290 Teilnehmer zeigen beim Abendsportfest ihr Können

Die Großen sind unterm Hallendach noch fleißig am Schwitzen. Kugelstoßerin Christina Schwanitz hat gerade erst das Finale der World Indoor Tour in Düsseldorf gewonnen. Mit ihren 19,14 Metern sicherte sie sich nicht nur Platz 1 in der Tageswertung, sondern auch den Gesamtsieg in dieser Serie. „Trotz Erkältung war sie gut drauf“, berichtet Trainer Sven Lang, den der Weg nun nach Sindelfingen führt. Dort treten acht Sportler unseres Vereins zu den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften inklusive der Winterwurf-Wettbewerbe an. Stark vertreten ist der LV 90 vor allem im Diskuswerfen, wo Korbinian Häßler zu den großen Favoriten zählt. Doch auch Rick Schlömilch, Steven Richter, Florian Schmidt und Larissa Stiehler haben sich in dieser Disziplin viel vorgenommen. Auf gute Ergebnisse hoffen zudem Hammerwerfer Franz Lorenz, Kugelstoßer Marc-Aurel Loibl, Sprinterin Nela Herzog und unsere Viermal-200-Meter-Staffel.

Für unsere Jüngsten ist die Hallensaison dagegen bereits abgeschlossen. Sie haben sich die aktuellen Winterferien wahrlich verdient, gaben viele von ihnen doch direkt vor Ferienbeginn noch einmal Vollgas. Und zwar beim Abendsportfest, das unser Verein gemeinsam mit der SG Adelsberg in der Leichtathletik-Halle des Chemnitzer Sportforums organisierte. 290 Nachwuchssportler aus ganz Sachsen waren der Einladung gefolgt und packten die Gelegenheit, noch ein letztes Mal unterm Hallendach zu glänzen, beim Schopf. „Es gab viele gute Leistungen“, bilanziert Organisationsleiter Maik Werner, der auf den besonderen Charakter dieses Wettkampfs verweist: Hier sollten alle eine Bühne erhalten und nicht nur die Meisterschaftsaspiranten. Außerdem traten einige Athleten in Disziplinen an, die ihnen sonst eher weniger liegen. Aber Übung macht nun mal den Meister! Und dass nicht alles auf Anhieb klappen kann, war auch beim Ablauf des Wettkampfes zu erkennen. So kam es bei den Lauf-Wettbewerben zu einigen Verzögerungen im Zeitplan. Spaß gemacht hat es trotzdem allen!

Ergebnisse: http://www.laportal.net/Competitions/Details/1472

 

 

Wie Christina Schwanitz erklimmt auch Annika Gärtz das DM-Podest

Mit der Verbesserung ihrer eigenen Weltjahresbestleistung auf ausgezeichnete 19,94 Mater hat Christina Schwanitz für einen der Höhepunkte der Deutschen Hallen-Meisterschaften in Chemnitz gesorgt. „Trotz einer Erkältung bot sie einen souveränen Wettkampf“, berichtet Trainer Sven Lang. Beleg dafür war die Tatsache, dass die LV-90-Kugelstoßerin auch bei zwei weiteren Versuchen über ihrer alten Bestmarke blieb. „Nun folgen für sie noch das World-Indoor-Finale am Mittwoch in Düsseldorf und die Hallen-Europameisterschaft in Glasgow, wo sie als Favoritin an den Start gehen wird“. blickt Sven Lang voraus.

War der Titel von Christina Schwanitz eingeplant, so kam die Silbermedaille von Annika Gärtz im Weitsprung völlig überraschend. In einem für die 24-Jährige sensationellen Wettkampf gelang ihr im sechsten Versuch der entscheidende Sprung. Durch die Steigerung ihrer Bestleistung auf sehr gute 6,47 Meter schaffte es die Erzgebirgerin noch zur Vizemeisterin. Nachdem sie drei Wochen schon Platz 2 im Fünfkampf  belegt hatte, folgte nun in Leipzig der zweite Podestplatz auf nationaler Ebene – und zwar in der eigentlichen Spezialdisziplin von Annika Gärtz.

