Autor: H. Thiel

Viel Freude aber auch Tränen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften

3 Medaillen und weitere 7 Endkampfplatzierungen

Lea Bork und Jada Julien kürten sich am Wochenende in Rostock zu Deutschen Jugendmeisterinnen und lösten das Ticket zu den Europameisterschaften U20 in Jerusalem. Die noch 18jährige Lea Bork schleuderte den Diskus in der wU20 auf ausgezeichnete 53,61m, erfüllte damit zum wiederholten Mal die EM-Norm und hatte am Ende über zwei Meter Vorsprung auf die weitere Konkurrenz. Einen überzeugenden Sieg errang auch Jada Julien im Hammerwerfen der wU20. Vom ersten Versuch an lag die 19jährige sicher in Führung und steigerte sich im sechsten Durchgang auf sehr gute 62,66m.

Waren die beiden Goldmedaillen doch erwartet wurden, kam die Bronzemedaille von Lara Böhm doch etwas überraschend. Der Gelenauerin gelang im Kugelstoßen der wU18 mit 14,75m, im wichtigsten Wettkampf der Saison, eine neue Bestleistung. Lohn dafür war Bronze. Endtäuschend verlief hingegen der Kugelstoßwettkampf von Jolina Lange in der wU20. Die 18jährige, welche noch dem jüngeren Jahrgang angehört, stieß mit 14,96m die geforderte Norm für die Europameisterschaften, wurde jedoch im letzten Durchgang von einer Kontrahentin auf den undankbaren 4. Platz verdrängt. Somit wird sie vom DLV nicht zur Nominierung vorgeschlagen werden. Über 5. Plätze konnten sich Maria Gröper im Hammerwerfen der wU18, die mit 54,28m eine neue Bestleistung erzielte, und die Diskussiegerin Lea Bork mit 13,69m im Kugelstoßen der wU20 freuen.

Michel Gröper errang mit 48,90m den 6. Platz im Diskuswerfen der mU20 und Nora Richter wurde in der gleichen Disziplin mit 38,52m Siebte der wU18. Finley Triebel und Jolina Lange belegten jeweils Rang acht mit 56,16m im Hammerwerfen der mU18 bzw. mit 41,67m im Diskuswerfen der wU20.

Auch auf der Laufbahn schlugen sich unsere Teilnehmer sehr gut. Mit neuer Bestleistung von 3:56,88min lief Christopher Arnold, nach langer Krankheit, über 1500m der mU20 auf den   9. Platz. Auch die Staffel der wU20 lief mit 47,93sec eine neue Bestzeit und wurde in der Besetzung Liv Zoe Strohbach, Sara Michelle Leichsenring, Rosalie Weber und Anna Weichelt ebenfalls neuntbeste deutsche Staffel. Mit neuen Bestzeiten von 12,05sec über 100m der wU20 bzw. von 14,79sec über 110mHü der mU18 liefen Liv Zoe Strohbach und Jerome Düringer ins Halbfinale.

Fotos I. Hensel

Steven Richter verpasst Podest im finnischen Espoo

Mit berechtigten Medaillen-Ambitionen nach Finnland gereist, konnte Steven Richter seine bisher starke Saison nicht krönen. Mit 61,01m landete er bei der Europameisterschaft U23 in Espoo auf dem undankbaren vierten Platz. Leider gelang dem Gelenauer kein technisch sauberer Versuch, so dass er zwar mehrmals die 60m-Marke übertraf, aber keinen Ausrutscher nach oben zu verzeichnen hatte. Als jüngster Jahrgang hat er dann in zwei Jahren die Chance bei der nächsten U23-Meisterschaft aufzutrumpfen. Nun gilt das Hauptaugenmerk der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften im August in Budapest.

Maisch und Schmidt siegen in Biberach

Zwei Siege für die Farben des LV 90 Erzgebirge gab es beim „Internationalen Vollmer-Kugelstoß-Cup“ am Montagabend in Biberach an der Riß.

Im Frauenwettbewerb gelang Katharina Maisch eine Revanche zur Deutschen Meisterschaft. Mit 17,82m siegte sie diesmal deutlich vor der Meisterschaftsdritten Julia Ritter aus Wattenscheid. Mit diesem Ergebnis gestaltete sie den Kampf um das WM-Ticket wieder offen.

Sascha Schmidt konnte sich ebenfalls über einen Sieg freuen. Der Zwanzigjährige war mit neuer persönlicher Bestleistung von 18,26m im Wettbewerb der U23 an diesem Abend vor herrlicher Kulisse auf dem Marktplatz nicht zu schlagen.

Steven Richter überzeugt bei Deutschen Meisterschaften in Kassel

Über 27.000 Zuschauer erlebten am letzten Wochenende stimmungsvolle Deutsche Meisterschaften der Männer und Frauen im Kasseler Auestadion.

