Vier DM-Medaillen an der Küste

Jugend-Starter überzeugen bei Titelkämpfen in Rostock

Bei Olympia gab es leider keinen Grund zum Jubeln, da Christina Schwanitz im Kugelstoßen ebenso das Finale verpasste wie Katharina Maisch. Fast zeitgleich lief es dafür bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften für die Starter unseres LV 90 umso besser. „Viel mehr war nicht drin“, lautet angesichts von vier Medaillen die Bilanz von Trainer Christian Sperling, der bei den Titelkämpfen in Rostock vor allem mit den Schützlingen aus seiner Werfergruppe zufrieden war. Sie sorgten fürs Edelmetall, doch auch in anderen Disziplinen gab es gute Ergebnisse.

Erfolgreichster Teilnehmer war einmal mehr Steven Richter, der nach seinem enttäuschenden EM-Auftritt nun an der Küste zurück in die Erfolgsspur fand. Mit 19,83 Metern sicherte sich der U-20-Athlet aus Gelenau den Sieg im Kugelstoßen und ließ mit dem Diskus (60,62 m) Bronze folgen. „Die deutsche Spitze ist eng beisammen. Vor allem im Diskuswerfen geht es hin und her“, erklärt Christian Sperling, warum es nicht zum doppelten Titelgewinn reichte. Für Frust habe das aber keineswegs gesorgt, zumal Steven nach einer intensiven Saison verständlicherweise „auch etwas platt“ sei.

Für Freude sorgten außerdem die anderen Wurf-Experten. Allen voran Michel Gröper, der im Diskuswerfen der U 18 mit 56,05 Metern Silber gewann. Mit der Kugel stand für ihn in Rostock zudem Platz 11 (14,68 m) zu Buche. Jolina Lange (U 20) schaffte als Dritte im Kugelstoßen den Sprung aufs Treppchen. „Sie gehört noch zum jüngeren Jahrgang und war nach einer Verletzung erst seit fünf Wochen wieder voll im Training“, lobte Christian Sperling die Comebackerin für ihre 16,13 Meter. Mit Platz 5 schrammte Hammerwerfer Jeremy Neubert (U 18/56,84 m) dagegen am Podest vorbei. Auch Sascha Schmidt blieb im U-20-Diskuswerfen (12./50,63 m) ohne Medaille. Etwas weiter warf Florian Schmidt, der mit 51,67 Metern im Diskusring ebenso Platz 10 belegte wie im Kugelstoßring (14,56 m).

Auf der Tartanbahn und in der Sprunggrube gab es zwar keine Medaillen zu vermelden, dafür aber dennoch gute Ergebnisse. So glänzte beispielsweise Ausdauer-Spezialist Christopher Arnold mit Platz 5 über 1500 Meter. Er benötigte nur 4:19,71 Minuten und verpasste Bronze nur um zwei Sekunden. Lennya Fuhrmann, ebenfalls in der U 18 am Start, landete im Dreisprung mit 11,79 Metern auf Rang 8. In der U 20 musste Tilman Reichel über 800 Meter im Halbfinale die Segel streichen – in 1:58,50 Minuten wurde er Fünfter seines Laufes. Für die 100 Meter benötigte Axel Sven Gerlach 11,24 Sekunden, womit er Vierter in seinem Vorlauf wurde.

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