Regen trübt Freude über Medaillen

U-20- und U-18-Landesmeisterschaft in Zittau vorzeitig abgebrochen

Was als einer der letzten Höhepunkte der Freiluftsaison geplant war, ist für viele sächsischen Leichtathleten zu einer Enttäuschung geworden. Ein Teil der U-20- und U-18-Landesmeisterschaften fiel sogar buchstäblich ins Wasser, da der Dauerregen in Zittau die Bedingungen zu gefährlich werden ließ. Nach drei Stunden wurden die Titelkämpfe daher abgebrochen. „Nach Ansicht der Veranstalter waren die Bedingungen irgendwann nicht mehr zumutbar“, berichtet Trainer Maik Werner. Einerseits sei dies vor allem für betroffene Athleten, aber auch für deren Eltern und Betreuer eine bittere Entscheidung gewesen. Die weite Anreise habe sich ebenso wenig gelohnt wie die lange Vorbereitung. Andererseits hatte unser Coach Verständnis für diesen Schritt. Schließlich sei die Verletzungsgefahr auf den nassen Anlagen deutlich gestiegen. Und auch für die durchgeweichten Kampfrichter sei die Situation bei einstelligen Temperaturen alles andere als angenehm gewesen.

Natürlich hatte die Witterung Einfluss auf die Leistungen. Top-Ergebnisse waren rar gesät. Da stellten die 21,07 Meter von Steven Richter im Kugelstoßen eine Ausnahme dar. Unser Wurf-Experte aus Gelenau sicherte sich damit ebenso den Titel wie im Diskuswurf (53,75 m). In beiden Fällen verwies er Michel Gröper auf Rang 3 sowie Jeremy Neubert auf Rang 4. In der U 20 stellte unser Verein mit Sascha Schmidt in diesen beiden Disziplinen den Vizemeister. Er hatte Weiten von 17,87 beziehungsweise 49,75 Metern vorzuweisen. Florian Schmidt folge dahinter. Während es mit der Kugel zu Bronze reichte, wurde es im Diskuswerfen Rang 4. Jeweils einen Platz dahinter landete Marc-Aurel Loibl. Für weitere Goldmedaillen sorgten Axel-Sven Gerlach (U 18/100 m) und Lucienne Schulz (U 20/Kugel). Auch Larissa Stiehler schaffte es aufs Treppchen, indem sie mit 37,67 Metern U-18-Vizemeisterin im Diskuswerfen wurde. In dieser Altersklasse schrammten Nela Herzog (4./100 m) und Helena Zietzsch (6./Kugel) am Treppchen vorbei. Immerhin durften sie sich aber in Zittau noch beweisen. Viele andere durften gar nicht erst antreten, obwohl die Vorfreude groß gewesen war.

Ergebnisse