„Auch Viktoria Dönicke hat ihre Sache ausgezeichnet gemacht“, betont Sven Lang. Unsere Sprinterin schaffte es mit 7,36 Sekunden als jüngste Teilnehmerin ins Finale über 60 Meter.  Dort gelang der 20-Jährigen dann ein ausgezeichneter 6. Platz. Die Uhr blieb diesmal bei 7,39 Sekunden stehen. Lisa Grünert und Lukas Hein blieben mit 7,53 beziehungsweise 6,90 Sekunden im Bereich ihrer persönlichen Bestleistungen, hatten aber damit keine Chance auf eine Finalteilnahme.

Starke Auftritte in Sassnitz und Chemnitz

Beim Internationalen Kugelstoß-Meeting in Sassnitz siegte Christina Schwanitz mit der neuen Weltjahresbestleistung von 19,31 Metern. Nach einem etwas schwächeren Beginn gelang ihr im sechsten Durchgang die neue Bestmarke. Zweite wurde ihre Trainingspartnerin Katharina Maisch (TuS Metzingen), die mit 17,77 Metern eine neue persönliche Bestleistung aufstellte und damit zugleich die Norm für die Hallen-Europameisterschaften erfüllte. Den Jugendwettbewerb gewann Korbinian Häßler mit 17,60 Metern. Mit 16,51 m belegte Marc-Aurel Loibl Rang 3.

Gute Leistungen und Platzierungen waren auch beim 21. Internationalen Erdgas-Meeting in Chemnitz zu verzeichnen. So gelang Annika Gärtz mit 6,09 Metern der Sieg im Weitsprung der Frauen. Jeweils Platz 3 ging an zwei Sprinterinnen: Viktoria Dönicke, die in sehr guten 7,38 Sekunden die 60 Meter bewältigte, und Lisa Grünert, die die 200 Meter in 24,64 Sekunden meisterte.

17. Schüler-Hallensportfest in Leipzig stellt Höhepunkt für den Nachwuchs dar

Dort, wo in Kürze die besten deutschen Leichtathleten im Erwachsenenbereich ermittelt werden, durfte sich der Nachwuchs schon jetzt beweisen. Zu den mehr als 1000 Teilnehmern, die in der Leipzig Arena beim 17. Schüler-Hallensportfest der SG Mogono ihr Können zeigen durften, gehörten auch knapp 30 Talente unseres Vereins. „Genau das gleiche Ambiente zu erleben wie die großen Stars, war für die Kinder exorbitant toll“, kommentiert Trainer Maik Werner den Ausflug.

Da neben zahlreichen Bundesländern auch Tschechien, Polen und Russland in der Messestadt vertreten waren, wartete starke Konkurrenz. Dementsprechend hoch sind die 18 Medaillen einzuschätzen, die unsere Starter mit nach Hause brachten. „Ein Highlight war der Dreifach-Erfolg unserer M-12-Jungs im Sprint. Alle drei Medaillen in einer Disziplin zu gewinnen, hat sonst kein Verein geschafft“, hebt Werner den starken Auftritt von Jerome Düringer (1.), Enzo Kieß (2.) und Felix Voigt (3.) hervor.

Schon bei den Jüngsten lief es sehr gut. So sicherte sich Sina Mia Dietz (Weitsprung/Medizinball) in der W 8 gleich zweimal Platz 1. Und auch Ernst Sieber (M 9) war über 50 Meter nicht zu schlagen. Für eine weitere Goldmedaille sorgte Lara Böhm im Kugelstoßen der W 13. Einen Jahrgang über ihr glänzte zudem Rosalie Weber über die Hürden. Sie wurde ebenso Zweite wie Lina Tippmann und Richard Müller, die in der AK 18 über 800 Meter gute Ausdauer bewiesen.

