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Den Blick nach vorn gerichtet

Christina Schwanitz wird nach Olympia-Heimkehr herzlich begrüßt

Für Chistina Schwanitz sind die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro bereits Geschichte. Schon kurz nach Rang 6 beim Kugelstoß-Finale in Brasilien kehrte sie zurück in die Heimat, wo sie keineswegs einen frustrierten Eindruck machte. „Christina war richtig gut drauf. Sie hat auf mich einen optimistischen und angriffsfreudigen Eindruck gemacht“, sagt beispielsweise der Gelenauer Bürgermeister Knut Schreiter. Er begrüßte die Olympionikin am Chemnitzer Sportforum, wo sie sich schon wieder auf kommende Aufgaben vorbereitet. Das Training direkt nach der Rückkehr zeigt, dass die LV-90-Athleten den Blick nach vorn richtet. Unter anderem wartet neben anderen internationalen Vergleichen am 2. September ja der Thumer Werfertag.

klinikNur zwei Tage später wartet am 4. September in Hetzdorf auch noch ein ganz besonderer Wettkampf, denn nimmt Christina wie im Vorjahr am Benefiz-Kugelstoß-Event teil, das der Reha-Klinik „Tharandter Wald“ zugute kommt. Und genau dort wurde die Olympionikin in dieser Woche ebenfalls herzlich empfangen. Die Geschäftsleitung der Klinik hatte eigens eine Veranstaltung im Foyer vorbereitet, wo viele Kurgäste warteten. Mit tosendem Applaus wurde die diesjährige Europameisterin von Amsterdam begrüßt. Nach einer kurzen Danksagung für ihre Leistungen in der jetzigen Saison überraschte ein Tanzensemble die Sportlerin mit einer brasilianischen Tanzeinlage. Die in farbenprächtigen Kostümen gekleideten Tänzerinnen boten eine anspruchsvolle Show und heizten prächtig die Stimmung an. Gewohnt humorvoll und ehrlich stand Christina danach dem Moderator Rede und Antwort über die Erlebnisse bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Zum Abschluss nahm die Weltmeisterin des vergangenen Jahres Glückwünsche durch anwesende Gäste entgegen und gab noch Autogramme und ließ sich mit ihren Fans fotografieren. Mit dabei waren auch einige Nachwuchs-Athleten des LV 90 Erzgebirge, die dem Aushängeschild des Vereins einen würdigen Empfang bereiteten.

Nur das Happy-End fehlt

Regen kann Stimmung bei Olympia-Party nicht trüben

Party (1)Irgendwie störte der leichte Nieselregen am Freitagabend in Gelenau, irgendwie passte er aber auch zum Anlass. Denn erstens regnet es ja zu dieser Jahreszeit auch in Rio de Janeiro mitunter. Und zweitens spiegelte das Wetter die Emotionen des Auftritts von Christina Schwanitz wider, die sich in der brasilianischen Metropole nicht den Traum von einer olympischen Medaille erfüllen konnte. Da half auch die moralische Unterstützung in der Heimat nicht. Mehr als 80 Gäste waren zur Olympia-Party im Gelenauer Freibad gekommen, wo dank eines Showprogramms und vieler interessanter Gespräche lange Zeit gute Stimmung herrschte. Gut 30 Leute hielten bis in die frühen Morgenstunden durch.

Party (2)Aus dem geplanten Nachtbaden und dem Beachvolleyball wurde aufgrund der Witterung nichts. Und trotzdem hatten die gekommenen Gäste ihren Spaß. Neben Sportlern und Mitgliedern des LV 90 waren auch viele Gelenauer sowie Freunde der Leichtathletik gekommen, die aber zunächst einmal von Tänzerinnen begeistert wurden. Denn mit den Bewegungen im Samba-Rhythmus sorgten die Mädels vom Zschopauer City-Ballett für brasilianisches Flair. Und sie schafften es damit sogar ins nationale Fernsehen, denn wenige Stunden später wurde im ARD-Olympia-Magazin eine kurze Reportage über das Public Viewing gezeigt. Zu Wort kam dabei auch unser Präsident Andreas Mey. „Schade“, lautete wohl das treffendste Wort.

