Beim ersten Test-Wettkampf nach langer Pause glänzt Steven Richter gleich zweimal

Nach langer Corona-Pause nimmt das Vereinsleben nun wieder an Fahrt auf. Unter strenger Einhaltung des Hygiene-Konzepts wird seit kurzem wieder an allen Standorten trainiert. Und nun durften einige unserer Vereinsvertreter sogar wieder Wettkampfluft schnuppern, denn in Neubrandenburg wurde getestet. „Der Wettkampf des SCN wurde für 20 deutsche Kader-Athleten ausgerichtet, um zu sehen, wie unter den strengen Corona-Richtlinien Wettbewerbe durchgeführt werden können“, berichtet Sven Lang. Unser Kugelstoß-Bundestrainer konnte hinterher ein positives Fazit ziehen – sowohl in organisatorischer als auch in sportlicher Hinsicht. Denn bei dieser schönen Abwechslung zum zuletzt tristen Alltag ging alles reibungslos über die Bühne. Und einige unserer Starter zeigten dabei auch noch richtig starke Leistungen.

„Obwohl die Trainingsbedingungen lange Zeit eingeschränkt und somit nicht gerade optimal waren, kamen zum Teil sehr gute Ergebnisse heraus“, so Lang. Vor allem Steven Richter hebt er hervor, denn der U-18-Athlet aus Gelenau erreichte sowohl im Kugelstoßen (20,76 m) als auch im Diskuswerfen (61,54 m) persönliche Bestleistungen. „Das war schon Weltklasse“, schwärmt der Trainer, der sich auch über die 57,19 Meter von Korbinian Häßler mit dem Diskus freute. Dieser erkämpfte damit im U-23-Wettbewerb einen weiteren Sieg für unseren Verein. Mit am Start war auch Marc-Aurel Loibl (U 20), der seine Kugel 16,99 Meter weit fliegen ließ. Für Sascha Schmidt standen zudem im Diskuswerfen 50,35 Meter zu Buche. „Insgesamt war das ein erfreulicher Einstieg und eine schöne Abwechslung“, sagt Sven Lang, der den Gastgebern vom SC Neubrandenburg dankte und nun bald auf weitere Wettkämpfe hofft.

Sponsoren leisten ihren Beitrag zum Hygiene-Konzept

Der Testlauf am Freitag ist reibungslos über die Bühne gegangen. „Alle haben sehr diszipliniert mitgemacht“, lobt Trainer Maik Werner das Verhalten der Nachwuchssportler im Thumer Stadion. Aufgeteilt in kleine Gruppen – ein Übungsleiter betreut nur bis zu fünf Athleten – wurde die erste gemeinsame Trainingseinheit seit einer gefühlten Ewigkeit absolviert. Die Freude war allen Beteiligten anzumerken, zugleich aber auch die Vorsicht. Denn noch immer gilt es viele Regeln einzuhalten, um in Zeiten der Corona-Pandemie ein unnötiges Risiko zu vermeiden.

Dafür hat der LV 90 eigens ein Hygiene-Konzept erarbeitet, das von den Kommunen unserer Trainingsstandorte bestätigt wurde. Neben der Disziplin der Sportler und der Bereitschaft zahlreicher Übungsleiter spielt dabei auch die Unterstützung von Sponsoren eine wichtige Rolle. So können sich unsere Sportler dank des Schilderwerks Beutha problemlos desinfizieren. Direkt am Stadioneingang wartet dafür ein Desinfektionsmittelspender auf die Ankömmlinge. Außerdem erhält jeder zu diesem Zweck eine kleine Spraydose. Transportiert werden kann diese – ebenso wie Handtuch und Wechselshirt – in den neuen Beuteln, die uns vom Pflegedienst „Intensiv Leben“ zur Verfügung gestellt wurden.

Jeweils 210 Exemplare umfasst die neue Ausrüstung – schließlich sollen alle Nachwuchssportler für den Neustart bestens gerüstet sein. Wie groß der Ehrgeiz ist, wurde bereits am Montag bei der Übergabe der Ausrüstung sichtbar. Obwohl es stark regnete und sich sogar der Winter kurz zurückmeldete, gingen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt einige Sportler auf die Tartanbahn und absolvierten ihr Laufprogramm. Schließlich ist Trainingsfleiß die Voraussetzung, um künftig erfolgreich zu sein – genau wie die Hygiene.

Es geht wieder los – aber mit Abstand

„Wir freuen uns, verkünden zu dürfen, dass unser Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden kann“, sagt Trainer Maik Werner. Die Erleichterung ist ihm dabei deutlich anzumerken, denn nach den wochenlangen Einschränkungen, die nur individuelles Heimtraining zuließen, soll ab Montag, den 11. Mai, wieder in Gruppen trainiert werden. Eine Rückkehr zur Normalität stellt das allerdings noch längst nicht dar, denn es gilt weiterhin, klare Richtlinien einzuhalten.

„Wir müssen die Regeln, die uns auferlegt wurden, mit besten Wissen und Gewissen befolgen. Dies gilt für alle Beteiligten“, betont Maik Werner. Soll heißen: Szenen mit prall gefüllten Bahnen und Zuschauern am Stadionrand, wie auf dem Beitragsbild oben dargestellt, wird es vorerst nicht geben. Publikumsverkehr ist verboten, und natürlich muss auch der Mindestabstand eingehalten werden. Der beträgt in der Leichtathletik oft nicht nur 1,5 Meter, denn beim Laufen steigt er je nach Tempo auf bis zu 10 Meter an. Außerdem darf nur jede zweite Bahn besetzt sein.

Nach einem Testlauf am Freitag soll es am Montag in Thum, Gelenau und Stollberg für alle wieder losgehen. Möglich wird das durch die Bereitschaft zahlreicher Übungsleiter, denn trainiert wird im Schlüssel von 1:5. Das bedeutet, dass ein Trainer nur bis zu fünf Nachwuchssportler betreuen kann. Auf alte Haudegen wie Rolf Kohlmann und Dieter Hertel muss unser Trainerstab vorerst aber noch verzichten, da sie zur Risikogruppe gehören. Solche Vorsichtsmaßnahmen sind Teil unseres Hygiene-Konzepts, das der Vorstand des LV 90 Erzgebirge den Kommunen vorgestellt hat und das bestätigt worden ist. Dazu gehört beispielsweise auch das regelmäßige Desinfizieren sowie das Verbot von Disziplinen, in den Geräte benutzt werden.

Hier unser Konzept: