Autor: B. Maneck

Jada Julien wirft erstmals über 70m und erfüllt damit die EM-Norm

Für das beste Ergebnis beim Werfer-Meeting am Mittwochabend in Chemnitz sorgte Jada Julien, die ihren Hammer erstmals über 70m warf. Mit genau 70,48m siegte der Schützling von Trainer Steve Harnapp im Wettbewerb der Frauen vor der Australierin. Mit dieser Leistung erfüllte die Deutsche U23-Meisterin die DLV-Bestätigungsnorm für die Europameisterschaften in Birmingham und kann nun auf eine Nominierung hoffen. Weitere LV 90-Athleten zeigten an diesem Abend sehr gute Leistungen, die ebenfalls mit Bestleistungen belohnt wurden. So steigerte sich Max Louis Emmrich im Kugelstoßen der mU20 auf starke 18,64m, Joline Lange stieß die Kugel bei den Frauen auf 16,36m und Ben Korsowski verbesserte sich auf 15,71m beim Kugelstoßen der M15. Siege für den LV 90 gab es weiterhin durch Maria Gröper (wU20) im Hammerwerfen mit 57,80m und Merle Roßner mit 14,21m im Kugelstoßen der wU18. Beim vom LV 90 Erzgebirge organisierten Wettkampf gingen Athleten aus vier Nationen und acht Bundesländern an den Start. Katharina Maisch belegte beim European Silber-Meeting in Madrid mit 18,62m Platz vier und sicherte sich damit weitere Punkte im World Ranking.

Max Louis Emmrich freut sich auf die U20-Weltmeisterschaft

Fünf Medaillen haben die Starter des LV 90 Erzgebirge bei den Deutschen U16- und U20-Meisterschaften in Wattenscheid erkämpft. Ein Athlet bejubelte gleich zwei Podestplätze – inklusive WM-Ticket.

Wenn am 28. Juli der Flieger Richtung Eugene abhebt, wo die U20-Weltmeisterschaften ausgetragen werden, wird mit Max Louis Emmrich auch ein Leichtathlet des LV 90 Erzgebirge mit an Bord sitzen. Die Norm für den internationalen Saisonhöhepunkt hatte der Diskusspezialist schon vor den Deutschen Meisterschaften in der Tasche. Nun galt es aber am Wochenende in Wattenscheid, mit DM-Gold oder -Silber das WM-Ticket endgültig zu lösen. Diese Aufgabe löste Emmrich souverän.

Zwei WM-Starts möglich

„Es war zwar nicht sein allerbester Wettkampf, aber Max Louis hat den Titel mit 55,82 Metern souverän gewonnen“, sagt LV-90-Trainer Sven Lang über den größten Erfolg seines Vereins bei diesen nationalen Titelkämpfen. Zu dieser goldenen kamen für die Erzgebirger noch vier weitere Medaillen, wobei Emmrich selbst dabei fleißig mithalf. Im Kugelstoßen wurde er hinter dem überragenden Simon Kunkel (18,97 m) vom USC Mainz mit 17,60 Metern Vizemeister. Dank dieser persönlichen Bestleistung könnte der LV-90-Athlet in Eugene auch mit der Kugel antreten, allerdings ist das kein Thema. „Er wird sich voll und ganz aufs Diskuswerfen konzentrieren, weil er dort wesentlich bessere Chancen hat“, sagt Lang über den Schützling von Wurftrainer Christian Sperling, der bei der U18-Europameisterschaft vor zwei Jahren erstmals internationale Wettkampfluft schnupperte. „Dadurch bringt Max Louis jetzt mehr Erfahrung mit“, hofft Lang.

Für Maria Gröper dürfte der WM-Traum dagegen geplatzt sein. Die Hammerwurf-Expertin vom LV 90 schaffte es in Wattenscheid zwar aufs U20-Podest, musste sich aber hinter zwei Konkurrentinnen mit Bronze begnügen. „Damit ist sie nur als WM-Ersatz nominiert“, erklärt Lang nach einem Wettbewerb, in dem die Erzgebirger in der Breite sehr gut aufgestellt waren. Mit Rike Brandl (5.), Henrike Ludwig (10.) und Helena Bartke (12.) schafften es noch drei weitere Vereinsvertreterinnen ins Vorderfeld, wobei vor allem Rike Brandl mit persönlicher Bestleistung (50,55 m) überzeugte. Ebenfalls in der U20 waren für den LV 90 noch Speerwerfer Oscar Nauck (7.) sowie Jerome Düringer am Start. Letzterer landete über 110 Meter Hürden auf Rang 18.