Schade, dass die lange Vorbereitung und der jüngste Formanstieg von Christin nicht zum erhofften Erfolg geführt haben. Schade aber auch, dass die hart gesottenen Fans im Freibad nicht für ihr Durchhaltevermögen belohnt wurden. „Eigentlich war es ein toller Abend. Es lief sogar besser, als bei diesem Wetter befürchten war“, berichtet Maik Werner. Unser Nachwuchs-Trainer war in die Organisation eingebunden, baute Beamer, Fahnen und Getränkestand mit auf – um sich dann über die gute Atmosphäre zu freuen. Und natürlich schmeckte auch die Bratwurst frisch vom Grill. Dank des City-Balletts, der Musik und der Kommentare des DJ’s sowie dank der Olympia-Übertragung der anderen Wettbewerbe im Vorfeld verging die Zeit schneller als gedacht.

Party (4)Erst fieberten die Gäste mit den deutsche Fußball-Damen mit, dann mit Tennis-Spielerin Angelique Kerber. Auch Robert Harting kam noch einmal zu Wort, wobei vor allem unsere Diskus-Hoffnung Tony Zeuke interessiert aufpasste. Doch der ganz große Auftritt folgte erst 3 Uhr morgens. „Beim ersten Versuch dachten wir noch, naja“, berichtet Maik Werner. Ab dem zweiten Stoß sei dann aber abzusehen gewesen, dass „es wohl nix wird“. Die Hoffnungen sanken mit jedem weiteren Durchgang. Statt zu jubeln, schlichen die meisten dann eher leise von dannen. Nur Maik und die anderen Helfer mussten noch etwas aufräumen und erlebten 4.29 Uhr mit, wie auch für unsere Sprinterin Rebekka Haase die Olympischen Spiele ganz anders liefen als erhofft. „Die Stimmung hat gepasst, nur das Abschneiden nicht“, sagte Maik Werner zum fehlenden Happy-End.

U-16-Trio sammelt DM-Erfahrungen

Platz 6 ist in Bremen das beste Ergebnis

Erstmals bei den deutschen Einzel-Meisterschaften anzutreten, sorgt durchaus auch für Aufregung. Diese Erfahrung haben unsere drei U-16-Starter gemacht, auf die in Bremen die nationale Spitze ihrer Altersklasse (M 15) wartete. „Den Jungs war anzumerken, dass dieser Wettkampf etwas ganz Besonderes war – nicht zu vergleichen mit den bisherigen Veranstaltungen. Sie haben immer nach links und rechts geschaut. Alles war neu. Auch die meisten Kontrahenten kannten sie nicht“, berichtet Trainer Maik Werner. Dank Björn Oelmann konnte er zwar auf eine Top-6-Platzierung verweisen. Doch selbst das Ergebnis unseres Diskus-Experten sorgte nicht wirklich für Zufriedenheit.
„Björn kann mehr“, sagt Maik Werner über die 47,13 Meter, die seinem Schützling in der Hansestadt Platz 6 bescherten. Zwar wollte der Trainer nicht gleich die persönliche Bestleistung von reichlich 53 Metern als Maßstab heranziehen. „Aber 50 Meter waren schon drin“, so der Coach. Bei einem Versuch segelte der Diskus auch tatsächlich über diese Marke hinaus, landete allerdings außerhalb des Sektors. Somit musste Björn Oelmann letztlich Lehrgeld zahlen. Und auch Samuel Uhlig sowie Tom Siegel, die auf der Tartanbahn antraten, sammelten statt guter Ergebnisse eher Erfahrungen. Allerdings machten ihnen auch die äußeren Bedingungen sowie das mitunter nicht ganz faire Verhalten der Konkurrenz zu schaffen.
Über 800 Meter wurde Samuel Uhlig nach Ansicht von Maik Werner klar behindert. „Durch den überharten Körpereinsatz eines anderen Läufers fiel er nach gutem Start an die letzte Stelle zurück“, schildert der Trainer das Geschehen am Ende der ersten Runde. Die zwischenzeitlich entstandene Lücke von fünf Metern konnte Samuel zwar wieder zulaufen. Allerdings kostete das Kraft, die beim Zielsprint fehlte. In 2:06,47 Minuten verpasste er als Zwölfter das Finale der besten Zehn nur knapp. Ohne Chance auf den Finaleinzug blieb dagegen Tom Siegel über 300 Meter. Mit 39,06 Sekunden hatte er in seinem Vorlauf wenig zu bestellen. Insgesamt bedeute das Platz 26. Auch der starke Gegenwind auf der Zielgeraden konnte nicht als Ausrede dienen, da alle Läufer mit dieser schwierigen Situation zu kämpfen hatten. „Fast jeder blieb in Bremen rund eine Sekunde über seiner Bestzeit“, berichtet Maik Werner, der noch einen Athleten in Bremen betreute: Rick Schlömilch. Der Starter der WSG Schwarzenberg-Wildenau bot mit seinen fünften Plätzen im Kugelstoßen (15,65 m) und im Diskuswerfen (49,17 m) einen guten Wettkampf.

