege ich 7 Uhr los und höre 22 Uhr auf“, sagt Maik Werner. Das Training muss vorbereitet und durchgeführt werden, einige Sportler außerdem noch geholt werden. Doch damit längst nicht genug. Die Organisation eigener Veranstaltungen sowie die Meldung für andere Wettkämpfe erfordert auch noch das Erledigen vieler bürokratischer Aufgaben. Hinzu kommt, dass sich der Trainer nicht nur um den LV 90, sondern auch andere Vereine der Region kümmert. Aufgrund seiner intensiven Bemühungen wurde Maik Werner vom sächsischen Leichtathletik-Verband als bester Regionaltrainer in Sachsen ausgezeichnet. Wie Rolf Kohlmann lebt auch er für die Leichtathletik!

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