Wenige Zentimeter entscheiden

Ähnlich wie Emmrich hätte in der U16 beinahe ein Vereinskollege zwei Medaillen mit nach Hause gebracht. Die Rede ist von Ben Korsowski, der allerdings zunächst im Kugelstoßen Pech hatte. Mit 14,88 Metern kam der M15-Starter im Kampf um Bronze auf den gleichen Wert wie sein Konkurrent, musste sich aber aufgrund der schlechteren zweitbesten Weite mit Rang 4 begnügen. „Ganze fünf Zentimeter haben den Ausschlag gegeben“, berichtet Lang, der ein ähnliches dramatisches Finale dann auch im Hammerwerfen erlebte. Hier ging es für Korsowski sogar um Gold. „Weil bei seinem letzten Versuch ein Messfehler vorlag, durfte er diesen Wurf wiederholen“, so Lang. Und der Hammer segelte weiter als in allen Durchgängen zuvor. Diesmal fehlten drei Zentimeter, um ein kleines Wunder zu vollbringen. Doch auch mit Silber konnte der junge Erzgebirger gut leben. „Man darf nicht vergessen, dass die AK-15-Starter zum ersten Mal bei einer Deutschen Meisterschaft an den Start gehen. Dafür hat Ben echt Nervenstärke bewiesen“, betont Lang und ergänzt: „Auch all unsere anderen Starter haben ihre Sache richtig gut gemacht.“ Allen voran Hammerwerferin Sina Mia Dietz, die als Dritte mit einer persönlichen Bestweite von 47,62 Metern die dritte LV-90-Medaille gewann: „Sie hat sich um mehr als drei Meter gesteigert.“ Ähnliches gelang der W-15-Starterin auch mit dem Diskus, der bei 36,47 Metern landete und Sina Mia Dietz noch einen 10. Platz bescherte. Weiter als je zuvor warf auch Speerwerfer Robby Schirdewahn, der mit 55,60 Metern Vierter wurde. Komplettiert wurde das gute erzgebirgische Abschneiden von Rang 10 der Vier-mal-100-Meter Staffel mit Amelie Seidel, Izzie Voigt, Anny Buschbeck und Alma Horn.


Text: Andy Bauer
Fotos: Sven Lang

Zwei Titel bei Deutschen Jugendmeisterschaften U18/U23

Beim ersten Teil der Deutschen Jugendmeisterschaften, welcher den Athleten der U23 und U18 vorbehalten war, gab es für den LV 90 in Bochum-Wattenscheid zwei Gold- und eine Bronzemedaille. Einen starken Wettkampf bot Jada Julien im Hammerwerfen der wU23. Der Schützling von Trainer Steve Harnapp schleuderte ihr Wettkampfgerät beim Siegeswurf auf sehr gute 66,66m. Mit zwei weiteren Würfen von 65,71m bzw. 65,63m unterstrich die 22-jährige ihre gute Form. Ein deutlich weiterer Wurf landete im fünften Durchgang leider knapp neben dem Sektor. Beim Kugelstoßen der wU18 wurde Pauline Schubert ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte mit 15,72m deutlich. Dabei fand die 16jährige diesmal schwer in den Wettkampf und lag bis zum letzten Durchgang nur auf Rang vier. Im sechsten Versuch machte die Auerbacherin dann alles klar. Mit dieser Leistung qualifizierte sich die Athletin von Christian Sperling für die Europameisterschaften der U18 im italienischen Rieti. Nicht ganz nach Wunsch verlief der Kugelstoß-Wettkampf in der wU23 für Jolina Lange. Mit gestoßenen 15,93m reichte es aber dennoch für die Bronzemedaille. Sehr gut schlug sich Christopher Arnold über 1500 m der mU23. Nachdem sich der Zschopauer am Freitagabend im Vorlauf souverän für das Finale qualifiziert hatte, gelang ihm dann am Samstag mit einer neuen Bestleistung von 3:46,52min ein beachtlicher fünfter Platz. Ebenfalls Fünfte wurde Merle Roßner mit 14,25m im Kugelstoßen der wU18, zudem belegte sie noch Platz neun im Diskuswerfen mit 40,98m. Elias Philemon Süß erzielte mit 58,48m im Hammerwerfen der mU18 eine neue Bestleistung und wurde damit in seinem ersten Jugendjahr Neunter. Nach langer Verletzungspause gelang Julius Stütz mit 13,68m als Neunter im Dreisprung der mU18 ein gelungener Saisoneinstieg.