Alltrotec drückt die Daumen

Glückwünsche bei der Pressekonferenz überbracht

Medienrummel und gelöste Stimmung haben im Sparkassensaal im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz dominiert. Anlässlich der Teilnahme von Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz und Sprinterin Rebekka Haase an den Olympischen Sommer-Spielen in Rio lud der Leichtathletik-Verein 90 Erzgebirge e. V. zu einer Pressekonferenz, wobei auch der 13. Thumer Werfertag am 2. September 2016 Thema war.

ALLDie Einladung war für uns – alltrotec, als einer der Sponsoren des LV 90 – die passende Gelegenheit, um Christina Schwanitz unsere persönlichen Glückwünsche zum EM-Titel zu überbringen (siehe Foto). Bei der informativen und kurzweiligen Veranstaltung wurden neben den beiden Olympia-Teilnehmerinnen Christina Schwanitz und Rebekka Haase noch Kugelstoß-Newcomerin Sarah Schmidt, David Storl (SC DHfK Leipzig), Sven Lang (Bundestrainer Kugelstoßen), Jörg Möckel (Disziplintrainer Sprint) und Christian Kühn (Physiotherapeut) vorgestellt.

Besonders wichtig ist dem Leichtathletik-Verein die Nachwuchsarbeit. Er wünscht sich das Interesse sportbegeisterter Kinder und Jugendlicher, die mindestens genauso große Ziele verfolgen wie die aktuellen Teilnehmer. Vielleicht schwappt durch Rio ja eine gewisse Motivationswelle durch Sachsens Lande und bringt dem Verein neue potenzielle Interessenten. Das Ergebnis von Christina Schwanitz sollte jedoch schon jetzt genug Anreiz bringen, eines Tages als Sportler auch so erfolgreich durchzustarten.

In Amsterdam holte sich Schwanitz im Kugelstoß-Finale mit 20,17 Metern vor Anita Márton aus Ungarn und der Türkin Emel Dereli erneut den EM-Titel und lag damit noch ganze 2,22 Meter vor der Leipzigerin Sara Gambetta, die mit ihrer persönlichen Bestleistung von 17,95 Metern Rang sieben ergatterte. Für Christina Schwanitz war das nach der EM 2014 und der WM 2015 der dritte Gold-Coup in Serie. Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro soll der nächste Triumph der sympathischen 30-Jährigen folgen.

Daran glauben wir fest, drücken die Daumen und sind gespannt auf das Ergebnis. Viel Erfolg in Rio, Christina! Natürlich wünschen wir ebenso Sprinterin Rebekka Haase, die in Brasilien ihr Debüt geben wird, maximale Erfolge.

Zum Beitrag von alltrotec: Alltrotec gratuliert Christina Schwanitz zum Titel Europameisterin und wünscht maximale Erfolge in Rio

Und hier noch unser Event-Tipp: Rio mitten im Erzgebirge – Public Viewing
Das sollte man sich nicht entgehen lassen! Im Gelenauer Freibad herrscht am 12. August 2016 ab 20 Uhr Ausnahmezustand, denn dann beginnt die große Olympia-Party des LV 90. Ein buntes Programm mit DJ-Musik, Beachvolleyball, Nachtbaden, Cocktailbar, Samba-Tänzerinnen und Freibier soll die Besucher auf das Kugelstoß-Finale der Frauen in Rio einstimmen und bei Laune halten, denn Beginn ist erst 3 Uhr nachts. Dann hoffen alle auf den ganz großen Wurf …

Drei Glücksbringer für Rio

Christina Schwanitz, Rebekka Haase und David Storl im Rahmen der Werfertag-Pressekonferenz zu Olympischen Spielen verabschiedet