Einer, der dabei auch begeistern konnte, war Steven Richter im Diskuswerfen der Männer. Als jüngster Teilnehmer des erlesenen Feldes (u.a. mit Olympiasieger Harting und Olympiadritten Jasinski) zeigte der LV 90- Athlet einen sehr guten Wettkampf und holte sich die Silbermedaille vor Olympiasieger Christoph Harting. Zu Gold fehlten dem Gelenauer lediglich 36 cm auf Henrik Janssen vom SC Magdeburg. Mit diesem Ergebnis machte der 20jährige einen riesigen Schritt Richtung Weltmeisterschaften in Budapest. An diesem Wochenende stehen für ihn aber erst einmal die Europameisterschaften der U23 im finnischen Espoo auf dem Programm.

Knapp am Podest schrammte Katharina Maisch im Kugelstoßen der Frauen am Podest vorbei. Mit 17,65m belegte sie am Ende Rang vier, konnte dabei aber leider ihr Leistungsvermögen nicht ausschöpfen und muss nun weiter um eine WM-Teilnahme bangen. Sehr gut präsentierte sich Jada Julien im Hammerwerfen der Frauen. Die Athletin, die noch der U20-Klasse angehört und schon für die Europameisterschaften dieser Altersklasse qualifiziert ist, warf im 6. Versuch 61,97m und wurde damit ausgezeichnete Fünfte. Trotz Jahresbestleistung von 58,80m beim Diskuswerfen der Männer verpasste Korbiniaan Häßler den Endkampf und wurde am Ende Neunter. Einen Platz dahinter landete Matteo Maulana mit 56,10m auf Rang zehn. Ebenfalls Platz zehn ging auf das Konto von Sascha Schmidt, der im Kugelstoßen der Männer mit 16,93m keinen guten Tag erwischte.

Fünf Medaillen für unsere U16 bei den Mitteldeutschen Meisterschaften in Erfurt

Ausgezeichnete Leistungen vollbrachten unsere 14jährigen bei den Mitteldeutschen Meisterschaften ihrer Altersklasse in Erfurt. Über 800m verbesserte Hannah Maneck ihre persönliche Bestleistung auf starke 2:17,44 Minuten, klettert damit auf Rang drei der deutschen Bestenliste und belegte in der thüringischen Hauptstadt hinter einer Magdeburger Läuferin den Silberrang. Ebenfalls Rang zwei erlief sich Seraphine Landmann über 80m Hürden. Auch der Gelenauerin gelang damit eine Steigerung ihrer Bestleistung auf sehr gute 11,89 Sekunden. In der deutschen Bestenliste rangiert sie nun auf Platz vier.

Eine Klasse für sich war wieder mal Julius Stütz. Gleich einmal Silber und zweimal Bronze eroberte er bei diesen Titelkämpfen. Zu Silber über 300 Meter in der M15 sprintete er eine Altersklasse höher in 38,25 Sekunden. In seiner richtigen Altersklasse der M14 gab es dann Bronze über 100 Meter in 11,58 Sekunden und im Weitsprung mit 6,03 Meter. Auf Platz vier über 2000 Meter lief Nala Kischkewitz in 7:43,39 Minuten, was auch für sie persönliche Bestzeit bedeutet. Jeweils Platz fünf ging an Maxim Gassmann (M14) in 2:14,81 Minuten über 800 Meter, sowie Ellena Scherf (W15) mit 5,04 Meter im Weitsprung. Platz sechs belegte Leni Stückroth im Diskuswerfen der W14 mit 23,66 Meter.

Sehr gute Bilanz bei den Deutschen Meisterschaften der U23

Gold für Steven Richter sowie Bronze für Matteo Maulana, Lea Bork und Jada Julien ist die erfolgreiche Ausbeute des LV 90 bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften der U23.

Souveräner Deutscher U23-Meister im Diskuswerfen wurde erwartungsgemäß Steven Richter, der die 2kg-Scheibe auf 61,91 Meter beförderte und sich damit für die in zwei Wochen stattfindenden Europameisterschaften U23 qualifizierte. Leider ließen die Bedingungen, starker Rückenwind und einsetzender Regen, keine noch besseren Leistungen zu. Dies wurde vor allem Matteo Maulana zum Verhängnis, der gehofft hatte im „Göttinger Jahnstadion“ noch die Norm für die Europameisterschaften U23 zu erreichen und am Ende mit Bronze (55,77 Meter) belohnt wurde.

Sehr gut konnten sich auch unsere noch der U20 zugehörenden Athletinnen gegen die ältere Konkurrenz in Szene setzen. So gab es jeweils Bronze für Lea Bork mit 51,52 Meter im Diskuswerfen und für Jada Julien, die im Hammerwerfen 60,52 Meter erreichte. Beide erfüllte damit ein weiteres Mal die Norm für die Europameisterschaften U20 in Jerusalem. Zu den vier Medaillen kommen weitere drei Endkampfplatzierungen.

Einen Tag nach seinem Diskussieg belegte Steven Richter mit 18,26 Meter noch Rang vier im Kugelstoßen. Die Plätze fünf und sieben jeweils im Kugelstoßen gehen auf das Konto von Jolina Lange  und Sascha Schmidt mit 14,64 Meter bzw. 17,30 Meter.