Weitere Platzierungen: 10. Platz Maria Gröper (wU23 / Hammer ); 12. Platz Oskar Nauck (mU23 / Speer 60,35m) 19. Platz Staffel wU18 (unter 43 Staffeln) mit Luise Kluge (WSG Schwarzenberg), Emilie Mynett, Hanna Schubert, Celine Neubert.

Am kommenden Wochenende kämpfen dann ebenfalls in Wattenscheid die Athleten der U16 und U20 um die nationalen Titel.

Wechsel an der Spitze des Fördervereins

Bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins übergab Klaus Schubert nach zehn Jahren erfolgreicher Arbeit an der Spitze den Staffelstab an Jens Emmrich, der nun in Zukunft, als 1. Vorsitzender, gemeinsam mit den wiedergewählten Christian Sperling (2. Vorsitzender) und Sebastian Hofmann (Kassenwart) die Geschicke des Vereins lenken wird. Vor dem Wahlvorgang gab der scheidende 1. Vorsitzende in seinem Bericht Einblick in die erfolgreiche Arbeit des Fördervereins, dessen Hauptaufgabe in der Unterstützung der Nachwuchsarbeit beim LV 90 besteht. Dies unterstrich Sebastian Hofmann in seinem Kassenbericht, in dem er darauf verwies, dass allein 2025 für die Jugendabteilung ca. 25.000 € bereitgestellt werden konnten. Knut Schreiter, der Präsident des LV 90 Erzgebirge, bedankte sich im Namen aller Mitglieder bei Klaus Schubert, der in unterschiedlichen Funktionen, großen Anteil an der Entwicklung des LV 90 hatte und wünschte ihm persönlich alles Gute. In seiner Antrittsrede verwies Jens Emmrich darauf, die erfolgreiche Arbeit fortsetzen zu wollen, den Bekanntheitsgrad des Fördervereins zu erhöhen und die Entwicklung der Jugendlichen weiter in den Mittelpunkt zu stellen.

Starke Leistungen der LV 90 Werfer bei internationalen Meetings

Einen deutlichen Kugelstoß-Sieg landete Katharina Maisch zwei Tage nach dem Sparkassen Werfertag am vergangenen Dienstag beim Grand Prix in Kladno. Mit 18,61m ließ sie diesmal die Portugiesin Jaessica Inchude klar hinter sich.

Beim Bronze-Meeting im schwedischen Sollentuna erzielte Steven Richter am Sonntag ausgezeichnete 67,44m und landete damit hinter Olympiasieger Roje Stona (Jamaika) und vor Weltmeister Daniel Stahl (Schweden) auf Platz zwei. Max Louis Emmrich und Jada Julien glänzten beim Wurf-Meeting in Erfurt mit neuen Bestleistungen. Dabei gelang dem U20-Athleten im Diskuswerfen mit 57,63m die Norm für die Weltmeisterschaften der U20 in Eugene /USA. Mit 69,10m konnte die 21-jährige Hammerwerferin ihre Bestleistung pulverisieren.

Weltklasse-Leistungen, eine tolle Kulisse und schönes Wetter – was will man mehr!

Der 23. Internationale Sparkassen Werfertag am Sonntag in Gelenau bot alles, was ein Meeting bieten kann, internationale Top-Leistungen, starke Ergebnisse der Heimathleten, schönes Wetter und eine stimmungsvolle Kulisse von über 1.500 Zuschauern. Dabei zeigten die Athleten aus insgesamt 19 Nationen Klasse-Leistungen mit vielen persönlichen Bestleistungen und waren danach voll des Lobes über die Wettkampfstätten und die fantastische Stimmung. „Stimmungstechnisch war es Klasse, weil die Fans so nah dran sind. Auch die neue Wurfanlage des LV 90 ist super.“ lobte beispielsweise Diskuswurfsiegerin Kristin Pudenz den Gastgeber in der Freien Presse.