Zwar hatte es der lange Tag – von früh 9 Uhr zog sich der Wettkampf bis gegen 21 Uhr – wirklich in sich. Doch die Sportler konnten sich gegen Ende der Hallensaison noch einmal zu starken Leistungen aufraffen. Nicht immer reichte es dabei für eine Medaille, doch auch Startern wie Seraphine Landmann und Hannah Maneck attestierten die Trainer eine starke Leistung. Für viele reichte es aber zum Sprung aufs Treppchen – hier ein Überblick:

W 8: Weitsprung: 1. Sina Mia Dietz (3,16 m); Medizinball: 1. Sina Mia Dietz (5,60 m)

M 9: 50 m: 1. Ernst Sieber (8,18 s)

M 10: 50m: 3. Tim Sternitzky (7,95 s)

W 12: Hochsprung: 3. Emilia Aurich (1,30 m); Kugelstoß (3 kg): 3. Pauline Lotta Beer (7,23 m)

M 12: 60m: 1. Jerome Düringer (8,59 s), 2. Enzo Kieß (8,67 s), 3. Felix Voigt (8,69 s); 60 m Hürden: 3. Enzo Kieß (10,15 s); Weitsprung: 2. Enzo Kieß (4,34 m), 3. Jerome Düringer (4,31 m)

W 13: 800 m: 2. Lina Tippmann (2:32,29 min); Kugelstoß: 1. Lara Böhm (9,94 m)

M 13: 800 m: 2. Richard Müller (2:37,87 min); Weitsprung: 3. Richard Müller (4,48 m)

W 14: 60 m Hürden: 2. Rosalie Weber (9,79 s)

https://mogono-leichtathletik.de/media/2019-02-09-leipzig-ergebnis-pdf-korrigiert.pdf

 

Hier mal ein kleines News-Update, was sonst noch los ist…

Da gibt es zum Beispiel die Talentewahl des Erzgebirges, bei denen unsere Vertreter jede Stimme gut gebrauchen können. Bei den Mädchen hoffen Nela Herzog sowie Larissa Stiehler auf viele Punkte und gute Platzierungen. Steven Richter und Axel-Sven Gerlach stehen bei den Jungs zur Wahl. Als Landesmannschaftsmeister wollen natürlich auch unsere U-16-Mädels in der Team-Kategorie gut abschneiden. Also: Einfach auf die Homepage des Kreissportbundes gehen, Sporttalent 2018 anklicken und die entsprechenden Plätze beim jeweiligen Sportler eingeben…

https://www.ksberzgebirge.de/aktuelles/umfrage/talente-des-jahres-2018/

 

Natürlich geht es auch in den Hallen weiter um gute Platzierungen. Vor wenigen Tagen stellte das 13. Internationale Kugelstoßmeeting in Rochlitz eine Herausforderung dar, der sich auch Vertreter aus unseren Reihen stellten. So sicherte sich Christina Schwanitz mit 19,12 Metern den Sieg bei den Damen. Und auch in der männlichen U-20-Konkurrenz lief es blendend. Dort stieß Korbinian Häßler einen Meter weiter als noch in Erfurt und war mit 17,66 Metern nicht zu schlagen. Über eine persönliche Bestleistung durfte sich auch Marc-Aurel Loibl freuen: Mit 16,75 Metern wurde er Vierter. Platz 4 stand ebenso für Jeremy Neubert in der U 16 zu Buche.

 

Und weiter ging die Reise für Christina Schwanitz – und zwar Richtung Polen. Dort gewann sie in Torun am Mittwochabend den zweiten Wettkampf der IAAF Indoor World Tour. Diesmal landete die Kugel im besten Versuch bei 18,97 Metern. „Damit holte sie sich die wichtigen 10 Punkte auf dem Weg zum Tour-Gesamtsieg“, sagt Trainer Sven Lang. Auch wenn diesmal die 19er-Marke nicht geknackt wurde, war die Freude also groß. Fast zeitgleich vertrat Lukas Hein die Farben unseres Vereins in Frankfurt, wo die Deutschen Hochschul-Hallenmeisterschaften über die Bühne gingen. Dort wurde unser Sprinter Fünfter über 60 Meter. Nach 7,00 Sekunden im Vorlauf blieb die Uhr im Finale für ihn bei 7,01 Sekunden stehen.