Die große Pressekonferenz vor dem Thumer Werfertag fiel diesmal ganz anders aus als sonst. Der Saal in der Annaberger Erzgebirgssparkasse drohte aus allen Nähten zu platzen, so viele Personen waren gekommen. Neben rund 30 Medien-Vertretern waren auch Vertreter aus Sport, Politik und Wirtschaft vor Ort. Denn neben den Informationen zum Werfertag am 2. September gab es noch einen weiteren Anlass für diesen Termin: Christina Schwanitz, Rebekka Haase und David Storl wurden offiziell zu den Olympischen Spielen verabschiedet. Also wünschten unter anderem Landrat Frank Vogel sowie Tassilo Lenk, der Vorsitzende des sächsischen Leichtathletik-Verbandes, dem Trio alles Gute für Rio. Dabei wies Tassilo Lenk – selbstbewusst und optimistisch – darauf hin, dass Sachsen ohnehin das erfolgreichste (Bundes-)Land ist, was internationale Medaillen in der Leichtathletik angeht. Natürlich mussten die Sportler noch zahlreiche weitere Hände schüttel und Glückwünsche entgegen nehmen, doch sie hatte auch selbst einiges zu erzählen.

Elf-Sekunden-Marke ein Traum

„Ich habe drei Glücksbringer dabei“, verriet beispielsweise Christina Schwanitz: „Ein von einer Freundin gestricktes Glücksschweinchen, mein Bierchen und ein Plektrum von meinem Mann.“ Das Plättchen für Zupfinstrumente soll helfen, in Rio den Ton anzugeben. Und womöglich spürt Christina ja auch die Live-Unterstützung aus der Heimat, denn im Gelenauer Freibad wird es in der Nacht vom 12. zum 13. August ein Public Viewing geben, um das 3 Uhr beginnende Kugelstoß-Finale der Frauen live zu erleben. Auch auf diese Olympia-Party mit südamerikanischem Flair wurde bei der Pressekonferenz noch einmal hingewiesen. Außerdem bewies Rebekka Haase, dass sie trotz Traumzeiten realistisch bleibt. „Das wird wohl eher nix“, meinte sie auf die Frage, ob sie in Brasilien über 100 Meter die Elf-Sekunden-Marke knacken werde. Zuletzt war „Bekki“ in Mannheim 10,98 Sekunden gelaufen – allerdings mit zu viel Rückenwind. Trotzdem konnte sie dabei Selbstvertrauen tanken, um in Rio sowohl im Einzelwettbewerb als auch mit der Staffel gut abzuschneiden.

David Storl wird zum Journalisten

Kugelstoß-Bundestrainer Sven Lang vom LV 90 wurde bei der Presse-Runde übrigens nicht nur von Medien-Vertretern befragt, sondern sogar von seinem eigenen Schützling. „Da muss ich mal schnell meinen Trainer fragen“, meinte David Storl nach der Frage nach den ärgsten Konkurrenten, die in der Bestenliste aktuell vor ihm platziert sind. Statt auf die Statistik ging der Coach allerdings vielmehr auf seine Erfahrungen ein: „In der Vergangenheit wurde immer davon geredet, dass es schon 22 Meter sein müssen für einen Sieg, aber dann kam es oft anders“, erklärte Lang. Das Potenzial für solche Stöße müsse auch zweifellos vorhanden sein. „Aber ich denke, ein Stoß im hohen 21-Meter-Bereich reicht“, so der Bundestrainer, der anschließend noch viel mehr zu erzählen hatte. Schließlich wurde der aktuelle Vorbereitungsstand für den 13. Internationalen Thumer Werfertag präsentiert.

Sieben Nationen vertreten

Genau wie LV-90-Präsident Andreas Mey versprach auch Sven Lang den Leichtathletik-Fans für den 2. September „wieder einen echten Höhepunkt im Erzgebirge“. „Derzeit haben uns elf Olympia-Teilnehmer zugesagt. Mindestens sieben Länder werden vertreten sein. Wir befinden uns aber noch in Verhandlungen mit weiteren Spitzen-Sportlern“, erklärte der Bundestrainer, der über die entsprechenden Kontakte verfügt. Während das Kugelstoßen mit Teilnehmern wie dem Neuseeländer Tomas Walsh oder der Ungarin Anita Marton sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen hochkarätig besetzt sein wird, ist das Diskuswerfen diesmal eher den Damen vorbehalten. Das Speerwerfen bleibt beim Thumer Werfertag dagegen eine Herren-Domäne – unter anderem dank Thomas Röhler vom LC Jena, der sich wie aller anderen ambitionierten Athleten aber erst einmal auf Rio konzentriert. Und für die Spiele erhielten Christina Schwanitz, Rebekka Haase und David Storl von der Erzgebirgssparkasse noch eine ganz besondere Stärkung: eine Fitnesskiste mit ausschließlich sauberen Nahrungsmitteln wie Müsli, Backwaren und Wurst. Auch so lässt sich Energie tanken.