Schon im ersten Wettbewerb kam Spannung auf, als Samantha Borutta (Eintracht Frankfurt/70,28 m) und die Französin Rosa Loga im Hammerwerfen der Frauen die 70-m Marke übertrafen. Unsere LV 90-Werferin Jada Julien blieb in diesem Wettbewerb leider etwas unter ihren Möglichkeiten und belegte Rang neun.

Im Diskuswerfen der Frauen übertrafen drei Athletinnen die 60 m Linie und dazu gab es noch persönliche Bestleistungen und einen Landesrekord für Lichtenstein. Am Ende hatte Kristin Pudenz (OSC Potsdam), die sich im sechsten Versuch auf starke 64,08 m steigerte, die Nase vorn. Zweite wurde mit 63,55 m Marija Tolj aus Kroatien.

Laute Rhythmen begleiteten die Kugelstoßer bei ihrem Auftritt. Mit ganz starken 21,16 m ließ Scott Lincoln (Großbritannien) den Vize-Weltmeister Uziel Munoz aus Mexiko (20,93 m) und den Neuseeländer Nick Palmer (20,37 m) hinter sich und siegte so zum dritten Mal nacheinander bei diesem Meeting.

Mit Spannung erwarteten die Zuschauer den Auftritt des Einheimischen Steven Richter im Diskuswerfen der Männer. Auch hier entwickelte sich ein spannender Wettbewerb, bei dem der Olympiadritte Lukas Weißhaidinger aus Österreich mit 64,21 m die Führung übernahm. Nach einem ungültigen Versuch ließ dann Steven Richter noch drei 64m Würfe folgen, die alle zum Sieg gereicht hätten. Am Ende standen 64,84 m zu Buche. Platz drei ging mit 63,39 m an Juan Jose Caicedo aus Ecuador.

Richtig eng wurde es dann im abschließenden Kugelstoß-Wettbewerb der Frauen, wo am Ende zwei Zentimeter über den Sieg entschieden. Gleich im ersten Versuch wuchtete die Portugiesin Jessica Inchude die Kugel auf sehr gute 19,06 m und ging damit in Führung, welche sie bis zum Ende knapp verteidigen konnte. Denn Katharina Maisch vom einheimischen LV 90 Erzgebirge steigerte sich von Versuch zu Versuch. Ihr bester Stoß landete dann bei 19,04m, was eine neue Saisonbestleistung und Platz zwei bedeutete. Stark präsentierte sich auch die zweite Portugiesin Eliana Bandeira, deren Kugel bei 18,67 m einschlug.

Aber auch die Jüngsten kamen in Gelenau zum Zuge. Beim Schlagball Cup der erzgebirgischen Grundschulen hatte die Grundschule aus Thum die Nase vorn.

Schon einen Tag früher kämpften über 130 Jugendliche um beste Leistungen und Normen für die nationalen und internationalen Meisterschaften. Dabei gelangen den LV90- Werfern vier Siege. In der mU20 siegten Max Louis Emmrich mit 55,48 m im Diskuswerfen und Oskar Nauck mit 63,62 m im Speerwerfen. Siegerin im Hammerwerfen der wU20 wurde mit 57,16 m Maria Gröper. Einen souveränen Sieg im Kugelstoßen der wU18 erkämpfte Pauline Schubert, die mit sehr guten 16,23 m wiederholt die EM-Norm für Rieti/ITA erfüllte. In den Schülerklassen sorgten Ben Korsowski (M15), der gleich drei Siege einfuhr (Kugel: 15,73 m/Diskus: 53,56 m/Hammer: 51,42 m) für die besten Leistungen. Sieger im Speerwerfen der M15 wurde Robby Schirdewahn, der 53,04 m erreichte. Gerrit Rische erzielte bei seinem Sieg im Diskuswerfen der M14 mit 39,51 m eine neue Bestleistung.

Als Fazit bleibt, ein überaus gelungenes Wochenende, welches für alle Beteiligten in guter Erinnerung bleiben dürfte.