Nach seinem leider enttäuschenden Abschneiden bei den Europameisterschaften konnte sich Steven Richter beim Diamond League Meeting in Chorzow/Polen noch einmal enorm steigern und schleuderte seinen Diskus auf starke 67,81 m. Damit belegte der 23-jährige in einem Weltklassefeld Platz fünf. Insgesamt beendet der Gelenauer die Saison mit der zweitbesten Weite weltweit und auf Rang fünf im World Ranking. Für Katharina Maisch bildete das ISTAF in Berlin den Saisonabschluss. Auch ihr gelang vor über 40.000 Zuschauern im Olympiastadion noch einmal ein guter Wettkampf. Mit 18,77 m belegte sie in einem Feld mit Weltmeisterin Jackson und Olympiasiegerin Mabry einen guten fünften Platz.
Auf drei Teilnehmer des LV 90 bei den diesjährigen Europameisterschaften kann der Verein stolz sein, auch wenn in Birmingham leider wahrlich nicht alle Wünsche in Erfüllung gingen. Für das wertvollste Ergebnis sorgte Katharina Maisch, die mit Rang sieben im Kugelstoßen ihre bisher beste internationale Platzierung erreichte. In der Qualifikation am Montagvormittag musste die 29-jährige um das Weiterkommen zittern. Nachdem auch ihr zweiter Versuch, welcher jenseits der 19m-Marke landete, ungültig gegeben wurde, löste sie die Aufgabe mit einem Sicherheitsstoß auf 17,64m recht souverän. Im Finale am Abend gelang ihr dann mit 18,39m ein besserer Einstieg. Leider war das am Ende auch der beste Stoß, der sie aber auf einen beachtlichen siebenten Platz brachte.
Weniger erfolgreich verlief diese Europameisterschaft für Steven Richter. Der Diskuswerfer, der mit 23 Jahren noch zu den jüngsten im Feld zählt, aber als einer der Medaillenkandidaten gehandelt wurde, musste viel Lehrgeld bezahlen. Nach einer schwachen Leistung von 62,02m im ersten Versuch der Qualifikation konnte sich der Gelenauer nicht weiter steigern und sich völlig überraschend nicht für das Finale qualifizieren. Am Ende fehlten ihm als 13. ganze 17cm zum Weiterkommen. Leider konnte er damit seine bis dahin überaus erfolgreiche Saison nicht krönen.
Für Jada Julien war die Teilnahme an ihren ersten Meisterschaften im Frauenbereich bereits ein großer Erfolg. Sicherlich ihrer Nervosität geschuldet, konnte die erst 22-jährige nicht an ihre Vorleistungen anknüpfen und erreichte im ersten Durchgang der Qualifikation mit 64,66m ihre beste Tagesleistung. In der Endabrechnung bedeutet dies für die junge Hammerwerferin Platz 22, aber auch das Wissen, jede Menge Erfahrung gesammelt zu haben.
Am Montag, 27.07.2026 empfing der Vorstand des LV 90 Erzgebirge seine Teilnehmer an den diesjährigen internationalen Meisterschaften. Dabei wurde Pauline Schubert, die ihre Titelkämpfe schon hinter sich hatte, gemeinsam mit ihrem Trainer, Christian Sperling, für ihren fünften Platz im Kugelstoßen bei den Europameisterschaften der U18 im italienischen Rieti geehrt.
Für Katharina Maisch (Kugelstoßen), Jada Julien (Hammerwerfen), Steven Richter und Max Louis Emmrich (beide Diskuswerfen) stehen die Jahreshöhepunkte noch bevor. Während die drei erstgenannten zur Europameisterschaft nach Birmingham/GB fliegen, hat der Vierte im Bunde eine weite Reise nach Eugene/USA zur Weltmeisterschaft der U20 vor sich.