 

Nicht um Sekunden, sondern um Grad Celsius ging es im Kur- und Gesundheitszentrum Warmbad. Dorthin war unser Trainer Jörg Möckel eingeladen, um als Gastredner einen kleinen Vortrag bei der Einweihung des sogenannten Erz-Iglu zu halten. Dabei handelt es sich um eine Kältekammer, wie sie schon seit Jahren im Leistungssport zur Anwendung kommt. „Das ist Kälte-Doping“, so Jörg Möckel schmunzelnd. Als Bundestrainer der deutschen Sprinter weiß er, wie wertvoll solch eine Anlage sein kann: „Es fördert Leistung und Regeneration.“ Selbst hat er die Kältekammer auch schon ausprobiert. „Unfassbar kalt“ seien die drei Minuten bei minus 110 Grad gewesen, zugleich aber auch eindrucksvoll. Und positive Auswirkungen gibt es gleich mehrere: Es fördert die Durchblutung, ermöglicht den schnelleren Abbau toxischer Stoffe, verlängert die Leistungsfähigkeit, verkürzt die Erholungszeit, mobilisiert die Abwehrkräfte und schüttet Endorphine aus. Mit dabei bei der Einweihung war übrigens auch Rebekka Haase.

Werfer krönen guten MDM-Auftritt mit zwei Titeln

Vor allem im Wurfbereich haben unsere Vereinsvertreter bei der Mitteldeutschen Hallen-Meisterschaft in Erfurt ihre Stärke unter Beweis gestellt. Acht der insgesamt zehn Medaillen waren in diesen Disziplinen zu verzeichnen. Dazu gehörten auch die beiden Titelgewinne. U-20-Starter Korbinian Haessler, der außerdem Silber mit der Kugel (16,55 m) gewann, war im Diskuswerfen mit 56,15 Metern nicht zu schlagen. Gold Nummer 2 ging auf das Konto von Franz Lorenz. Im Hammerwerfen der männlichen U-20-Konkurrenz setzte er sich mit einer persönlichen Bestleistung von 63,73 Metern durch.

Im Hammerfern stellte der LV 90 auch einen Vizemeister. Und zwar Jeremy Neubert, der in der U 16 mit 40,93 Metern nur einem Konkurrenten den Vortritt lassen musste. Genauso erging es Florian Schmidt im U-18-Diskuswerfen: 51,20 Meter brachten ihm Platz 2. Doch nicht nur im Winterwurf wurde gejubelt. Auch auf der Tartanbahn gab es dank der Viermal-200-Meter-Staffel der U-18-Mädels Grund zur Freude. In der Besetzung Herzog, Bartl, Melzer und sicherte sich das Team in 1:49,29 Minuten Silber. Für Nela Herzog war das nicht der einzige Podestplatz. Unsere U-18-Starterin wurde außerdem Zweite im Dreisprung (11,29 m).

Kommen wir zu den Bronzemedaillen. Auch hier konnte mit Larissa Stiehler eine U-18-Vertreterin ihr Potenzial unter Beweis stellen. Sie steigerte sich im Diskuswerfen auf 38,75 Meter. Diese neue persönliche Bestweite bescherte ihr ebenso Platz 3 wie zwei Jungs aus der U 20. Dabei handelt es sich zum einen um Marc-Aurel Loibl, der im Kugelstoßring mit 16,23 Metern den drittbesten Wert erzielte. Für Rick Schlömilch, der den Diskus mit 47,85 Metern so weit warf wie nie zuvor, stand ebenfalls Platz 3 zu Buche.

Trotz aller Freude schätzte Sven Lang das Abschneiden in Erfurt realistisch ein. „Acht Medaillen im Wurf sind zwar schön“, sagte der Trainer, der sich allerdings auch in den anderen Disziplinen über mehr Erfolge gefreut hätte. Vor allem im älteren U-16-Jahrgang fehlten die erhofften Ausreißer nach oben. „Im Übergang vom Schüler- in den Jugendbereich hapert es derzeit etwas“, lautet seine Einschätzung. Allerdings gebe es durchaus Hoffnungsträger für die Zukunft. So deuteten mehrere Vertreter der AK 14 ihr Können an. Dazu gehörten beispielsweise Claudia Lein (4./Kugelstoßen) und Christopher Arnold (8./800 m). Beide gehörten mit persönlichen Bestleistungen zu den Besten ihres Jahrgangs, diesmal gab es aber keine einzelne AK-14-Wertung, sondern nur eine komplette U-16-Wertung. Auch von Svenja Hübner, mit 33,44 Metern im Speerwerfen (7.) so stark wie nie zuvor, sei in Zukunft einiges zu erwarten.

https://ladv.de/ergebnis/datei/45993