DM-Titel ist der Hammer

Kompletter DM-Medaillensatz zum Saisonausklang im U-18- und U-20-Bereich

Größtenteils zufrieden blicken unsere Starter zurück auf die Deutschen Meisterschaften der Altersklassen U 18 und U 20. Schließlich standen für das zehnköpfige LV-90-Aufgebot in Mönchengladbach am Ende drei Medaillen zu Buche. Am größten war die Freude natürlich bei Hammerwerfer Pascal Thalhäuser, der sich in der U 18 mit 68,69 Metern den Titel sichern konnte. U-20-Kugelstoßerin Sarah Schmidt (2./15,80 m), die außerdem Siebente mit dem Diskus (44,14 m) wurde, sowie U-18-Sprinterin Viktoria Dönicke (3./11,97 s) machten den Medaillensatz für unseren Verein komplett. Beinahe wäre weiteres Edelmetall hinzugekommen, doch Julia König verfehlte im Hammerwerfen der weiblichen U-20-Konkurrenz als Vierte das Podest haarscharf. Eine neue persönliche Bestleistung (52,97 m) sorgte trotzdem für Zufriedenheit. Genau wie der sechste Platz von Maximilian Grupen (U 20), der die 400 Meter in starken 49,00 Sekunden meisterte.

Auf dem Weg zu einer weiteren Top-Platzierung war auch Tom Wolf. Mit 14,69 Sekunden setzte der Hürden-Sprinter im Vorlauf der U 20 ein echtes Ausrufezeichen. Sogar eine Top-5-Platzierung schien damit auf nationaler Ebene in Reichweite zu rücken, doch im Zwischenlauf avancierte Tom aus LV-90-Sicht zum Pechvogel des Tages. Weil er an einer Hürde leicht ins Straucheln geriet und auch noch mit einem Läufer neben sich in Kontakt geriet, reichte es im Ziel nur zu 15,21 Sekunden – und damit leider nicht fürs Finale. Den Vergleich der besten Acht verpasste auch Lisa Grünert, die über 100 Meter ihr Potenzial nicht vollends ausschöpfen konnte (12,15 s). Etwas mehr erhofft hatte sich auch Caroline Ziegs, die als Siebente im Hammerwerfen (45,90 m) das LV-90-Aufgebot in der U 20 komplettierte. In der U 18 waren außerdem Dreispringerin Lissy Rodehacke (13./11,40 m) und Diskuswerfer Tim Hatzel (11./45,50 m) am Start.

In bester Erinnerung wird auf jeden Fall Pascal Thalhäuser diese Meisterschaften behalten, denn er sicherte sich in Mönchengladbach seinen ersten nationalen Titel. „Nachdem ich mich bei der U-18-EM in Tiflis nicht ganz so gut präsentiert hatte, war das nochmal ein Riesen-Erfolg für mich“, strahlte der 17-Jährige hinterher. Obwohl er in Georgien mit mäßigen 63,70 Metern den Finaleinzug verpasst hatte, war eben jener Wettkampf nun noch einmal von Nutzen, denn Pascal schöpfte aus der EM Motivation und Lockerheit: „Einerseits habe ich mir gesagt, dass ich mit der EM-Teilnahme mein ganz großes Ziel schon erreicht habe. Zum anderen wollte ich mich natürlich noch einmal stärker präsentieren.“ Dies gelang. Mit der nötigen Lockerheit kam ein besserer technischer Ablauf als in Tiflis zustande. „Dort hat es meinen Oberkörper zu schnell herum gerissen, sodass ich mit den Füßen nicht mehr nachkam“, berichtet der bullige Forchheimer Wurf-Experte, um anzufügen: „Jetzt in Mönchengladbach hat die Technik gepasst, denn ich war locker. Ich bin einfach anders herangegangen an diesen Wettkampf.“ Ohne Erfolgsdruck aufzubauen, ist der Weg zum Erfolg eben manchmal leichter.