In einer entspannten Runde bei Kaffee und Kuchen bekamen alle vom Präsidenten, Knut Schreiter, eine signierte Tasse als Glücksbringer überreicht. Einige Medienvertreter nutzten die Gelegenheit sich noch einmal über die Athleten zu informieren und dann zu berichten (z.B. Glück auf-TV in Megional vom 28.07.26).
Nachdem die Jugendlichen des LV 90 Erzgebirge bereits bei ihren nationalen Titelkämpfen im Wattenscheider Lohrheidestadion hervorragend abgeschnitten hatten, konnten die Aktiven mit ihren Ergebnissen nahtlos anschließen. Der U23-Europameister Steven Richter überzeugte im Diskuswurf-Finale und sicherte sich seinen ersten deutschen Meistertitel bei den Männern. Im vierten Durchgang warf der 23-jährige die 2kg-Scheibe bei äußerst schwierigen äußeren Bedingungen auf starke 66,27m. Damit ließ er seine Konkurrenten deutlich hinter sich und qualifizierte sich unangefochten für die Europameisterschaften in Birmingham. Auch Katharina Maisch kann sicher für die Europameisterschaft planen. Die 29-jährige belegte hinter Olympiasiegerin Yemisi Mabry im Kugelstoßen der Frauen Rang zwei. Mit 18,57m und 18,56m untermauerte sie ihre eindeutige Position zwei in Deutschland. Im Vorfeld hatte die LV 90-Athletin mit Rückenschmerzen zu kämpfen, die ihr dann in Wattenscheid glücklicherweise kaum Probleme bereiteten. Knapp am Podest vorbei schrammte Jada Julien beim Hammerwerfen der Frauen. Der erst 22-jährigen war vor Wochenfrist mit 70,48m eine neue Bestleistung und die Bestätigungsnorm für die Europameisterschaften gelungen. Danach hatte sie aber mit einem fiebrigen Infekt zu kämpfen, so dass sie nicht ganz im Vollbesitz ihrer Leistungsfähigkeit war. 65,40m reichte am Samstag zum vierten Platz. Trotz alledem kann sich die Werferin Hoffnung auf eine EM-Teilnahme hoffen. Der Sprung ins Finale gelang auch Sascha Schmidt im Kugelstoßen der Männer. Am Ende landete der 24-jährige mit 18,03m auf dem achten Platz. Platz neun belegte Jolina Lange, die ihre Kugel auf genau 15,00m stieß. Christopher Arnold, der noch der U23 angehört, verpasste über 1500m leider den Einzug ins Finale. Insgesamt kann sich die DM-Bilanz des LV 90 Erzgebirge mehr als sehen lassen. Zehn Medaillen und fünf internationale Meisterschafts-Teilnehmer zeugen von der erfolgreichen Arbeit im erzgebirgischen Verein.
Robert Gruner steht dem LV 90 Erzgebirge e.V. ab sofort nicht mehr als Trainer zur Verfügung. Wir bedanken uns bei ihm für sein Engagement und die geleistete Arbeit im Verein. Für seinen weiteren persönlichen und beruflichen Weg wünschen wir ihm alles Gute, viel Erfolg sowie Gesundheit.
Mit einem starken 5. Platz bei den Europameisterschaften der U18 startete Pauline Schubert in ihre internationale Karriere. Nachdem sich die 16-jährige am Donnerstag souverän fürs Finale am Freitag qualifiziert hatte, zeigte der Schützling von Trainer Christian Sperling seiner bisher zweitbesten Wettkampf. Nachdem die Auerbacherin etwas holprig in den Wettbewerb gestartet war, ließ sie im dritten Versuch einen Stoß auf 16,57m folgen. Mit dieser Weite belegte sie am Ende einen beachtlichen Rang fünf. „Insgesamt war der Wettkampf okay. Es war mein erster internationaler Wettkampf, da war sehr viel Aufregung und Nervosität. Ich bin froh, hier die Erfahrung sammeln zu dürfen. Ich habe nächstes Jahr nochmal die Chance in der U18.“ so die LV 90-Athletin bei der Presseagentur.